BLUES/JAZZ: Vertrackt emotional

von | 12.11.2004

Karate, „Pockets“, Southern Records, 2004.

Selten wusste eine Musikgruppe bereits beim ersten Anhören so zu beeindrucken wie Karate. Mit Pockets ihrer sechsten und neuen Veröffentlichung auf Southern Records, knüpfen diese drei amerikanische Musiker an ihre Vorgängeralben „Unsolved“ und „Some Boots“ an. Die wundervolle Platte, die sich irgendwo zwischen Blues/Jazz und Post-Rock ansiedeln lässt, beweist erneut die musikalische Qualität dieser Musikformation, der kaum genügend Beachtung geschenkt wird. Geoff Farina, Sänger und Gitarrist, überzeugt mit vertrackten Parts, die von schönen Melodien und Solos abgelöst werden; aber auch sein Gesang überzeugt durch melodische Vielfalt und kraftvolle Emotionalität. Hier wird mit den verschiedensten Musikrichtungen experimentiert, sich in acht Stücken musikalisch ausgelebt und dies in einer durchaus strukturierten und gefälligen Art, die nun wirklich jeden Musikliebhaber zu fesseln weiß.

Dat kéint Iech och interesséieren

KULTURTIPP

Buchtipp: Kekeli

Kekeli hat sich bislang kaum mit der Geschichte ihres Vaters beschäftigt. Erst als ihre Cousine Afi aus Togo zu Besuch kommt, beginnt sie, die Vergangenheit ihrer Familie und Fragen der eigenen Identität neu zu betrachten. Jessica Mawuena Lawson entwickelt in ihrem Debütroman „Kekeli“ daraus eine Coming-of-Age-Geschichte über Zugehörigkeit und...

KULTURTIPP

Buchtipp: Rift

Zwei Geschwister, davon eines todkrank, machen einen Roadtrip durch Nordamerika. Die Ideen, die Marina Schwabe in ihrem Romandebüt „Rift“ verwebt, sind also keineswegs neu: abenteuerliche Autoreise, tiefe Geschwisterliebe, drohender Abschied und Todesnähe. Die Literatur, die um diese Motive kreist, füllt mittlerweile Bücherregale. Dank ihrer...

KULTURTIPPMUSEK

Juli 2026: Willis Tipps

Mit Decennium, seinem dritten Album seit 2016, feiert das skandinavische Frauentrio Fru Skagerrak sein zehnjähriges Jubiläum. Neben gelegentlichen Gesangseinlagen und Flötenspiel stehen sowohl Standardgeigen als auch die mit einer tieferen Saite versehene fünfsaitige Geige und die gänzlich tiefer gestimmte Oktavgeige im Zentrum ihres musikalischen Ausdrucks.

KULTURTIPP

Kulturtipp: « Ascenseur pour l’échafaud »

Florence (Jeanne Moreau) et son amant Julien (Maurice Ronet) décident d’assassiner le mari de Florence. Le crime est presque parfait, mais une panne d’ascenseur vient déjouer leur plan. Ascenseur pour l’échafaud, sorti en 1958, est le premier long métrage de Louis Malle. S’il préfigure la Nouvelle Vague, ce polar est avant tout connu pour sa...