Serien-Empfehlung: Deaf U

Mit „Deaf U“ findet eine weitere Serie Eingang auf Netflix mit dem Ziel, die Lebensrealität von Menschen mit Behinderung im Mainstream zu etablieren. Das Politische zieht dabei gegenüber Soap-Elementen den Kürzeren.

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„Deaf U“ handelt von einer Gruppe junger Menschen, die an der Gallaudet University in Washington D.C. studieren. Es handelt sich dabei um eine Universität, die sich ausschließlich an gehörlose und schwerhörige Student*innen richtet. Besonders in den ersten Folgen zeigt die Serie den Alltag von sieben hörbehinderten Menschen: Kneipenbesuche, Spaziergänge auf dem Campus, Hobbies. Manche sind Sportler*innen, andere Youtuber*innen oder angehende Poetry-Slammer*innen.

Auch um die Gebärdensprache und ihre spezifischen Eigenheiten geht es immer wieder. mehr lesen / lire plus

Ein Oscar für mehr Diversität

Der Oscar für „Bester Film“ geht ab 2024 nur noch an Produktionen, die sowohl auf der Leinwand als auch hinter den Kulissen für Inklusion und Diversität stehen.

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Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences kündigte gestern neue Zulassungskriterien für die Kategorie „Bester Film“ bei den Oscars an: Ab 2024 müssen die eingereichten Produktionen mindestens zwei von vier „Standards” zur Darstellung von Frauen, unterrepräsentierter Ethnien und sexueller Minderheiten erfüllen. Was erste, kritische Stimmen als Maulkorb für die Filmindustrie und Gefährdung der Filmqualität verteufeln, ist eine Chance für mehr Diversität auf der Leinwand. mehr lesen / lire plus

Serien-Empfehlung: Lady Dynamite

Humorvoll, abgedreht und meta – so könnte man die Netflix-Serie „Lady Dynamite“ zusammenfassen, die von einer Komikerin mit einer bipolaren affektiven Störung handelt.

„Lady Dynamite“ mag auf den ersten Blick aussehen wie eine gewöhnliche Komödie, ist davon aber weit entfernt. (© Netflix)

„Maria Bamford destigmatizes mental illness“ – dieser Satz beschreibt nicht nur einen wesentlichen Aspekt der Netflix-Serie „Lady Dynamite“, er wird sogar in der Serie selbst gesagt. In dieser thematisiert Komikerin, Schauspielerin und Autorin Maria Bamford offen ihre Erfahrungen mit einer bipolaren affektiven Störung: Wie sie ihren Alltag, ihre Entscheidungen, ihr Arbeitsleben und ihre zwischenmenschlichen Beziehungen beeinflusst. Bamford spielt dabei eine fiktionalisierte Version von sich selbst, die ebenfalls Maria Bamford heißt. mehr lesen / lire plus

#AbleismTellsMe: Per Hashtag Behindertenfeindlichkeit entlarven

Unter dem Hashtag #AbleismTellsMe berichten auf Twitter zurzeit zahlreiche Menschen über die Infantilisierung, Herablassung und Diskriminierung, die sie aufgrund ihrer Behinderung erfahren.

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#AbleismTellsMe, dass sich weitere Forderungen nach Teilhabe und Barrierefreiheit nicht gehörten, weil es den Behinderten heute doch schon sehr viel besser ginge als früher.“ – So schrieb gestern die unter dem Namen Jule Stinkesocke bekannte Bloggerin Julia Gothe auf Twitter. Schon seit 2009 berichtet Gothe im Netz über ihre Erfahrungen als querschnittsgelähmte Frau. Seit vor wenigen Tagen der*die US-amerikanische*n Student*in und Aktivist*in Kayle Hill den Hashtag #AbleismTellsMe schuf, haben persönliche Erfahrungsberichte wie ihre auf Twitter deutlich zugenommen. mehr lesen / lire plus

Kultur-Podcast: Um Canapé mat der woxx #07 – Love on the Spectrum

Zréck op d’Couch: D’Tessie Jakobs an d’Isabel Spigarelli hunn déi nei Netflix-Serie „Love on the Spectrum“ gekuckt – eng Dating-Serie iwwert queer an heterosexuell Mënschen um Autismus-Spektrum. Wisou ze vill Räpse voyeuristesch ass a Bezuchspersounen heiansdo alles richteg machen.

Bildquelle: Netflix

Mënsche kenneléieren, sech verléiwen, Bezéiungen opbauen: Dat ass net ëmmer einfach – virun allem net, wann een um Autismus-Spektrum ass. Déi nei Netflix-Serie „Love on the Spectrum“ begleet eng Réi

jonk queer a heterosexuell Betraffener bei hirer Sich no enger Bezéiungs-Persoun. D’Tessie Jakobs huet d’Serie an enger Rezensioun analyséiert (woxx 1592) – lo diskutéiert et mam Isabel Spigarelli iwwert d’Gradwanderung tëscht Siichtbarkeet a Voyeurismus; wéi representativ d’Kandidat*innen an der Serie sinn an zu gudder Lescht wat hir Bezuchspersoune richteg machen. mehr lesen / lire plus

Serien-Empfehlungen: „Love on the Spectrum“ und „Love“

Die beiden Serien, die wir diese Woche vorstellen, rücken ungewöhnliche Liebesgeschichten ins Zentrum.

Love on the Spectrum (2020)

Chloes Blinddate verläuft anders als erhofft. (Fotos: Netflix)

Menschen mit Autismus können sich nicht verlieben, sind asexuell und nicht an romantischen Beziehungen interessiert – so lautet ein weit verbreitetes Vorurteil. Eine australische Netflix-Produktion versucht mit einem Mainstream-Format dagegen anzukämpfen: Mit einer Datingserie, die queere und heterosexuelle Menschen auf dem Spektrum fokussiert. Manche sind auf der Suche nach einer Beziehungsperson, andere haben sie schon gefunden. „Love on the Spectrum“ thematisiert wie Verhaltensauffälligkeiten und Schwierigkeiten in Bezug auf soziale Konventionen und non-verbale Sprache das Liebesleben dieser Menschen beeinflussen. mehr lesen / lire plus

Inklusion: „Beunruhigende Praktiken“

Erniedrigender Umgang, Freiheitseinschränkung, Eingriff in die Privatsphäre, Zwangsmedikation – in luxemburgischen Strukturen für Menschen mit Behinderung keine Seltenheit. Mittels eines gemeinsamen offenen Briefs wollen die konsultative Menschenrechtskommission (CCDH), das Centre pour l’égalité de traitement (CET) und der Ombudsman verstärkt für diesen Missstand sensibilisieren. Die „beunruhigenden Praktiken“, von denen darin die Rede ist, seien weder konform mit der UN-Behindertenrechtskonvention noch mit den Menschenrechten. Auf schlechte Intentionen seien sie nicht zurückzuführen; vielmehr sei mangelndes und unzureichend geschultes Personal der Grund, so Juristin Fabienne Rossler (CCDH) am Donnerstag der Presse gegenüber. Um die Problematik, die sich mit der sanitären Krise zusätzlich verschärft hat, in den Griff zu bekommen, fordern CCDH, CET und Ombudsman eine externe Kontrollinstanz. mehr lesen / lire plus

Unstimmigkeiten im Blannenheem: Dicke Luft in Rollingen

Schlechte Besuchskonditionen, Sparmaßnahmen, keine Kommunikation und Räumungsdrohungen: Die Patiente Vertriedung wandte sich an die Presse, um auf Missstände im Blannenheem in Rollingen aufmerksam zu machen. Der Direktor der Einrichtung, Jean-Paul Grün, weist die Vorwürfe von sich.

Was läuft im Blannenheem in Rollingen schief? Copyright: CC By hikkkups NC-SA 2.0

Die Patiente Vertriedung äußerte sich am Mittwoch in einer Pressemitteilung zu Missständen im Blannenheem in Rollingen. Dreißig Familien suchten Rat bei der Organisation. Ein Großteil schweigt in der Öffentlichkeit – aus Angst, die Situation ihrer Liebsten verschlechtere sich dadurch weiter. Es ist die Rede von mangelnder Kommunikation zwischen der Leitung und den Familien sowie von Sparmaßnahmen. mehr lesen / lire plus

Öffnung der Schulen: Final Countdown

Für manche Schüler*innen gestaltet sich die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts schwieriger als für andere. Ob die Hygienekonzepte den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht werden, ist fraglich.

Wird zurzeit ausreichend auf die Sorgen und Ängste der Kinder geachtet? (Foto: George Hodan/publicdomainpictures.net)

Seit Bildungsminister Claude Meisch am 15. Mai Details zur Öffnung der Grundschulen und Kompetenzzentren bekanntgab, überschlagen sich die Wortmeldungen von Gewerkschaften und Verbänden. Der Ton wird zunehmend schärfer. Am Montag bezeichneten SEW/OGBL und Landesverband in einem gemeinsamen Schreiben die aktuelle Situation als eine Sackgasse, die Rentrée als „Farce“ und „absurdes Modell“. Sowohl Lehrkräfte als auch Gemeinden würden riskieren, „sich nur noch lächerlich zu machen“. mehr lesen / lire plus

Spezialurlaub nun auch für die Betreuung von Behinderten und Senior*innen

Selbstständige und Angestellte im Privatsektor dürfen ab sofort bezahlten Urlaub aus familiären Gründen beantragen, wenn sie behinderte Erwachsene oder Senior*innen im eigenen Haushalt betreuen. Eine wichtige Initiative der Regierung, die allerdings ein paar Schwächen aufweist.

Das Familienministerium greift Selbstständigen und Arbeitnehmer*innen aus dem Privatsektor unter die Arme, die während der sanitären Krise Erwachsene mit Behinderung oder Senior*innen im eigenen Haushalt betreuen müssen: Sie können ab sofort bezahlten Urlaub aus familiären Gründen beantragen. Die Maßnahme ist angesichts der Tatsache, dass Luxemburg sich in Woche Vier des Lockdowns befindet, längst überfällig und wichtig. Bisher mussten sich die Betroffenen zur Betreuung ihrer Familienmitglieder oder Mitbewohner*innen regulären Urlaub nehmen. mehr lesen / lire plus

Auf Netflix: Crip Camp – A Disability Revolution

Eine anregende Netflix-Doku widmet sich einer Gruppe von Freund*innen, die in den 1970er-Jahre zur treibenden Kraft der US-amerikanischen Behindertenrechtsbewegung wurden.

Camp Jened gab einen Vorgeschmack darauf, wie sich eine Welt ohne Behindertenfeindlichkeit anfühlen könnte. (Fotos: Netflix)

„If I have to be thankful for an accessible bathroom, when am I going to feel equal in this community?“ Über 40 Jahre ist es her, dass die an Kinderlähmung erkrankte Aktivistin Judith Heumann diesen Satz sprach. Seither ist in puncto Inklusion zwar viel passiert, barrierefreie Toiletten sind aber immer noch keine Selbstverständlichkeit. Eine kürzlich erschienene Netflix-Doku widmet sich einer Gruppe von Menschen, die in der US-amerikanischen Behindertenbewegung der 1970er-Jahre eine zentrale Rolle spielten. mehr lesen / lire plus

Diskriminierung: Große Ratlosigkeit

Seit 2006 berät und informiert das Centre pour l’égalité de traitement (CET) in Fällen von Diskriminierung. Laut Direktorin Nathalie Morgenthaler fehlt es der Organisation nach wie vor an Mitteln und Handlungsmacht.

„Anfangs haben wir viel auf Vermittlung gesetzt. Wir merkten allerdings schnell, dass das nichts bringt“: Nathalie Morgenthaler ist seit 2006 Direktorin des Centre pour l’égalité de traitement (CET). (Foto: CET)

woxx: Worin besteht der Auftrag des CET und sind Sie zurzeit in der Lage diesem nachzukommen? 


Nathalie Morgenthaler: Wir sind dafür zuständig, Menschen durch Beratung und Broschüren zu informieren. Die meisten Ressourcen verwenden wir darauf, Personen zu betreuen, die an uns herantreten. mehr lesen / lire plus

Inklusion: Vorwiegend positive Reaktionen auf neuen Aktionsplan

CCDH und CET zeigen sich grundsätzlich zufrieden mit dem neuen Aktionsplan für Menschen mit einer Behinderung. Punktuelle Kritikpunkte haben sie dennoch.

Foto: stevepb/pixabay.com

In einer gemeinsamen Pressemitteilung drückten die konsultative Menschenrechtskommission (CCDH) sowie das Centre pour l’égalité de traitement (CET) am Mittwoch ihre Zufriedenheit über den neuen Aktionsplan zur Umsetzung der Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung aus. Sie begrüßen den partizipativen Ansatz bei der Ausarbeitung des Plans, bedauern allerdings, dass dieser nicht bis zum Ende beibehalten wurde. Erfreut zeigen sie sich indes darüber, dass der Aktionsplan Bewertungen durch externe Sachverständige vorsieht.

Obwohl das Lob überwiegt, so äußern CCDH und CET auch Kritik. mehr lesen / lire plus

Aktionsplan 2019 – 2024: Ein Schritt in Richtung Inklusion

Mit dem neuen Aktionsplan für Menschen mit Behinderung hat sich die Regierung ehrgeizige Ziele gesetzt, die es in den nächsten fünf Jahren umzusetzen gilt.

Foto: stevepb/pixabay.com

Im Jahr 2012 trat in Luxemburg der erste Nationale Aktionsplan für Menschen mit einer Behinderung in Kraft. Gestern wurde nun der zweite vorgestellt, der bis 2024 reicht.

Der Aktionsplan enthält acht Schwerpunkte – drei weniger als der vorherige. Das hängt auch damit zusammen, dass seit 2012 die Umsetzung einiger Vorhaben bereits abgeschlossen oder in die Wege geleitet wurde. So verabschiedete das Parlament im Juli 2018 ein Gesetz zur Errichtung der Kompetenzzentren; im September desselben Jahres wurde die deutsche Gebärdensprache offiziell anerkannt; am kommenden 1. mehr lesen / lire plus

Abwesenheit und ihre Reichtümer gemeinsam erfahren

Die Ausstellung „By the edges of our absence“ thematisiert die Abwesenheit. Eine interdisziplinäre Performance läutet ihre zweite Phase ein. Im Mittelpunkt: leere Ausstellungsräume.

© Mike Zenari / Casino Luxembourg

Welches Potential steckt in der Abwesenheit? Was lässt sich aus ihr erschaffen? Dieser Frage geht die Performance zur Ausstellung „By the edges of our absence“ im Casino Luxembourg – Forum d’art contemporain nach. Dazu begegnen Judith Deschamps und Alasdair Asmussen Doyle, Künstler*innen der Ausstellung, zwei Menschen, die sich in ihrem Berufsalltag mit der Vermittlung von Inhalten und Eindrücken beschäftigen: Lynn Bidaine von der Hörgeschädigtenberatung und Alain Brever von der Blindenvereinigung „BBF – Berodung, Betreiung a Fräizäit“. mehr lesen / lire plus

Sexuelle und affektive Gesundheit: Sexy Jahresabschluss

Queeres Begehren, sexualisierte Gewalt, Geschlechtergerechtigkeit im Sport und Sexualität von Senior*innen und Menschen mit einer Behinderung – diese und viele weitere Themen werden im Rahmen der ersten luxemburgischen Semaine de la santé affective et sexuelle in den Fokus gerückt.

© Cesas

Durch eine Internet- und Facebookseite, mehrere in die Wege geleitete Veranstaltungen und Weiterbildungen, einen Sexpodcast sowie eine Broschüre, die alle Akteur*innen zusammenfasst, die hierzulande im Bereich der affektiven und sexuellen Gesundheit tätig sind, liefert das im Mai 2018 eingeweihte Referenzzentrum für die Förderung der affektiven und sexuellen Gesundheit, kurz Cesas, mittlerweile eine wichtige Ergänzung zu hierzulande bereits seit längerem bestehenden Bemühungen im Bereich der Sexualerziehung (lesen Sie hierzu auch diesen Text). mehr lesen / lire plus

Menschen mit Behinderung vor und hinter der Kamera

Am 3. Dezember ist der internationale Tag für Menschen mit Behinderung. Zu diesem Anlass organisieren Info-Handicap und Retour de Cannes ein Kurzfilmfestival im Kinepolis auf Kirchberg.

© Info-Handicap

Hörbeeinträchtigung, Autismus, Behinderung und Arbeit, Alzheimer – das sind nur einige der Themen, die nächsten Dienstag im Rahmen des Festivals „Handi’Courts qui en dit long…“ auf dem Programm stehen. „Im Vordergrund steht, wie Menschen mit Behinderung ihre Behinderung leben – im Alltag und in der Verwirklichung ihrer Träume“, beschreibt Info-Handicap den thematischen roten Faden des Festivals. Nach drei Vorstellungen für Kinder am Nachmittag, beginnen um 18:30 Uhr die „Erwachsenenvorstellungen“.

Auf die Vorführungen der Kurzfilme, die größtenteils von Menschen mit einer Behinderung gedreht wurden, folgen Diskussionsrunden mit Betroffenen, Regisseur*innen und Vertreter*innen von Organisationen zu den jeweiligen Themen. mehr lesen / lire plus

Inklusion: Was ändert sich am Adapto-Dienst?

Auch Menschen, die aufgrund einer Behinderung nicht auf den regulären öffentlichen Transport zurückgreifen können, sollen ab nächstem Jahr kostenfrei befördert werden können. Auf potenzielle Nutzer*innen des Adapto-Dienstes kommen aber noch weitere Änderungen zu.

© Adapto.lu

Anfang dieser Woche fand eine Unterredung zwischen dem Generalsekretär des „Travailleurs Handicapés“-Departements (DTH) vom OGBL, Joël Delvaux, und Mobilitätsminister François Bausch statt. Es ging um künftige Änderungen von Adapto, einem Beförderungsdienst für Menschen mit Behinderung.

Ein Diskussionspunkt hat sich zur Freude des OGBL erledigt. Nämlich die Frage nach der Kostenfreiheit von Adapto. Als der DTH im Juli die Unterredung mit Minister Bausch angefragt hatte, sah die Lage noch gänzlich anders aus. mehr lesen / lire plus

Gehörlose in Luxemburg: „Mir sinn net den Dëlpes vum Déngscht“

Die Anerkennung der deutschen Gebärdensprache im vergangenen Jahr bedeutet für die luxemburgischen Gehörlosen einen essenziellen Schritt in Sachen Visibilität. Sie verschafft ihnen Rechte, für die sie jahrelang gekämpft haben. Indes bestehen Probleme fort, die noch längst keine Ruhe einkehren lassen.

Nicole Sibenaler ist gehörlos. (Fotos: Boshua Bohumil Kostohryz)

Der aktuelle Präsident des Dachverbands Solidarität mit Hörgeschädigten, Jacques Bruch, begrüßt die Anerkennung der deutschen Gebärdensprache. Er erinnert jedoch daran, dass diese Forderung schon mehr als ein Jahrzehnt im Raum stand und Luxemburg nicht als erstes Land über die Ziellinie schoss: „Es bildet eher das Schlusslicht. Luxemburg war eins der letzten europäischen Länder, welche die Gebärdensprache noch nicht anerkannt hatten. mehr lesen / lire plus

Adapto: Bausch kündigt Reform an

Am Rande einer Pressekonferenz zum kostenlosen öffentlichen Transport kündigte Mobilitätsminister François Bausch an, dass er im Herbst Neuerungen beim Transportdienst für Menschen mit besonderen Bedürfnissen präsentieren werde.

© Adapto.lu

Die Pressekonferenz am heutigen Montagmorgen behandelte eigentlich die künftigen Aufgaben der CFL-Mitarbeiter*innen nach dem 1. März 2020, die sich dann mehr um das Informieren und um die Versorgung der Zugreisenden kümmern sollen. Nach der erfolgreichen Petition zu Adapto, die innerhalb weniger Tage die Zahl der nötigen Unterschriften erreichte, um im Parlament behandelt zu werden, konnte er sich einer Frage dazu jedoch nicht erwehren.

„Ich habe das ja bereits im Parlament gesagt als es einen Antrag der Opposition dazu gab“, erklärte Bausch. mehr lesen / lire plus