MICHAEL CUNNINGHAM: „It’s not a Biggie“

Zwei Männer, eine Frau, ein Baby. Die viel versprechende Geschichte über eine ungewöhnliche Dreiecksbeziehung von Michael Cunningham ist zu blass und zu dünn inszeniert, um wirklich zu überzeugen.

Unkonventionelle Familie oder konservatives Wertemodell? Sissy Spacek mit Colin Farrell und Robin Wright Penn.

„It’s just love, man“, sagt Hippie Carlton zu Bruder
Bobby, als dieser ihn mit einer Freundin beim Sex überrascht. Es ist das Jahr 1967. Der kleine Bobby aus Cleveland wächst dank großem Bruder und freakigen Eltern ganz im Sinne von Love, Peace und Happiness auf. An einer solchen Pädagogik sind freilich Zweifel angebracht: Würde ein Teenager tatsächlich mit einem Neunjährigen derlei Geheimnisse teilen, und kurz darauf sogar eine Kapsel mit LSD? mehr lesen / lire plus

PHOTOGRAPHIE: Extérieur et intérieur

Véronique Kolber est une des photographes luxembourgeoises les plus prometteuses du moment. Actuellement elle présente sa première exposition en solo.

Autoportrait

Elle parle de ses activités avec fougue et passion et sort des anecdotes à propos de l’histoire de sa vie et le cheminement de son art. Ses cheveux bouclés rebelles, elles les porte attachés sagement. Son visage limpide, dépourvu de maquillage, on le connaît bien de par les autoportraits qu’elle multiplie. Ces derniers découvrent le regard qu’elle porte de l’extérieur vers l’intérieur. En fait, c’est un peu comme écouter sa propre voix enregistrée sur une bande sonore et qui n’a pas le timbre qu’on croyait. mehr lesen / lire plus

MICHAEL WITTERBOTTOM: 9 Songs

Im Utopia

„Schlichtes Gebumse mit popmusikalischer Kontrastierung“ schrieb der Kritiker der alternativen Tageszeitung in Berlin. Dem ist kaum etwas hinzuzufügen. Statt mit miesen Konzertaufnahmen (Black Rebel Motorcycle Club, Franz Ferdinand, Von Bondies u.a.) und wackeligen Fickszenen einen noch dazu gänzlich inhaltslosen Zwitter aus Konzert- und Sexfilm zu basteln, hätte sich Michael Winterbottom besser auf ein Genre beschränken sollen. mehr lesen / lire plus

FANG SHI CHONG: Esprits déchaînés

Jusqu’au 9 avril.

„La Galerie“, en face de la gare de Luxembourg, expose Fang Shi Cong, peintre chinois expatrié en France … et collectionné par le Prince Charles, précise le texte de présentation. L’originalité des oeuvres exposées ne réside certainement pas dans la forme: des huiles au trait de pinceau brut et aux couleurs vives. Le contenu se constitue, pour une grande partie et à première vue, de corps nus, représentés de manière plus ou moins abstraite. Ce type de sujet a longtemps été tabou en Chine – à croire que Fang, ancien peintre de propagande, est en train de rattraper le temps perdu. mehr lesen / lire plus

STEUERVERWALTUNG: Steuern immer noch off-line

Seit etwa zwei Jahren ist die Steuerverwaltung mit www.impotsdirects.public.lu online. Seitdem wurde viel von Lissabonprozess, Modernisierung und eGouvernment geredet. Außerdem flattern dieser Tage die allseits beliebten, undurchdringlichen Formulare bei den Steuererklärungspflichtigen ins Haus. Gelegenheit also auf einer Site vorbeizuschauen, die sehr viele BürgerInnen direkt betrifft. Doch außer einem etwas besser strukturierten Look scheint fast nichts passiert zu sein: immer noch keine Möglichkeit seine Erklärung per Internet abzugeben (wie es geht, siehe Frankreich). Immerhin, inzwischen gibt es einen Rechner der einem sagt wie viele Steuern bei einem bestimmten zu versteuerndem Einkommen fällig werden. Doch eine Online-Hilfestellung wie dieser „revenu imposable“ zustande kommt gibt es nicht. mehr lesen / lire plus

LISSABON OHNE UMWELT: Von Kindern und Säulen

Unter luxemburgischer Präsidentschaft wird darum gefeilscht, welcher Stellenwert Wirtschaft, Umwelt und Sozialem zukommt.

Im Vorfeld des EU-Frühjahrsgipfels am 22. und 23. März sorgt ein Gleichnis für Diskussionen. „Wenn eines meiner Kinder krank ist, konzentriere ich mich auf dieses. Das bedeutet aber nicht, dass ich die anderen Kinder weniger lieb habe“, hatte Kommissionspräsident José Manuel Barroso gesagt, als er seine Vorschläge für einen Neustart der Lissabon-Strategie vorstellte. Gemeint war, dass bei den Entscheidungen des Frühjahrsgipfels Umwelt und Soziales zurückstehen müssten, weil die Wirtschaft in einer schweren Krise steckt. Beifall für seine freie Auslegung der Lissabon-Prinzipien erhielt der Kommissionspräsident von Liberalen und Rechten, Kritik kam von der gesamten Linken, SozialdemokratInnen einbegriffen. mehr lesen / lire plus

POP: Opulente Zuckerwatte

Tori Amos, The Beekeeper, Sony, 2005.

Es hört einfach nicht mehr auf: 19 Tracks hat Tori Amos auf ihrer neuesten Scheibe „The Beekeeper“ gepackt, über 70 Minuten Musik. Ähnliches schaffen sonst nur Prog-Rocker wie Mars Volta. Aber bei der US-amerikanischen Songschreiberin gibt es diesmal kein komisches Instrumental-Geknödel und auch keine schwer verdaulichen Ausflüge in die Zwölftonmusik, wie sie deren auf früheren Alben gerne mal servierte. „The Beekeeper“ ist eine Sammlung perfekt gestrickter Kompositionen, so hübsch, melodisch und opulent, dass es fast weh tut. Titel wie „Ribbons Undone“ oder „Sleeps with Butterflies“ sind Zuckerwatte pur, aber Tori Amos schlägt doch immer wieder einen Haken, bevor sie Gefahr läuft, in seichtere Gewässer abzudriften. mehr lesen / lire plus

PROG-ROCK: Konzept: Größenwahn

The Mars Volta, Frances the Mute, Universal, 2005

Das zweite Album „Frances the Mute“ der Kultband The Mars Volta ist ohne jeglichen Zweifel eine der verstörendsten, intelligentesten, rätselhaftesten und visionärsten Platten, die in den letzten Monaten produziert wurden. Mit einer Mischung aus Größenwahn und Unbekümmertheit vereint diese Formation, ähnlich wie auf ihrem Debüt-Album „De-loused in the Comatorium“, ihre Indie-Rock Wurzeln mit fantastisch arrangierten Prog-, Jazz- und Latin-Elementen. Das Album ist ungemein vielseitig und wesentlich dynamischer als das von Rick Rubin produzierte und bis in die Grenzen des Machbaren komprimierte Vorgängeralbum. „Frances the Mute“ ist ein mutiges Meisterstück mit Meilenstein-Potential. Nirgendwo in der aktuellen Musikszene gibt es eine solche musikalische Unbedingtheit und daher dürfte diese Platte jedenfalls jetzt schon zu den bedeutendsten und Aufsehen erregendsten Veröffentlichungen des Jahres zählen. mehr lesen / lire plus

ROCKHAL: Ohrenschmaus

Die Rockhal-CD gibt es gratis über info@rockhal.lu, „Grand-Duchy Grooves“ ist zum Preis von 9 € im Handel erhältlich.

Wer sich mal wieder Überblick verschaffen möchte darüber, was in der Luxemburger Musikszene so läuft, dem/der helfen seit kurzem zwei aufwändig gestaltete Sampler beim Navigieren durch die heimischen Klangwelten. Das Triple-Album der Rockhal vereint die derzeit aktivsten Luxemburger Bands: von Balthasar Daniel bis Zap Zoo sind (fast) alle mit einem Song vertreten. Die Unterteilung in Alternative Rock, Elektro, Songwriter, Pop und Rock ist ein bisschen willkürlich geraten, ein paar angesagte Namen wie Inborn oder Do Androïds Dream of Electric Sheep fehlen leider. mehr lesen / lire plus

FOLK: Transatlantischer Kulturaustausch

Yann Tiersen & Shannon Wright, Vicious Ci/Alive, 2005

Sie sind ein recht ungewöhnliches Paar: Yann Tiersen, der begnadete Soundtrack-Komponist („Die fabelhafte Welt der Amélie“, „Goodbye Lenin“ u.a.), ein Meister im Vertonen der Illusion und Shannon Wright, eine hochbegabte Folk-Rock-Musikerin (stets vom Produzenten Steve Albini unterstützt), die mit Künstlern wie PJ Harvey oder Cat Power verglichen wird. Wenn sich so viel Talent trifft, dann muss dabei nicht immer eine gelungene Mischung herauskommen. Aber auf ihrer Platte harmonieren die beiden Multi-Instrumentalisten perfekt: Sie schaffen eine Traumwelt aus sanften und herzergreifenden Tönen. Die orchestralen Dramaturgien aus Klavier, Akkordeon und Streichern bringen die tieftraurige, zugleich morbid und doch zuckersüße Stimme von Shannon Wright erst richtig zur Geltung. mehr lesen / lire plus

INTERNATIONALE STUDIENHILFE: Deutschsprachig studieren

Internationale Medienhilfe, „Deutschsprachige Studiengänge weltweit“, September 2004, ISBN 3-00-012699-6 oder direkt bei verlag@imh-service.de

Auf Deutsch studieren, aber nicht in Deutschland – das geht nicht nur in Luxemburg, Liechtenstein, Österreich oder der Schweiz. Auch wenn viele StudentInnen es nicht wissen: Von Australien über China und Kanada bis hin zur Ukraine reicht die Liste der Studienländer, in denen Hochschulen existieren, an denen (auch) in deutscher Sprache gelehrt wird. Eine Broschüre der Internationalen Medienhilfe (IMH) hat alle deutschsprachigen Studiengänge an ausländischen Universitäten auf mehr als 120 Seiten zusammengefasst. Übersichtlich und je nach gewünschtem Fach sortiert, listet die Broschüre über 500 Kontaktadressen in aller Welt auf, zum Beispiel Europäische Studien in Cluj-Napoca (Klausenburg) in Rumänien oder Informatik in Kairo. mehr lesen / lire plus

LUXEMBOURG 2007: Provoquer le séisme

L’année culturelle 2007 se concrétise: les rotondes en deviendront l'“épicentre“ – le programme va-t-il parvenir à faire trembler la vie culturelle de la région?

Début mars, Françoise Wagner du CID-femmes a trouvé parmi le nouveau courrier une enveloppe de l’asbl „Luxembourg 2007“. „Accord de principe“, telle fut la réponse des responsables de l’année culturelle 2007 à la proposition introduite par le centre de documentation féministe. Une bonne nouvelle, car parmi les différentes catégories de réponses standardisées, celle-ci correspond au gros lot: d’autres organisations qui veulent participer ont reçu un „accord recalé“, „accord en manque de partenariat immédiat“ ou tout simplement un „accord refusé“. mehr lesen / lire plus