Podcast: Am Bistro mat der woxx #129 – De Fall Semedo ënnert der Lupp

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem Artikel.

Zanter iwwer enger Woch diskutéiert Lëtzebuerg iwwert de Fall vun der Europadeputéierte Monica Semedo. De Joël Adami schwätzt an eisem Podcast mam Tessie Jakobs doriwwer, wat fir Aspekter an der Diskussioun dacks vergiess ginn, wéi sech d’Argumentatioun vun der Madamm Semedo an hirer Partei am Laf vun der Zäit verännert huet. Ausserdeem kucken d’woxx-Journalist*innen sech un, wat fir Géigenargumenter benotzt ginn, fir si a Schutz ze huelen an erklären, wisou d’DP net verstanen huet, wéi schlëmm Mobbing ass. 

 

 

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Fall Monica Semedo: Fehler, Ablenkung, Schlammschlacht

In den vergangenen Wochen haben sich weder Monica Semedo noch die DP mit Ruhm bekleckert. Die Problematiken, die dadurch zutage befördert wurden, sind vielfältig. Umso wichtiger, sie nicht gegeneinander auszuspielen.

Von positiver Presse wie nach den Europawahlen 2019 kann die DP aktuell nur träumen. 
Ihre Fehler in der Affäre 
Monica Semedo wird sie jetzt erst mal wieder ausbügeln müssen. (Fotos © DP)

In den knapp zwei Wochen seit der Sanktionierung der EU-Abgeordneten Monica Semedo war die Kommunikation der Demokratischen Partei (DP), um es gelinde auszudrücken, chaotisch. Innerhalb weniger Tage wurde der Fall für beendet erklärt, eine eingehende Analyse angekündigt, zur Ruhe aufgerufen und ein Gutachten des „Comité des sages“ bezüglich der Mitgliedschaft Semedos in der DP angefragt. mehr lesen / lire plus

Fall Monica Semedo: Gewalt und Machtmissbrauch

Auf die Sanktionierung der EU-Parlamentarierin Monica Semedo haben manche Medien und Politiker*innen mit verharmlosenden Kommentaren reagiert. Damit füttern sie verbreitete Fehldarstellungen psychologischer Gewalt.

Foto : dp.lu

Am Montag wurde die luxemburgische EU-Abgeordnete Monica Semedo für 15 Tage suspendiert. Sie darf in dieser Zeit zwar noch an Abstimmungen teilnehmen, nicht aber an Sitzungen des Plenums sowie an Ausschüssen. Zudem erhält sie kein Tagesgeld. Der Vorwurf: psychologische Belästigung gegenüber ihren früheren Assistent*innen. Die drei – zwei Frauen und ein Mann – hatten Anfang 2020 gekündigt, sechs Monate nach ihrer Einstellung. Die anschließende Untersuchung eines hausinternen Anti-Belästigungs-Gremiums sowie eine Anhörung der Beschuldigten dienten dem Präsidenten des EU-Parlaments, David Sassoli, als Basis für seine am Montag verkündigte Entscheidung. mehr lesen / lire plus

Reinigungssektor: Wisch und weg

Gemobbt, vertrieben, schlecht bezahlt: Die Arbeitsbedingungen im Reinigungssektor sind schlecht. Eine Besserung ist nicht in Sicht.

„Wer nichts lernt, geht putzen“: Ein Spruch, der oft gehört, aber selten hinterfragt wird. Der Beruf der Putzkraft wird systematisch diskreditiert. (Foto: CC BY Dan Brady 2.0)

„T’as trop bossée, toi“, lacht eine der Frauen im Konferenzzimmer der Chambre des salariés du Luxembourg (CSL) auf und rückt Stühle zurecht. Ihre Gesprächspartnerin fasst sich ans Kreuz und verzieht schmerzverzerrt den Mund. Beide arbeiten als Reinigungskraft. Es sind nur noch wenige Minuten bis zum Beginn der Konferenz „Propreté à quel prix ? Le nettoyage : un métier non-valorisé“, die von der Arbeitnehmerkammer CSL, dem CID Fraen an Gender, dem Centre pour l‘Égalité de Traitement (CET), der Plattform Journée Internationale des Femmes (JIF), dem OGBL sowie der Universität Luxemburg organisiert wurde. mehr lesen / lire plus

Mobbing im Internet: Alle wiederholen, bitte!

Im Lycée Aline Mayrisch (LAML) startete am 9. Januar nach massivem Cybermobbing eine schulinterne Kampagne gegen Schikane aus dem Netz.

Bei der Table ronde im LAML wurde die Schüler*innenschaft über die rechtlichen und psychologischen Folgen von Cybermobbing aufgeklärt. (© Lycée Aline Mayrisch)

„Als Schuldirektorin will ich wissen, was mit den Jugendlichen an meiner Schule geschieht“, sagt Carole Chaine, Direktorin des LAML, und greift nach ihrer dampfenden Tasse Schwarztee. „Ich bin im Sommer 2018 zufällig bei Instagram auf die Seite ‚Notte fir Proffen‘ gestoßen – und habe mein eigenes Foto entdeckt.“ Es war ein Screenshot eines Privatfotos von Chaine, darunter stand ihre Bewertung: ungenügend. mehr lesen / lire plus

Cybermobbing: Augen auf

Präventionsarbeit allein reicht im Kampf gegen Cybermobbing nicht aus. Die ganze Gesellschaft ist gefragt. Barbara Gorges-Wagner, die Leiterin des Kanner-Jugendtelefon und Verantwortliche der Bee Secure Stopline und Bee Secure Helpline verrät, worauf es ankommt, und wo Betroffene Hilfe finden.

„Jeder ist gefordert, Mitverantwortung für die (Schul-)Gemeinschaft zu übernehmen.“ 
(Barbara Gorges-Wagner) (© KJT)

woxx: Die Initiative Bee Secure besucht landesweit Schulklassen, um auf Internetgefahren und Cybermobbing aufmerksam zu machen. Im Sommer 2018 tauchten trotzdem Plattformen bei Instagram auf, auf denen Schüler*innen Lehrkräfte und Mitschüler*innen mobbten. Was läuft schief, Frau Gorges-Wagner?


Barbara Gorges-Wagner: Das zeigt, dass es nicht alleine damit getan ist, dass ein Präventionsdienst von BEE SECURE die Schulen besucht. mehr lesen / lire plus

CYBER-MOBBING: Am Pranger

Soziale Netzwerke erleichtern das Mobben. Gerade bei Jugendlichen gibt es einen Trend zur Einschüchterung über Social Media.

Wenn die hämischen Kommentare der KollegInnen einen auch nach Feierabend noch quälen, man zur Zielscheibe von verbalen Attacken und psychologischen Machtspielchen wird, dann kann man wohl von Mobbing sprechen. In Zeiten, in denen der Verlust des Arbeitsplatzes immer drohender wird, wächst der Druck und mit ihm das Ellenbogenverhalten. Durchaus plausibel, dass die Konjunktur des Themas durch die tatsächlichen Verhältnisse am Arbeitsplatz bedingt ist. Andererseits ist das Phänomen nicht neu. Unbarmherzige Machtspiele gehören zum Schulalltag. Menschen, die eher kleiner, dicker oder sonst wie „anders“ sind, wurden schon früher „geschnitten“. mehr lesen / lire plus

Beratung gegen Mobbing

1.090 telefonische Anfragen hatte die „Mobbing asbl“ im Jahre 2007 zu verzeichnen. Davon wurden 97 Betroffene längerfristig betreut und bei einem Drittel fand eine Zusammenkunft mit dem Arbeitgeber statt. „Am Anfang kamen die meisten Mobbingopfer aus dem Finanzsektor, mittlerweile ist es der Handel“, so Joé Spier, Sekretär der asbl. Allgemein sei die Anzahl der von Mobbing betroffenen Personen steigend. Unter den Hilfe Suchenden befinden sich 70 Prozent Frauen. Rund zwei Drittel sind Privatangestellte. „Der Durchschnitt derjenigen, die uns aufsuchen, haben einen Krankenschein von sechseinhalb Wochen“, meint Spier, was nicht wenig ist. Aber: Je eher eine Person Rat sucht, umso schneller kann ihr aus dieser Situation geholfen und eine Schlichtung am Arbeitsplatz erzielt werden. mehr lesen / lire plus