Statec: Gratis Öffis gut fürs BIP

von | 04.07.2019

Der kostenlose öffentliche Transport wird billiger für den Staat als gedacht. Das hat das nationale Statistikinstitut Statec in einer Stellungnahme mitgeteilt. Dass künftig fast keine Fahrkarten mehr verkauft werden, senkt zwar die Einnahmen des Staates, sorgt aber für mehr Kaufkraft der Haushalte und senkt die Arbeitskosten der Betriebe – die Maßnahme finanzierte sich laut den Berechnungen des Statec also zum Teil selbst. Besonders profitieren dabei natürlich einkommensschwache Haushalte. Die sind laut Statec übrigens nicht so sehr von den steigenden Spritpreisen betroffen, denn viel Treibstoff kaufen vor allem Haushalte mit hohen Einkommen. Die Erhöhung sorgt allerdings für weniger Einkünfte beim Staat, da durch die höheren Treibstoffsteuern der Verkauf von Benzin und Diesel sinkt. Auch die viel kritisierte Arbeitszeitreduzierung ist laut der Statistikbehörde gut für das BIP und sorgt außerdem dafür, dass ab 2020 mehr Menschen eingestellt werden. Die Mindestlohnerhöhung und die niedrigeren Steuern für Betriebe sorgen ebenfalls für leichtes BIP-Wachstum. Wenn es so gut für die Wirtschaftsleistung ist, sollten wir in Zukunft vielleicht alle weniger arbeiten und mehr Dinge umsonst bekommen?

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