Menschenrechte: Was tut die Regierung?

Die CCDH hat ein Verfahren entwickelt, um Handlungsbedarf sowie Fortschritte in puncto Menschenrechten besser dokumentieren zu können. Davon sollen nicht nur Ministerien, NGOs und Presse profitieren, sondern auch die breite Öffentlichkeit.

© ccdh.lu

Welche Fragen bezüglich Menschenrechte gedenkt die Regierung laut ihrem Koalitionsprogramm in Angriff zu nehmen? Wie kann ein Überblick über vorgenommene Schritte gewährleistet werden?

Diese Fragen hat sich die konsultative Menschenrechtskommission (CCDH) gestellt – und in Reaktion darauf ein 68-seitiges Dokument ausgearbeitet. Dieses wurde am heutigen Montag der Presse vorgestellt. Darin sind zwölf Kapitel von „Menschen mit einer Behinderung“ über „Neue Medien und Datenschutz“ bis hin zu „Gesundheit und Bioethik“ aufgelistet. mehr lesen / lire plus

Forderungen der SNE-CGFP: Schulinklusion? Nicht um jeden Preis

Das „Syndicat national des enseignants“ (SNE-CGFP) spricht sich grundsätzlich für die schulische Inklusion aus. Die Gewerkschaft stellt für ihr Gelingen jedoch konkrete Forderungen: Mehr Personal und eine Überarbeitung der Elternbefugnis.

„Wir fordern das Bildungsministerium dazu auf zuzuhören, die aktuelle Situation nicht zu unterschätzen“, appellierte der Gewerkschaftspräsident Patrick Remakel (Zweiter v.r.) auf der Pressekonferenz der SNE-CGFP, „und die von uns vorgestellten Maßnahmen und Empfehlungen umzusetzen – im Sinne aller Kinder.“

„Inclusioun … awer op kee Fall mam Briecheisen“ lautete der Titel der Pressekonferenz der SNE-CGFP zur Schulinklusion. Der Gewerkschaftspräsident Patrick Remakel betonte, man sei nicht per se gegen Inklusion, nur dürfe diese den Lernprozess der Schüler*innen ohne sonderpädagogischen Förderbedarf nicht behindern. mehr lesen / lire plus

Tagebuch EU-Wahlen: Internetseiten der Parteien

Eine Woche vor den Wahlen ist auf den Internetseiten der luxemburgischen Parteien alles auf Wahlkampf geschaltet, könnte man denken. Die Suche nach den jeweiligen Programmen und Kandidat*innen-Infos stellt sich bis auf wenige Ausnahmen jedoch als Frustrationsquelle heraus.

© Debora Cartagena / pixnio.com

Déi Lénk

Wer das Wahlprogramm von Déi Lénk lesen will, braucht Ausdauer und Geduld. Eine Online-Stichwortsuche nach „Déi Lénk“ und „Wahlprogramm“ ist schon mal nicht zielführend. Als Suchresultate erscheinen das Programm der Nationalwahlen 2018, das EU-Wahlprogramm von Déi Gréng, Artikel diverser Tageszeitungen und die Homepage der linken Partei. Am vielversprechendsten wirkt da noch das letzte Resultat. In der oberen Menüleiste der Homepage ist jedoch nur schwer erkennbar, welcher Button zum gewünschten Inhalt führt. mehr lesen / lire plus

Podcast: Am Bistro mat der woxx #042 – Wat ass Sexualassistenz a wisou ginn et sou vill ënnerschiddlech Meenungen dozou?

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem Artikel.

Dës Kéier ass eist Thema direkt en duebelt Tabu: Et geet nämlech ëm Sexualitéit a Behënnerung. Fir Leit, déi wéinst enger Behënnerung net kënnen hir Sexualitéit ausliewen, gëtt et déi sougenannt Sexualassistenz. D‘Tessie Jakobs an de Joël Adami schwätzen doriwwer, wat dat ass, wat fir verschidden Zorten et gëtt a wien déi Persoune sinn, déi dat ubidden. Wat ass zum Beispill den Ënnerscheed tëscht passiver an aktiver Sexualassistenz?

Zu Lëtzebuerg gëtt et nach keng Reegelung fir d‘Sexualassistenz. An d‘Fro, wéi se soll gereegelt sinn, wéi eng Zorte sollten erlaabt sinn, ass ëmstridden. mehr lesen / lire plus

Sexualassistenz: Wo liegt die Grenze zur Prostitution?

Viele Menschen mit Behinderung können ihre Sexualität nicht ihren Bedürfnissen entsprechend ausleben. Ob die aktive Sexualassistenz einen Lösungsansatz dafür bietet, daran scheiden sich die Geister.

Wer „Sexualassistenz“ hört, denkt sofort an penetrativen Sex. Dabei geht es oft um bloßen Körperkontakt.(Pixabay)

Wenn es darum geht, die größten Missstände bezüglich Sexualassistenz zu benennen, braucht Joël Delvaux nicht lange zu überlegen: „Vorurteile und Tabus. Menschen mit Behinderung werden sehr oft wie kleine Kinder wahrgenommen. Vor allem dann, wenn die Beeinträchtigung psychisch ist. Dabei hat man auch dann sexuelle Bedürfnisse, erlebt sie nur vielleicht anders.“ Seit Info-Handicap Arbeitsgruppen rund um den Themenkomplex Behinderung und Sexualität initiiert hat, habe aber ein wichtiger Schritt in Richtung Enttabuisierung stattgefunden, so das Vorstandsmitglied von Nëmme mat eis! mehr lesen / lire plus

Autismus: Heilung in Sicht?

Eine Therapie aus Amerika, verspricht „den Autismus zu überwinden“. Ernstzunehmende Aussicht oder irreführende Marketingstrategie? Wir haben luxemburgische Organisationen für Menschen mit Behinderung nach ihrer Meinung gefragt.

Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung nehmen ihre Umwelt anders wahr als neurotypische Personen. (© Nick Youngson)

Ein heller Raum mit buntem Teppich auf dem Boden und Kinderbasteleien an den Wänden. Etwa zehn Erwachsene sitzen auf grauen Klappstühlen in einem Kreis, Eltern, deren Kinder sich auf dem Autismus-Spektrum befinden. Einer davon ist Doug. Er nimmt heute zum ersten Mal an der Selbsthilfegruppe teil. „In letzter Zeit sind wir gut miteinander zurechtgekommen. Sam geht jetzt zu einer Therapeutin und ich hatte das Gefühl, dass er auf dem Weg der Besserung sei …“ Weiter kommt Doug nicht, bevor die Gruppen-Moderatorin einhakt: „Tut mir leid, dass ich Sie unterbrechen muss, aber es gibt keine Besserung bei Autismus. mehr lesen / lire plus

Podcast: Am Bistro mat der woxx #036 – Läichen am Keller vum MNHA an: Ass Autismus heelbar?

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem oder zwee Artikelen.

Dës Woch geet et am Podcast vun der woxx engersäits iwwert d’Perquisitioun am MNHA an anersäits ëm d’Fro, wat fir Therapieforme fir Autismus ubruecht sinn.

Mam Luc Caregari schwätzt de Joël Adami doriwwer, wéi d’woxx op d’Spuer vun de „Läichen“ am Keller vum MNHA komm ass, wat fir Steng bei der Recherche am Wee louchen a wat déi Affär mat dem belsche Parquet ze dinn huet.

Eis zweet Thema ass d’Fro, ob een Autismus heele kann. Dat behaapten nämlech ëmmer erëm Leit, déi mat dem Versprieche Reklamm fir deier Therapië maachen. mehr lesen / lire plus

Schon gestreamt? Atypical

Seit dem Erscheinen der Netflix-Serie „Atypical“ im August 2017 scheiden sich an ihr die Geister. Die einen loben ihre einfühlsame Darstellung einer Person mit Autismus, die anderen finden gerade ebenjene Figur misslungen. Ob einem „Atypical“ gefällt oder nicht, hängt letztlich davon ab, wonach man Ausschau hält.

Wenn Sam sich überfordert fühlt, weiß ihre Schwester Casey genau wie sie ihm helfen kann.

Die Präsenz einer Figur mit Behinderung in einer Mainstream-Serie ist an und für sich ungewöhnlich. Dass es sich dabei, wie im Fall der Netflix-Serie „Atypical“, sogar um den Protagonisten der Serie handelt und dieser auf eine Weise dargestellt wird, die dem Publikum Autismus näher bringt, ohne ihn aber darauf zu reduzieren, ist schlichtweg beeindruckend. mehr lesen / lire plus

Schulische Inklusion: „Nicht zufriedenstellende Situation“

Die Lehrer*innengewerkschaft SNE/CGFP zeigt sich unzufrieden mit der Inklusion von Schüler*innen mit spezifischen Bedürfnissen. Durch die Reformen habe sich zwar manches verbessert, einiges aber auch verschlechtert.

© sne.lu

„Es besteht viel Klärungsbedarf“, so fasste Vanessa Schetgen die vorläufige Bilanz des SNE/CGFP zu dem 2017 in Kraft getretenen Inklusions-Gesetz zusammen. Die Kritik des Syndikats betrifft in erster Linie die Equipes de soutien d’élèves à besoins éducatifs spécialisés et différenciés (Eseb), die nun anstelle der multiprofessionellen Teams (EMP) zum Einsatz kommen. Eseb stehen Lehrkräften beratend zur Seite, können in Notsituationen aber auch selbst eingreifen.

Wie Patrick Remakel am Montag der Presse gegenüber erklärte, funktionierten die früheren EMPs nicht optimal. mehr lesen / lire plus

Behinderung: Frauen stärker benachteiligt

Damit europäische Richtlinien wirksam sind, müssen sie mit Rücksicht auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen ausgearbeitet und implementiert worden sein. Dabei reicht es nicht beispielsweise nur den Faktor „Behinderung“ zu untersuchen, den Aspekt der Geschlechterdiskriminierung aber außen vor zu lassen. Der Gender Equality Index gibt Aufschluss über sich überschneidende Benachteiligungsfaktoren.

© Eige

Zum heutigen internationalen Tag der Menschen mit Behinderung nimmt das European Institute for Gender Equality (Eige) in den Blick, inwiefern Menschen mit Behinderung durch weitere Benachteiligungsfaktoren zusätzlich marginalisiert werden – und zwar am Beispiel von Frauen mit einer Behinderung. Um genau zu sein, wird auf den vom Eige im Jahr 2017 publizierten Gender Equality Index verwiesen. mehr lesen / lire plus

Diskriminierung
: Schreckgespenst Behinderung

In Kampagnen für Verkehrssicherheit werden Menschen mit Behinderung gerne als Abschreckungsmittel benutzt. Zu mehr Akzeptanz und Chancengleichheit trägt dies sicher nicht bei.

Ein Bild der Sécurité-routière-Kampagne droht mit generellem „Out-sein“. (©sécurité-routiere.lu)

Zwei Frauen spazieren lachend durch die Stadt, eine der beiden wäscht sich in der Dusche die Haare, wir sehen sie auf ihrem Arbeitsplatz, sie läuft Treppen hoch, steigt vorm Flughafen aus dem Taxi, man sieht sie beim Kochen in der Küche und anschließend beim Fallschirmspringen. Dann sitzt sie im Auto hinterm Steuer, sie wird von einem Scheinwerfer angestrahlt, schreit und tritt auf die Bremse – aber zu spät: wir hören quietschende Reifen und schepperndes Blech. mehr lesen / lire plus

Podcast: Am Bistro mat der woxx #017

Wéi all Woch bitt d’woxx iech och haut een Abléck an déi aktuell Nummer. Nieft engem Iwwerbléck iwwert déi wichtegst Theme vum Heft, dem Edito iwwert Fro, ob ee mat Green Finance d’Klima ka retten oder léiwer eng méi systemesch Perspektiv sollt anhuelen, dem Mount vun den Aweiungen, wärend dem d’Regierungsmembre bal all Dag eppes ageweit oder presentéiert hunn, ass d’Thema vun der Woch d’Inclusioun an der Schoul.

D’Tessie Jakobs an de Joël Adami schwätzen doriwwer, wisou d’Thema vu Kanner mat spezielle Besoinen an der Schoul wichteg ass, wat d’Kritikpunkten un de néie Kompetenzzentre sinn a wat fir Réckschlëss dëse System dorobber zouléisst, wéi allgemeng mat behënnerte Leit zu Lëtzebuerg ëmgaange gëtt. mehr lesen / lire plus

Schulische Inklusion
: Schlechtes Zeugnis für neues Gesetz


Organisationen für Menschen mit Behinderung ziehen Bilanz über das Gesetz zu den Kompetenzzentren. Das Urteil fällt überwiegend negativ aus.

Statt inklusiver Regelschule existiert in Luxemburg zurzeit ein Sonderschulsystem. 
Die Logopédie in Strassen ist ein Teil davon. (Foto: Centre de Logopédie)

„Unsere Regierung hat sich dazu bereit erklärt, sich an die UN-Behindertenrechtskonvention zu halten und diese in nationales Recht umzusetzen. Die bisherigen Bemühungen reichen längst nicht aus. Es reicht nicht, kleine Brötchen zu backen, wir fordern systemische Lösungen.“ Zu Schuljahresbeginn 2018 ist das Gesetz zur schulischen Inklusion in Kraft getreten. Am Donnerstag stellte Info-Handicap zusammen mit einigen seiner Mitgliederorganisationen seine Einschätzung davon vor. mehr lesen / lire plus

Gebärdensprache: Zahl der Nutzer*innen unbekannt

Es liegen keine Zahlen darüber vor, wie viele Menschen in Luxemburg die Gebärdensprache nutzen – das bestätigten Corinne Cahen, Lydia Mutsch und Dan Kersch in einer Antwort auf eine parlamentarische Frage. Darin hatte sich die CSV-Abgeordnete Claudine Konsbruck auf Diskussionen bezogen, die im Bezug auf das mittlerweile verabschiedete Gesetz zur Anerkennung der deutschen Gebärdensprache aufgekommen waren. So war in einigen Gutachten die mangelnde Datenlage kritisiert worden. Konsbrucks Frage bezog sich jedoch nicht nur auf Nutzer*innen der Gebärdensprache, sondern auch auf die Zahl gehörloser oder hörgeschädigter Menschen, die in den letzten zehn Jahren geboren wurden. Die Antwort: 77 Kinder, wovon zurzeit 63 einen Hörapparat tragen. mehr lesen / lire plus

Sexualerziehung
: Wie sag ich’s meinem Kind?


Sexualität, Pubertät, Gender, sexuelle Orientierung – Themen, die zum Feld der sexuellen und affektiven Erziehung gehören, gibt es zahlreiche. Eine angemessene Heranführung ist besonders in jungen Jahren wichtig. Was wird in Luxemburg in diesem Bereich geleistet? Was klappt, wo besteht Nachholbedarf? Im Rahmen einer Interview-Serie haben wir Vertreter*innen einiger zuständiger Strukturen dazu befragt. Das erste Gespräch fand mit Isabel Scott vom Centre national de référence pour la promotion de la santé affective et sexuelle, kurz Cesas, statt.

Isabel Scott arbeitet seit April 2017 beim Cesas. (© privat)

woxx: Wie sollte Sexualaufklärung im weitesten Sinne im Idealfall ablaufen?


Isabel Scott: Die Weltgesundheitsorganisation hat 2011 das Dokument „Standards für Sexualaufklärung in Europa“ publiziert. mehr lesen / lire plus

Inklusion: Leben ohne Barrieren

Sich einschränken lassen oder gefährlich über die eigenen Grenzen gehen: Menschen mit Behinderung leiden in Luxemburg oft noch immer darunter, dass kaum Rücksicht auf ihre Situation genommen wird. Das gilt insbesondere in der Arbeitswelt. Eine Bestandsaufnahme mit Info-Handicap-Direktor Olivier Grüneisen und Vera Bintener vom juristischen Informationsdienst der asbl.

Vera Bintener (Fotos: Privat)

woxx: Aus welchen Gründen wenden sich Personen hauptsächlich an Sie?


Vera Bintener: Im Zusammenhang von Arbeit und Behinderung gibt es viele Unsicherheiten. Bei den meisten Institutionen, wie der Adem zum Beispiel, bekommt man nur Teilinformationen und wir helfen den Leuten, sich zurechtzufinden. „Ist diese oder jene Dienstleistung für mich interessant?“, „Macht es für mich Sinn, das Statut des „salarié handicapé“ zu beantragen?“ In solchen Fragen können wir Aufklärung bieten und helfen, wenn nötig, die Vorgänge zu beschleunigen. mehr lesen / lire plus

„Eine Stadt für alle“

Bereits zum siebten Mal finden vom 2. Mai bis 6. Juni die Sensibilisierungswochen für Menschen mit spezifischen Bedürfnissen statt.

„Menschen mit spezifischen Bedürfnissen besser kennenlernen“ – das ist das Motto einer Sensibilisierungskampagne der Stadt Luxemburg und zahlreichen Partnern. Vom 2. bis zum 6. Mai erwarten Interessierte unter anderem Konferenzen, Filmvorführungen und Ausstellungen. Teil des Angebots sind zudem Museums- und Stadtführungen für Seh- und Hörgeschädigte sowie Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung. Ziel der Aktion ist, laut Broschüre, unter anderem, Kontaktängste zwischen Menschen mit spezifischen Bedürfnissen und der Öffentlichkeit abzubauen. Das ganze Programm und weitere Informationen können Sie hier nachlesen. mehr lesen / lire plus

Betreuung verhaltensauffälliger Kinder

Verhaltensauffälligen Schüler*innen sollen künftig mehr Hilfsstrukturen zur Verfügung stehen. „Manche Schüler tun der Schule nicht gut, und diese wiederum den Schülern nicht“, so Bildungsminister Claude Meisch am Mittwoch auf einer Pressekonferenz. Gemeint sind damit Schüler*innen, die aufgrund schwierigen Verhaltens den regulären Unterricht systematisch stören und denen mit üblichen Maßnahmen nicht geholfen werden kann. Zum Schulanfang 2018 sollen deshalb in sogenannten Centres de prise en charge socio-éducative intense 40 bis 50 zusätzliche Therapieplätze geschaffen werden. Hier sollen betroffene Schüler*innen je nach Bedarf ambulatorische oder ganztägige Hilfe durch spezialisiertes Personal erhalten. Ziel ist in jedem Fall, das Kind nach einer Stabilisierung wieder so schnell wie möglich in die Regelschule zu integrieren. mehr lesen / lire plus

Inklusion auf dem Arbeitsmarkt

Ein neues Gesetz soll demnächst die Begleitung des Inklusionsprozesses auf dem Arbeitsmarkt verbessern.

© gouvernement.lu

21 Prozent der bei der Adem eingeschriebenen Arbeitssuchenden haben entweder eine Behinderung oder sind in einer Reklassierungsprozedur. Ein neues Gesetz soll es diesen Menschen erleichtern, sich langfristig in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. „Viele Arbeitgeber zögern, Menschen mit einer Behinderung einzustellen, weil sie nicht wissen, was auf sie zukommt“, so Familienministerin Corinne Cahen bei der Vorstellung des Entwurfs. „Oft wissen auch Arbeitskollegen nicht, wie sie mit der behinderten Person umgehen sollen und worin genau ihre Beeinträchtigungen liegen.“ Das vorliegende Gesetz, das so schnell wie möglich in den Parlamentsausschuss kommen soll, soll deshalb nicht nur Betroffenen helfen, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, sondern auch etwaigen Vorbehalten und Vorurteilen Seitens des Arbeitsumfeldes entgegenwirken. mehr lesen / lire plus

Mehr Inklusion gefordert

Nicht ausreichend auf Inklusion ausgerichtet, in segregierender Sprache verfasst – das Gutachten des „Conseil supérieur des personnes handicapées (CSPH)“ zum Gesetzesentwurf, der die Anliegen der „Élèves à besoins éducatifs particuliers“ regelt, fällt recht negativ aus.

(©Pixabay)

Die Kritik an den geplanten Änderungen in punkto schulischer Inklusion hält sich hartnäckig. Nachdem der CSPH bereits die geplante Änderung bezüglich der Sonderpädagogik im neuen Schulgesetz kritisiert hatte, hat die Organisation nun ein negatives Gutachten zum Gesetz zu den „Élèves à besoins particuliers“ vorgelegt.

Momentan bestehe die Erwartungshaltung, dass Menschen mit besonderem Förderbedarf sich den jeweiligen Strukturen anpassen müssen. Dabei sei das Gegenteil notwendig: „Es müssen Bedingungen geschaffen werden, damit jede*r ein ‘normales’ Leben ohne Einschränkungen führen kann“, heißt es im Avis. mehr lesen / lire plus