Ist „Influencer*in“ ein richtiger Beruf? Diese Frage ist berechtigt, genauso wie die, was die Influencer*innen mit unserem Mediensystem machen. Immerhin greifen immer mehr Firmen zusätzlich zu klassischer Werbung auf Menschen zurück, die in den sozialen Medien viele Follower*innen haben und deren Empfehlungen sich deswegen in hohen Verkaufszahlen niederschlagen. Doch vermitteln sie womöglich gleichzeitig eine glänzende Scheinwelt, in der sie überhaupt nicht leben – oder gar Werte, die einer offenen, toleranten Gesellschaft widersprechen? Das Dossier des neuen Forums geht diesen und anderen Fragen nach. So ist die Rede von „Tradwives“ – Influencer*innen, die die patriarchale Rollenverteilung in Paarbeziehungen preisen; um die Medienregulierung der Zukunft und das Verhältnis von jungen Menschen zu sozialen Medien. Aber es kommen auch Influencer*innen selbst zu Wort: Sie geben Einblick in ihre Lebensrealität. Abgesehen vom Dossier widmet sich das Forum wie gewohnt gesellschafts- und kulturpolitischen Themen, wobei der Artikel zur sogenannten „Künstlichen Intelligenz“ die sonstige Schärfe von Forum-Analysen vermissen lässt, da das Intelligenz-Framing der Firmen, die diese Programme verkaufen, übernommen wird. Im Kulturteil werden unter anderem der Ökoterrorismus im Kino und das neue Buch („La transition sera sociale ou ne sera pas – Die soziale Dimension des ökologischen Wandels“) der Europaabgeordneten Tilly Metz (déi Gréng) analysiert.
Arbeiten in Luxemburg
Anlässlich zum Tag der Arbeit am 1. Mai hat der Statec am Dienstag einige aktualisierte Kernzahlen zu Arbeit und Arbeitnehmenden in Luxemburg veröffentlicht. So waren Ende 2025 von den 494.000 beschäftigten Arbeitnehmer*innen knapp die Hälfte (47 Prozent) aus dem Grenzgebiet. Auch zeigte sich, dass das „klassische“ Arbeitsmodell, ein...

