Caritas: Die andere Corona-Nothilfe

Der Sozial-Almanach wurde zu früh zusammengestellt, um auf die Corona-Krise einzugehen. Auf der Vorstellungs-Videokonferenz holte die Caritas das nach, ließ allerdings auch Fragen offen.

www.caritas.lu

Es gibt eine Corona-Hotline für Privatpersonen und Unternehmen (8002 8080) und  es gibt die Caritas-Corona-Helpline (40 21 31 999) – denn neben der gesundheitlichen und wirtschaftlichen Nothilfe gibt es auch Hilfsbedarf bei sozialen Problemen, die mit der Corona-Epidemie einhergehen. Diese sozialen Aspekte der Krise standen denn auch im Mittelpunkt der Vorstellungspressekonferenz für den jährlich erscheinenden Caritas-Sozialalmanach. Auf den Inhalt der 2020er-Ausgabe, die nur in ein paar Last-Minute-Abschnitten die Coronakrise behandelt, sind wir in zwei Artikeln in der Printausgabe der woxx eingegangen („Vor Corona, nach Corona“ und „Inklusive Kulturangebote auch im Lockdown“). mehr lesen / lire plus

Demenzkranke und Senior*innen: Inklusive Kulturangebote auch im Lockdown

Viele Kulturinstitutionen sind auf einem Auge blind: Ihre Programme sind selten für Demenzkranke oder Senior*innen ausgelegt. Die Organisation „Momenter Intensiv Liewen“ schaffte vor der Pandemie Alternativen. Über Kultur, Alter und Covid-19.

Kulturangebote, die sich für Demenzkranke und Senior*innen eignen, waren schon vor der Pandemie rar. Für die Zeit während des Lockdowns versuchen Initiativen vereinzelt Abhilfe zu schaffen. (CC BY Anders Lejczak SA 2.0)

Als Dani Jung, die Präsidentin des 2019 gegründeten Vereins „Momenter Intensiv Liewen“ (MIL), ihren Text über das kulturelle Angebot für Demenzkranke und Senior*innen in Luxemburg für den diesjährigen Sozialalmanach der Caritas einreichte, sah die Welt noch anders aus. mehr lesen / lire plus

Caritas-Sozialalmanach: Vor Corona, nach Corona

Soziale Herausforderungen gab es schon vor der Coronakrise. Der Caritas-Almanach bietet eine breite Übersicht – und eine kleine Aktualisierung für die Zeit nach der Epidemie.

Armut: ein „altes“ Thema, das auch mit der Coronakrise nicht verschwindet, im Gegenteil.
 (Gustave Doré, 1882/83)

Möchte man in Zeiten der Erderwärmung ein Buch lesen, das, vor 50 Jahren verfasst, die planetaren Herausforderungen im Licht einer heranbrechenden Eiszeit beschreibt? Nein? Oder den diesjährigen Sozialalmanach der Caritas, noch vor dem Ausbruch der Corona-Epidemie zusammengestellt? Vielleicht doch. Die Probleme bleiben zum Teil die gleichen – Erderwärmung hin, Massenerkrankung her. Wenn die Gegenwart uns einen Tunnelblick aufzwingt, kann eine Bestandsaufnahme aus der Vergangenheit helfen, die Sicht für entscheidende Veränderungen zu schärfen, aber auch Kontinuitäten zu erkennen. mehr lesen / lire plus

Podcast: Am Bistro mat der woxx #066 – Sozialalmanach an 100 Joer Walrecht

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem Artikel.

De Caritas Sozialalmanach ass all Joer op en Neits e wichtege Kompass fir d’Perspektive vum Land ze beschreiwen, e puer Woche virum État de la Nation vum Premier. Dëst Joer gouf sech op dat kontroverst Thema „Qualitative Wuesstem“ konzentréiert. Ass dat méi wéi en eidele Politiker-Begrëff? Muss Lëtzebuerg awer op de Wee vun der Décroissance? Doriwwer schwätze mir mam Raymond Klein. Am zweeten Deel erzielt de Luc Caregari vu senger Visitt am MNHA wou en déi grouss Ausstellung „Wiele wat mir sinn“, organiséiert vun der Chamber a vum Musée, gesinn huet. mehr lesen / lire plus

Caritas-Sozialalmanach 2019: Aufstieg und Fall des Wachstums

Eine Woche vor der Rede zur Lage der Nation leistet der Sozialalmanach einen wichtigen Beitrag zur Wachstumsdebatte in Luxemburg.

Robert Urbé, 
Marie-Josée Jacons und Carole Reckinger bei der Vorstellung des Caritas-Sozialalmanachs. (
Foto: woxx)

Qualitatives Wachstum! Schon 2003 hatte Jean-Claude Juncker die Idee lanciert, „Unternehmen ins Land zu holen, die weder personalintensiv sind, noch viel Fläche verbrauchen, dafür aber die öffentlichen Finanzen stärken“. Und schon damals ging es um den Bevölkerungszuwachs, genauer gesagt, die weit entfernt scheinende Perspektive des „700.000-Einwohner-Staates“. Mittlerweile steuert das Land auf über eine Million Einwohner zu und die Antwort von Junckers Nachfolger*innen auf diese Herausforderung ist die gleiche geblieben: Her mit dem guten Wachstum, das Geld einbringt, weg mit dem schlechten, das die Umwelt zerstört und mit Verkehrsstaus, Platzmangel und Überfremdung einhergeht. mehr lesen / lire plus