Schnupper-Stage

Mitten im Sommerloch, der wohl schlimmsten Zeit für jeden, der Journalismus betreibt, wurde das woxx-Team durch Claire Faber, die erst im kommenden Schuljahr ihr Abitur in Angriff nehmen wird, verstärkt. Es heißt, die heutige Jugend sei nicht mehr zu Opfern bereit. Aber den sonnigen August mit der Mitarbeit an vier Wochenausgaben zuzubringen, um sich ein Bild von einem möglichen Berufsfeld zu machen, zeugt jedenfalls nicht von geringem Interesse. Sich dabei auch noch freiwillig dem Gejammere uninspirierter Kollegen auszusetzen, zeugt darüber hinaus von einigem Mut. Ob Claire, die schulisch bislang naturwissenschaftlich orientiert war, nun tatsächlich in die journalistische Domäne wechselt? Das will gut überlegt sein. mehr lesen / lire plus

Nationalfeiertagszirkus

Wir sagen Nee zum Nationalfeiertag! Weil wir auf nationale Töne keine Lust haben, weil wir keine Anhänger des Nationalstaats, aber schon gar nicht des Zelebrierens von nationalem Hokuspokus sind. Weil wir keine Militärparaden mögen, vielleicht auch, um nicht hinterher so geschmacklose Titel wie „Großer Aufmarsch“ texten zu müssen. Weil wir nicht wie andere Medien über Hutmoden, Dresscodes oder über pathetisch-peinliche Augenblicke schreiben wollen. Vielleicht aber auch, weil wir keine Floskeln mögen und keine Beschwörungsformeln, wie die, dass es in Luxemburg einen Zusammenhalt gibt. Nein, wir sind sogar so naiv und wollen daran glauben. Stolz wollen wir dann darauf aber doch nicht sein. mehr lesen / lire plus

Un nouveau site !

(Photo : Blaise Alleyne, CC-BY-2.0)

(Photo : Blaise Alleyne, CC-BY-2.0)

Voilà déjà longtemps qu’on y pensait, et puis l’incertitude qui a plané fin 2014 sur l’aide à la presse nous a contraints à reporter le projet. Pourtant il fallait bien le remplacer, ce site qui, lors de sa mise en place il y a plus de dix ans, avait été à la pointe du progrès. Alors on s’est mis au travail, on a pioché dans les logiciels libres et on a consacré l’intégralité de notre mince budget – quelques milliers d’euros seulement – à la migration de tous les articles de l’ancien site vers le nouveau. mehr lesen / lire plus

Verjüngungskur

In diesen Wochen erhält das woxx-Team vorübergehende Verstärkung. Nicolas Wildschutz (nw) und Maximilian Richard (mr) nutzen ihre Semesterferien, um sich in unserer Wochenzeitung journalistische Sporen zu verdienen. Ob man Geschichte in Wien oder Philosophie in Köln studiert – in diesen krisengeschüttelten Zeiten gilt es früh genug an einen Brotberuf zu denken. Bietet der Journalismus in dieser Hinsicht eine Perspektive? Das wollen die beiden jungen Luxemburger während ihres Praktikums herausfinden. Ein Blick in die CVs der beiden fördert beim eingesessenen Team allerdings vor allem eines zu Tage: Die Einsicht, nicht mehr so ganz jung zu sein – Geburtsjahrgänge nach 1990 waren sie bislang nicht unbedingt gewohnt. mehr lesen / lire plus

Ein verlorenes Jahr

Wie jedes Jahr eine Doppel-woxx zum Jahresende. Wir verabschieden uns bis zum 9. Januar mit einer eher besinnlichen Ausgabe, die auch ein bisschen die Stimmung in der Redaktion widerspiegelt. 2014 kündigte sich als spannendes Jahr an. Politisch sowieso, weil Blau-Rot-Grün antrat alles anders, nämlich besser, zu machen. Und auch die woxx hatte sich einiges vorgenommen. Es gab personelle Veränderungen, die sich bei einer Zeitung immer auch auf das Gesamtprodukt auswirken. Vor allem aber sollte 2014 eine stärkere Einbindung der gedruckten woxx ins Internet vorgenommen werden. Während jedoch der frühere Medienminister ein „haptisches Verhältnis“ zur Presse – mithin der gedruckten – hatte, ist Xavier Bettel ein erklärter Fan der online-Medien. mehr lesen / lire plus

BEST WISHES: Alte Sparpolitik oder neue Nischen?

Auch die woxx-Redaktion beteiligt sich am Ideen-Wettbewerb, um Luxemburg wieder möglichst fit zu machen für eine Lebenserwartung von 120 Jahren und einen RentnerInnen-Anteil von mindestens fünf Sechstel.

Back to the Roots

(avt) – Der ganze Wirbel um die Rulings ist – wir ahnen es – doch nur der Anfang vom Ende. Nachdem der Finanzplatz implodiert ist und Bettel und seine Mannschaft nach Brüssel betteln gehen, gibt es nur einen, der als Sieger in die Geschichte eingehen wird: Jean-Claude Juncker. Nach dem Kollaps des Bankensystems macht Gramegnas Laden dicht, und Umwelt- und Agrarministerien steigen zu den wichtigsten Institutionen des Landes auf, denn Luxemburg ist wieder – wie in den Anfängen – ein Agrarland. mehr lesen / lire plus

woxx – New Look

Nein, kein neues Layout erwartet unsere LeserInnen und auch die um 180 Grad gewendete Kulturagenda fällt nicht den neuesten Designvorgaben zum Opfer. Aber unser inzwischen vielen vertrauter Ausstellungs-Stand, der seit gut 10 Jahren regelmäßig auf der Oekofoire und bei anderen Events zu bestaunen war, wurde einem Facelifting unterzogen. Und wie es der allgemeine Trend verlangt, sollte alles einfacher, klarer und eben „cool“ werden. Ob uns das gelungen ist? Zumindest der mit den Banderolen für den Stand beauftragte Drucker wollte sich ausdrücklich vergewissern, bevor er zur Tat schritt: „Soll es wirklich so viel Weiß sein?“, fragte er verdutzt und machte sich, nach entsprechendem OK aus der Redaktion ans Werk. mehr lesen / lire plus

Un expert en TIC lettré

Les lectrices et lecteurs assidu-e-s de l’« impressum » l’auront remarqué : depuis la mi-juin, un nouveau membre vient d’intégrer l’équipe du woxx. Depuis le premier (!) départ en retraite d’une rédactrice du woxx fin mai, un poste était effectivement devenu vacant. Comme nous sommes en pleine restructuration de notre organisation de travail – internet oblige – nous avions souhaité trouver un-e collègue qui pourrait contribuer à notre projet aussi bien pour le contenu journalistique que pour le développement de nos différentes voies de communication « hors papier ». Florent Toniello, qui s’était déjà imposé depuis octobre 2012 comme correcteur de nos articles français en nous rendant gentiment attentifs aux différentes coquilles contenues dans une édition de l’époque, a aussi contribué de temps en temps comme auteur free-lance. mehr lesen / lire plus

Vincent will Tore

Sommerzeit ist Saure-Gurken-Zeit. Das gilt besonders für Redaktionen, die verzweifelt nach Themen suchen und schon mal aus einer Mücke einen Elefanten machen. Immerhin ist erst Juni und es passiert noch was auf der politischen Bühne und es ist WM. Ein umstrittenes Fußballspektakel, von dem die brasilianische Bevölkerung herzlich wenig hat. Trotzdem wird in der Redaktion zumindest unter Aficionados mitgefiebert. Und Vincent, VfB-Stuttgart-Fan und Praktikant, der für vier Wochen die Räumlichkeiten der Waldorfschule gegen die woxx-Redaktionsräume getauscht hat, fiebert mit. So durchforstet er – wie seriöse Journalisten – nun täglich die Zeitungen. Bei der Homo-Ehe fiel ihm auf, dass allein das Luxemburger Wort Skepsis verriet. mehr lesen / lire plus

Kalendernotstand

Vor gut acht Wochen hat es die Verantwortliche für den woxx-Kalender erwischt: Beim Werkeln im heimischen Biogarten stürzte sie unglücklich und brach sich das linke Handgelenk – mit der Folge einer lang andauernden Krankmeldung. Seitdem herrscht in der kleinen woxx-Redaktion so etwas wie der absolute Notstand. Nur mit Mühe konnten sich die nahen und fernen MitarbeiterInnen in die Gepflogenheiten der hiesigen Kultur- und Politszene einarbeiten, um die oftmals kryptischen Veranstaltungshinweise chronologisch und geografisch korrekt einzuordnen. Der eine oder andere Fehler war nicht zu vermeiden, und alle hoffen auf die Rückkehr der Kollegin, der wir von hier aus nicht ganz uneigennützig gute Besserung wünschen. mehr lesen / lire plus

Kino ja-ja! Kino nein-nein!

Oh was haben wir uns da nur ausgedacht? Dabei macht Putin uns gerade vor, wie man ein Referendum so gestaltet, dass dabei das herauskommt, was man von vorneherein bezweckt. Die woxx-Kinoumfrage, die noch bis Montag läuft (siehe www.woxx.lu), scheint nicht gerade dazu beizutragen, dass sich ein für alle tragbarer Kompromiss herauskristallisiert. Es gibt ein ähnlich starkes Feld der absoluten Programmbefürworter, wie es auch überzeugte Kinomuffel gibt. „Alles“ oder „nichts“ halten sich bislang die Waage. Dazwischen gibt es eine ähnlich starke Fraktion an pragmatisch denkenden „sowohl-als-auch“-LeserInnen, die sich eigentlich mit allem anfreunden können, aber vor allem Inhaltliches zum Kino in der woxx wiederfinden wollen. mehr lesen / lire plus

Kino ja oder nein?

Es ist wie „14-18 am Bulli“. Seitdem die Luxemburger Kinobetreiber den Programmwechsel von Freitag auf Mittwoch vorverlegt haben, tobt der woxx-interne Streit. Wir stehen vor dem Dilemma, entweder ein unvollständiges, um zwei Tage verkürztes Programm abzudrucken, oder aber gar keines. Keine Lösung ist zufriedenstellend, weshalb zwar jeder auf seiner Position beharrt, aber ohne echte Begeisterung. Deshalb legen wir jetzt unser Schicksal in die Hände der LeserInnen und verschicken an die AbonnentInnen einen kurzen Fragebogen. Es geht wohlgemerkt nicht darum, das Kino ganz abzuschaffen, aber eben um die Möglichkeit, das detaillierte aber leider unkomplette Programm nicht mehr abzudrucken. Nicht-AbonnentInnen bzw. Internetfreaks können das Frageformular auch online ausfüllen und umweltschonend virtuell an uns zurückschicken. mehr lesen / lire plus

Ni café, ni photocopieuse

Vous ne l’avez peut-être pas encore remarqué, mais notre rédaction culturelle vient d’avoir un renfort : notre nouvelle stagiaire Esther Fernandes Villela, qui accompagnera notre petite équipe pendant les deux mois à venir. Pour elle, la critique, c’est son pain quotidien, vu qu’elle fait son master de critique artistique en ce moment même à Strasbourg. Passionnée de cinéma, elle s’intéresse avant tout aux notions d’humour et de violence au cinéma et dans les  séries. Pour les semaines à venir donc, Esther a l’occasion de découvrir – et de vous faire découvrir – de nombreux films et de couvrir le Discovery Zone Festival qui commencera vers la fin du mois. mehr lesen / lire plus

David 2.0

Aufmerksamen LeserInnen wird in der vergangenen Woche das Kürzel „da“ aufgefallen sein. Allerdings werden Versuche, herauszufinden, wer sich hinter diesen zwei Buchstaben verbirgt, wohl eher vergeblich gewesen sein. Die Macht der Gewohnheit hatte dazu geführt, dass wir Anfang des Jahres glatt vergaßen, unser Impressum anzupassen: Nachdem David Wagner seit Ende 2013 alles daran setzt, die Linke an die Regierungsfähigkeit heranzuführen, hat sein Namensvetter David Angel seinen (aufgeräumten!) Platz eingenommen. Im Schicksalsjahr 1989 geboren, hat „da“ schon in frühester Jugend eine Faszination für journalistisches Arbeiten entwickelt und sich seiner Neigung in der „Queesch“ und in der Regionalzeitung „Synergie“ ausgiebig hingegeben. Die vakante Stelle bei der woxx hat ihn dazu veranlasst, seiner Begeisterung ab sofort professionell nachzukommen. mehr lesen / lire plus

RÉCKBLÉCK: Unwörter des Jahres

2013 war nicht nur das Jahr der ungeplanten Neuwahlen, es brachte uns auch einige neue Wortschöpfungen. Oder es wurden alte, tabubehaftete Begriffe aus der Mottenkiste des politischen Diskurses wiederbelebt. Vor 2014 kann uns nur Angst und Bange werden.

Silosmentalitéit

(rg) – Was Juncker die „Konsensanalyse“ ist Bettel die „Silosmentalitéit“. Immer dann wenn der alte und später der neue Premierminister in den vergangenen Monaten vor die Presse traten, entglitt ihnen dann und wann ihr ganz persönliches Unwort des Jahres. Doch während die Konsensanalyse – gemeint war der nicht näher beschriebene Prozess, wie die Gewerkschaften dazu gebracht werden könnten der Abschaffung des Index in der bekannten Form, die sowieso stattfindet, zuzustimmen – sogar Eingang ins CSV-Wahlprogramm erfuhr, tauchte die Silomentalität bei Bettel nur in der gesprochenen Kommunikation auf. mehr lesen / lire plus

De Werner kritt 100 Joer

Am 29. Dezember würde Pierre Werner seinen 100. Geburtstag feiern. Für woxx/GréngeSpoun-MacherInnen der ersten Stunde ein Anlass, sich eine Zeit in Erinnerung zu rufen, als das Wort vom CSV-Staat noch nicht als Beleidigung einer Partei, sondern als reine Tatsachenfeststellung betrachtet wurde. Vor fast 40 Jahren wählten die LuxemburgerInnen den damals schon als Polit-Opa gehandelten Werner ab, fünf Jahre später wählten sie ihn qua Plebiszit zurück ins Amt. Dazwischen lag eine Periode der gesellschaftlichen Erneuerung, die die Werner-CSV geschickt umzumünzen verstand. Schon damals gab es einen Religionsstreit: Die CSV bekämpfte – zunächst erfolglos – die von der liberal-sozialen Koalition eingeführte „Dritte Möglichkeit“  – also die Option, weder Religions- noch Moral-Unterricht besuchen zu müssen. mehr lesen / lire plus

Tout change…

On pouvait compter sur lui. C’est David qu’on pouvait emmener quand on avait passé la matinée à écrire sur les mérites du véganisme, et qu’on ressentait une soudaine envie de steak bien saignant. Le « politiquement correct », très peu pour lui. Il écrivait presque exclusivement en français et était le plus francophile au sein du woxx. Ce qui pouvait être source de vives discussions, mais contribuait aussi à l’ambiance multiculturelle. A part les Mettwurscht et couscous du boucher du coin, David dévorait la presse écrite, et sous forme imprimée, s’il vous plaît. Passionné de politique en arrivant au woxx il y a huit années, il repart au nom de cette même passion. mehr lesen / lire plus

Aimez-vous les chiens ?

Un des dommages collatéraux des élections anticipées aura été la démission tout aussi anticipée d’un des rédacteurs du woxx, qui va, se muer sous peu en authentique apparatchik politique. D’où notre appel à candidature. Le poste vacant est certes convoité, mais nous nous devons de vous prévenir. Vous intégrerez évidemment une « équipe dynamique et motivée » composée d’êtres humains – enfin disons, de journalistes – mais l’heureux-se élu-e devra aussi composer avec une redoutable équipe canine. Deux bâtards, dont un issu d’un croisement entre une belette et un castor, veillent constamment à l’intégrité physique des membres de la rédaction. Ne vous inquiétez, les morsures et autres accidents graves sont rares. mehr lesen / lire plus

Wundersame Mehrung

In den Wahlanalysen der vergangenen Woche dichtete die woxx den Grünen des Jahres 1984 vier Sitze an, die sie damals mit knapp vier Prozent der Stimmen erreicht hätten. Jetzt, bei den Wahlen 2013, kam eine andere Newcomer-Partei, die Piraten, auf knapp drei Prozent der Stimmen, konnte mit diesem Ergebnis aber kein einziges Mandat erringen. Aber so ungerecht ist unser Wahlsystem denn doch nicht: Déi Gréng Alternativ erzielte bei ihrem ersten Antreten 1984 tatsächlich „nur“ zwei Sitze, was allerdings der Feststellung, dass die Piraten ein beachtenswertes erstes Ergebnis aufzuweisen haben, nicht entgegen steht. Vier Sitze wurden es erst 1989, als die – getrennt angetretenen – Grünen zusammen 8,6 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnten. mehr lesen / lire plus