JUSTICE TURQUE: Ombres et lumières

Deux procès hautement politiques offrent à la justice turque une occasion d’affirmer son indépendance et de faire avancer le pays vers un peu plus de transparence et de démocratie.

Affiche «lumineuse» de l’AKP lors des dernières élections. Ses adversaires espèrent couper le jus au parti conservateur islamique en le faisant interdire.

Il y a 95 ans, Molla Davudzade Mustafa Nazim publiait « Le progrès en rêve », le premier roman de science-fiction en langue turque. Cet écrivain assez méconnu imaginait un avenir où fusionneraient la technologie moderne et la charia. Dans cette utopie islamiste, les tribunaux délivraient leur verdict en moins de 24 heures. mehr lesen / lire plus

ORGANISATION MONDIALE DU COMMERCE: Un échec salutaire

Ces dix dernières années, l’OMC a été la bête noire des altermondialistes. Malgré les conséquences négatives de l’échec des négociations, il offre aussi l’occasion d’un nouveau départ.

Bientôt en salle.

Le 30 novembre 1999, des affrontements entre police et manifestants, la mythique « battle of Seattle », symbolisèrent l’échec des négociations du « Millennium Round » de l’Organisation mondiale du commerce (OMC). Cet événement a été perçu comme coup de départ du mouvement intellectuel et politique nommé « altermondialisme ». Presque neuf ans plus tard, les « alters » peuvent à nouveau crier victoire : si les négociations de la semaine passée à Genève, destinées à faire aboutir le « Doha round », n’ont pas été perturbées par des manifs, elles n’en ont pas moins échoué. mehr lesen / lire plus

STADTENTWICKLUNG: Auf der falschen Seite der Gleise

Seit Jahrzehnten soll das Viertel Italien in Düdelingen saniert werden. Das fordern nicht nur lokale Initiativen, auch die Politik hatte sich dazu verpflichtet. Doch Gemeinde und Fonds du Logement ziehen jetzt das Siedlungsprojekt „Schmelz“ vor.

Düdelingen, Gare Usines, Sonntagnachmittag. Es herrscht Ruhe im Quartier Italien. Nur oben, am Fußballplatz, am Ende des Viertels hin zum Frankelach, sind zahlreiche Autos geparkt. Wohl ist ein Spiel im Gange. Und von der Skateboardpiste gegenüber, jenseits der Gleise, dringt Musik.

Der kurze Spaziergang durch die zwei, drei Straßen, die das Viertel ausmachen, ergibt nichts Auffälliges. Das Viertel besteht aus kleinen, aneinander geklebten Arbeiterhäusern, viele sind renoviert. mehr lesen / lire plus

ELEKTRONISCHE MUSIK: Rock im Kraut

Es gibt sie noch, die Krautrocker! Aber statt Retro-Sounds von vorgestern scheint sich in Luxemburg die jüngere Generation für die fliegenden Synthie-Teppiche zu interessieren.

Die Webseite mit der Ankündigung für die „Ambient Sessions“ die diesen Samstag im Berdorfer Amphitheater stattfinden werden, sieht aus als wäre sie im vorigen Jahrtausend erstellt worden. Was auch gut möglich ist, denn es gibt kaum eine Radiosendung die länger im Äther herumschwirrt als „Silent Runnings“ von und mit Gaston Klares auf Radio Ara. Jeden Sonntag Abend kann man sich mit langen Synthieloops und komischen Klängen den Frust, am nächsten Tag wieder im Büro erscheinen zu müssen, einfach wegzaubern lassen. mehr lesen / lire plus

PAULO MORELLI: Favela-Kitsch?

„Cidade dos Homens“ kommt nicht an seinen Vorgänger „Cidade de Deus“ heran. Schade wenn man das Potenzial des brasilianischen Kinos kennt.

Vom Cristo Redentor – zur Inkarnation der Vergeltung : katholischer Kitsch im brasilianischen Kino.

2002 sorgte ein bildgewaltiger und schonungslos realistischer Film aus Brasilien für weltweites Aufsehen: Das Drogendrama „Cidade de Deus“, welches über mehrere Jahrzehnte hinweg das Leben von zwei jungen Männern erzählt, die aus einem brasilianischen Armenviertel stammen und beide völlig unterschiedliche Richtungen einschlagen: Der eine wurde Fotograf, der andere einer der gefährlichsten Drogenbosse der Favela, der mit seiner Gang rücksichtslos jede Widersacher aus dem Weg räumt, Kollateralschäden eingeschlossen. mehr lesen / lire plus

KUNSTHANDWERK: Made in China

Dass Porzellan durchaus spannend sein kann, zeigt eine aktuelle Ausstellung: Von der Form- und Dekorentwicklung des Ming-Porzellans über Wirtschaftsspionage bis hin zu Bierkrügen aus China, erfährt man einiges.

Lange Zeit wurde die chinesische Porzellankunst von Europa in einem Maße rezipiert wie kaum ein anderer Teil der chinesischen Kunst. Das weiße Gold, dessen Ursprünge sich in China bis zur Han-Dynastie (100-200 n.Chr) nachzeichnen lassen, verleitete zu Wirtschaftsspionage und es wurde ab dem 18. Jahrhundert in großem Maße nach Europa verschifft.

Eine interessante und lange vernachlässigte Epoche stellt dabei die Zeit der späten Ming-Dynastie (1600-1644) dar. Die Keramikarbeiten dieser Zeit – genauer rund hundert Exponate des englischen Sammlers Michael Butler – sind im „Musée national d’histoire et d’art“ zu entdecken. mehr lesen / lire plus