Die woxx von morgen #6: Online, offline und Mischformen

von | 02.07.2020

Bei der woxx werden Online- und Printprodukt zusammen gedacht. So versuchen wir, für unsere Leser*innen ein wahrhaft multimediales Angebot auf die Beine zu stellen. Mit zusätzlicher Unterstützung gelingt uns das noch besser.

Bierdeckel-Kampagne zum woxx-Launch im Jahr 2000.

Als die woxx vor beinahe 32 Jahren gegründet wurde, war Online-Journalismus allerhöchstens ein weit entfernter Traum, zumindest in Luxemburg. Zwar gab es bereits 1974 an der Universität von Illinois eine reine Onlinezeitung, aber lange Zeit blieben solche Angebote eine Ausnahme. Der Siegeszug von elektronischen Medien setzte erst Mitte der 2000er-Jahre so richtig ein. Heute müssen sich Printzeitungen öfters mal die Frage gefallen lassen, warum das „bedruckte Totholz“ denn überhaupt noch existiert. Abgesehen davon, dass die gedruckte Wochenzeitung in unseren Augen (und sicher auch in denen vieler unserer Leser*innen) immer noch ihre Berechtigung hat: Print und Online sind in der woxx-Redaktion keine Gegensätze, sondern ergänzen sich.

Seit 2017 veröffentlichen wir beinahe täglich exklusive Online-Artikel. Eine Übersicht der interessantesten findet sich auf Seite 3 jeder Printausgabe. Eine gedruckte Zeitung hat immer ein Platzproblem: Oft könnten Artikel länger sein oder durch einen begleitenden Kommentar oder interessante Links ergänzt werden. Unser Online-Projekt ermöglicht es uns so, den Leser*innen, die gerne mehr erfahren würden, ein Zusatzangebot zu schaffen. Um transparent zu sein, wo wir unsere Informationen herhaben, können wir öffentliche Quellen direkt verlinken oder bunte Grafiken und Videos einbetten.

Auch Reaktionen, die wir zu Artikeln bekommen, können so zeitnah aufgearbeitet werden. So entsteht ein schnellerer Dialog, als das in einem Printprodukt möglich wäre. Die woxx hat sich aus diversen Gründen dafür entschieden, keine Kommentare auf der eigenen Homepage zu ermöglichen – der Moderationsaufwand ist schon in sozialen Netzwerken recht hoch. Da quelloffene Alternativen zu Facebook und Twitter immer populärer und nutzer*innenfreundlicher werden, denken wir darüber nach, eine solche Plattform selbst zu hosten. Dort könnte der Austausch abseits von datensammelnden Internetgiganten stattfinden.

Zusätzlich bietet unser wöchentlicher Podcast „Am Bistro mat der woxx“ uns die Möglichkeit, mehr über Hintergründe zu Artikeln oder zur Recherchearbeit zu erzählen oder auch gemeinsam zu diskutieren. Allerdings ließe sich vieles noch verbessern und erweitern. Schon länger schwebt die Idee von diversen Video-Formaten durch die Redaktion und ein Re-Design unserer Website wäre ebenfalls nötig, um die Verbindungen zwischen Print und Online noch besser herauszuarbeiten. Dafür benötigen wir Ihre Unterstützung. Mehr dazu unter woxx.lu/support

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