Ohne Quote geht’s nicht!

von | 19.10.2015

„Gut, dass sie endlich kommt!“ bejubelt der CID-Femmes das Vorhaben der Gleichstellungsministerin, die Frauenquote umfassend durchzusetzen. Nun habe auch der Regierungsrat dem Vorschlag Mutschs zur Quotierung der Wahllisten (National- und Europawahlen) zugestimmt. Angeblich gegen den Widerstand der DP, der eine solche Reglementierung zuwider sei. „Die Quote bahnt sich ihren Weg – und das ist gut so.“ Es habe sich gezeigt, dass es ohne das von Hassliebe geprägte Instrument Quote nicht vorangeht mit der demokratischen Beteiligung von Frauen an der Entscheidungsfindung. Kritik äußert der CID an der Unterschiedlichkeit der Regelungen für die Europa- und die Nationalwahlen wie auch daran, dass es auf kommunaler Ebene keine Quotierung gibt. In das gleiche Horn blasen CET, CCDH und Info-Handicap in ihrem Communique (siehe Citizen). Denn auch bei der Inklusion von Menschen mit Behinderung auf dem regulären 1. Arbeitsmarkt kommen die Betriebe der gesetzlichen Quotierungsregelung nicht nach. Den Menschen mit Behinderung, die einen Beruf außerhalb von Werkstätten ausüben möchten, sollte der Weg in den gewöhnlichen Arbeitsmarkt offenstehen. Notorischen Quoten-Nörglern empfiehlt der CID frech: „Wem die Quote nicht passt, der soll einfach aktiv daran mitwirken, dass das Übergangsinstrument schnell wieder abgeschafft werden kann.“

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