Gesetz zur Namens- und Geschlechtsänderung auf der Zielgeraden

von | 12.07.2018

Während einer Diskussionsrunde im Rahmen des GayMat wurde bekannt, dass das langersehnte Gesetz vermutlich doch noch in dieser Legislaturperiode gestimmt wird.

Foto: CC BY-SA 4.0 Andy Maar / Gaymat.lu

Das Gesetzesprojekt soll vor allem für trans, aber auch für intergeschlechtliche Menschen Verbesserungen bringen. Konkret wird die aktuelle langatmige juristische Prozedur, um den Namen und den Geschlechtseintrag ändern zu lassen, in eine einfachere administrative umgewandelt. Transidentität wird damit depathologisiert, ein medizinisches oder psychologisches Gutachten ist nicht notwendig. Die Begutachtung des Staatsrats hatte lange Zeit auf sich warten lassen, am Dienstag, den 10. Juli, erreichte sie das Parlament. Fünf „oppositions formelles“ hatte die Hohe Körperschaft gegen den Text vorzubringen.

„Justizminister Felix Braz und sein Team haben die Nacht durchgearbeitet, um die nötigen Änderungsanträge zu formulieren“, gab Eugene Berger (DP), Mitglied der Justizkommission des Parlaments, am Mittwochabend bei der Diskussionsrunde in der Escher Kulturfabrik zum Besten. Marc Angel (LSAP) und Marc Spautz (CSV) bestätigen, dass „sämtliche etablierten Parteien“ den nun vorliegenden Gesetzesvorschlag mittragen würden. Die Vertreter*innen der Piratenpartei, Sven Clement, von déi Lénk, Line Wies und von déi Gréng, Mandy Ragny, bestätigten, dass sie den Text auch im Fall, dass er erst nach den Wahlen zur Abstimmung vorläge, bewilligen würden. Über das Gesetzesprojekt soll in den nächsten zwei Wochen – also vor dem voraussichtlichen Ende der Legislaturperiode – abgestimmt werden. Das Parlament kündigte dies auch auf Twitter an:

Eine der Änderungen, die in letzter Minute eingearbeitet wurden, betrifft die Kriterien, die für eine Anerkennung des Änderungswunsches erfüllt sein müssen. So müssen trans Menschen, die ihren Namen und ihren Geschlechtseintrag ändern lassen wollen, zeigen, dass sie sich entweder „dem gewünschten Geschlecht entsprechend präsentieren“ oder „in seinem Umfeld unter dem gewünschten Geschlecht bekannt“ sind.

Die Diskussionsrunde von Mittwoch (moderiert vom Autor dieses Beitrages) kann auf der Seite von GayMat als Stream angesehen werden. Eine Zusammenfassung der Baustellen der luxemburgischen LGBTIQA-Politik finden Sie unter Reebou-wäiss-blo?

Dat kéint Iech och interesséieren

PODCAST

Am Bistro mat der woxx #394 – D’Enn vu Filmland

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht. An enger Woch maachen d'Filmstudioen „Filmland“ zu Keelen hir Dieren endgülteg zou. Domadder geet no dräizéng Joer eng Ära op een Enn, déi fir déi audiovisuell Produktioun zu Lëtzebuerg ganz wichteg war. D'Yolène Le Bras war fir eng Reportage an de Studioen...

PODCAST

Am Bistro mat der woxx #393 – Kuddelmuddel ronderëm de Projet Alpha

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht. Eng Etüd iwwert de Pilotprojet Alpha vun der franséischer Alphabetiséierung an der Grondschoul huet fir vill Debatte gesuergt. Virum allem well de Bildungsministère mat der Publicatioun vun der Etude ee puer méint gewaart huet. D'Resultater vun der Studien...

PODCAST

Am Bistro mat der woxx #392 – Wat bedeit d’Urteel géint d’Marine Le Pen?

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht. Dës Woch war den Dag vun der Entscheedung a Frankräich: De Cour d'Appell zu Paräis huet d'Strof fir d'Marine Le Pen zwar konfirméiert, mä an engem wichtegen Detail ofgeännert. Am Podcast diskutéiere mir, wat der rietsextremer Politikerin Marine Le Pen...