Auf eine sehr detaillierte parlamentarische Anfrage in sieben Punkten des ADR-Abgeordneten Gast Gibéryen zum Kauf eines Militärtransporters hat Jean-Marie Halsdorf vor einigen Tagen eine recht ausführliche Antwort geliefert. Ja, das Flugzeug werde teurer als geplant, und für Luxemburg entstünden Mehrkosten in Höhe von zehn Prozent, so der Armeeminister. Die Rekrutierung von Luxemburger Piloten, nach der sich Gibéryen erkundigt hatte, sei im Gange. Die Armee weise unter anderem im Rahmen ihrer „normalen“ Kampagnen in den Schulen auf die Möglichkeit hin, Pilot zu werden. Bezüglich der Kosten für Ausbildung und Unterhalt nennt Halsdorf keine Zahlen, weist aber darauf hin, dass der luxemburgische A400M einer belgischen Einheit zugeordnet werde, wodurch sich Kosten sparen ließen. Dass sich ein Armeeminister angesichts der Sparpläne der Regierung davor drückt, die Kosten für die umstrittene Anschaffung zu beziffern, ist verständlich aber eigentlich inakzeptabel. Hinzu kommt, dass Halsdorf zwei weitere Fragen von Gibéryen völlig unbeantwortet lässt: Ob das Flugzeug dem krisenbedingten „Finanzierungsvorbehalt“ für Investitionen unterliegt, und ob Luxemburg aus dem Airbus-Vertrag aussteigen kann.
Neue Gentechnik-Regeln in der EU
Am vergangenen Mittwoch stimmte das EU-Parlament für eine Schwächung der Regeln zur Gentechnik. Sogenannte „neue genomische Techniken“ (NGT) – allen voran die „Genschere“ Crispr-Cas – fallen demnach nicht mehr unter die strengen Kennzeichnungspflichten, die für „traditionelle“ Gentechnik bestehen. Das Argument, das Industrie, Kommission und am...

