1. Mierscher Theaterdeeg: In Mersch dreht sich die Bühnenwelt

Die luxemburgische Theaterszene trifft sich zu den „1. Mierscher Theaterdeeg“ im Mierscher Kulturhaus. Eine Premiere, bei der bekannte Gesichter zusammenkommen, um die Bühnenwelt zu feiern, zu analysieren und mit Leben zu füllen.

Wie hat sich das Theater in Luxemburg über die letzten Jahre hinweg entwickelt und was versprechen die nächsten Spielzeiten? Die „1. Mierscher Theaterdeeg“ geben Einblicke. (Copyright: Mierscher Kulturhaus)

Die Bretter, die die Welt bedeuten, liegen noch bis zum 9. Mai in Mersch: Hier finden seit dem 6. Mai die „1. Mierscher Theaterdeeg“ statt. Zur Premiere rücken Größen der luxemburgischen Theater- und Literaturszene an.

An diesem Wochenende stehen unter anderem Lesungen der mehrfach ausgezeichneten Autor*innen Nathalie Ronvaux, Elise Schmit oder Tullio Forgiarini auf dem Programm. Sie tragen jeweils aus ihren neuen Werken vor und sprechen über ihren Schreibprozess. Der Einblick ins Schreibatelier wird am Samstag, dem 8. Mai um 15:30 Uhr, in der Diskussionsrunde „De Wee vum Text“ vertieft. Eingeladen sind die Autorin Elise Schmit, der Dramaturg Olivier Garofalo sowie die Regisseure Frank Hoffmann und Jean-Paul Maes. „Wéi ass de Wee a wouhi féieren d’Ëmweeër vum geschriwwenen Text bis op d’Bün? Ab wéi engem Moment gëtt d’Auteurin/den Auteur den Text of? Wéi wäit kann eng Regisseurin/e Regisseur an den Text agräifen?“, lauten im Programmheft der Theatertage erste Fragen an die Expert*innen. Eine weitere Diskussionsrunde findet am Sonntag, dem 9. Mai um 15:30 Uhr, statt. In „Text an Zäit. Wéi eng Sujeten a Formen fuerdert eis Aktualitéit?“ ergreifen Anne Simon, Claire Wagener, Ian De Toffoli und Rafael David Kohn das Wort. Verfolgt man internationale Gespräche über Diskriminierung an Theatern, wie etwa kürzlich am Düsseldorfer Schauspielhaus, oder über die Aktion #ActOut queerer Schauspieler*innen, mutet zumindest das erste Diskussionsthema auf dem Papier leider etwas banal an.

Doch zurück auf die Bühne: Hier gibt es am Wochenende bekannte Produktionen zu sehen – „So dunkel hier“ von Elise Schmit und Anne Simon oder „Terres arides“ von Ian De Toffoli, Luc Schiltz und Pitt Simon – und es werden Auszüge unvollendeter Stücke dargeboten. Bei der „Theater Matinee“ am Sonntag, dem 9. Mai, stehen Stücke im Mittelpunkt, deren Uraufführung noch bevorsteht. Die Autor*innen tragen Auszüge aus den Drehbüchern vor: Frédérique Colling, Catherine Elsen und Claire Wagener präsentieren „Zizou a Zazou“, Tullio Forgiarini „Le retour de Lucienne Jourdain“, Romain Butti „Alvaro“, Ian De Toffoli und Jeff Schinker ihre „Série noire“. Auch Claudine Munos Stück „MammOmmaM“ wird vorgestellt. Zwischen 11 und 15 Uhr gibt es Geschichten über Kadaver („Le retour de Lucienne Jourdain“, „Série noire“), ältere Damen im huis-clos („Zizou a Zazou“), Mutter-Tochter-Beziehungen („MammOmmaM“) und Karussellpferdchen („Alvaro“) zu hören.

Mit dem Programm kommen das Mierscher Kulturhaus und das Centre national de littérature dem nach, was sie in der Pressemitteilung zu ihrer Veranstaltung versprechen: „Am Mëttelpunkt stinn d’Auteur.innen, hiert Schreiwe fir den Theater an d‘Begéinunge vu Kënschtler.inne mam Public.“ Weitere Informationen gibt es auf der Website des Mierscher Kulturhaus. Für alle Veranstaltungen ist eine Reservierung per Mail an admin@kulturhaus.lu oder telefonisch unter 26 32 43-1 verpflichtend.

1. Mierscher Theaterdeeg, vom 6. bis zum 
9. Mai im Mierscher Kulturhaus. 
Weitere Infos auf kulturhaus.lu

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