Keine Sparpolitik auf Kosten der Eisenbahnsicherheit

von | 18.02.2010

Seit dem Eisenbahnunglück von Pécrot (B) vor neun Jahren haben die belgischen Eisenbahnergewerkschaften auf Mängel und gar das Fehlen von Sicherheitsanlagen hingewiesen. Dabei wurde ebenfalls zunehmender Stress und Arbeitsaufwand, das nicht Gewähren von Ruhe- oder Urlaubstagen wegen Personalmangel, kritisiert, da sich diese negativ auf die Eisenbahnsicherheit auswirken. Darauf weist in einer Presserklärung der FNCTTFEL-Landesverband hin und erklärt sich solidarisch mit den gewerkschaftlichen Aktionen, mit denen ihre belgischen Kollegen auf die bestehenden Missstände hinweisen. In Luxemburg sei seit zwei schweren Zugunfällen in den neunziger Jahren, in Howald und Luxemburg-Hollerich, ebenso wie nach dem Unglück von 2006 in Zoufftgen, viel in die Sicherheit des Eisenbahnwesens investiert worden. Das CFL-Netz werde derzeit mit dem modernsten verfügbaren Sicherheitssystem ETCS ausgerüstet – nicht zuletzt wegen des massiven Drucks seitens der Eisenbahnergewerkschaften. Gerade jetzt, wo von Sparprogrammen die Rede sei, weist der Landesverband darauf hin, dass nicht auf Kosten der Sicherheit gespart werden darf. Vielmehr müssten die Sicherheitsanlagen im Eisenbahnbetrieb stetig ausgebaut und der Entwicklung der technischen Standards angepasst werden. Auch hierzulande ließen die Arbeitsbedingungen der Eisenbahner weiterhin zu wünschen übrig. Der FNCTTFEL-Landesverband verlangt deshalb, verschiedene Personalbestände aufzufüllen, damit Rückstande bei Ruhe- und Urlaubstagen abgebaut werden können. Auch bei der Schulung, der Aus- und Weiterbildung des Bahnpersonals dürfe nicht gespart werden. Wenn all diese Elemente verwirklicht seien, könnte die Sicherheit im Eisenbahnwesen auf den höchst möglichen Stand gebracht und Katastrophen wie in Hal vermieden werden.

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