Im Stream: Princess Charming

„Princess Charming“, die welweit erste lesbische Dating-Show, hält nicht nur an Genderbinarität, sondern auch an einer skurrilen Definition von Monogamie fest. Sehenswert ist sie dennoch.

TVNOW/René Lohse

Mit „Princess Charming“ lief am 25. Mai zum ersten Mal eine Dating-Sendung dieser Art an: Anders als bei Formaten wie „The Bachelor“ buhlen die Kandidatinnen hier nicht um einen Mann, sondern um eine Frau namens Irina. „Prince Charming“, das schwule Pendant dazu, lief bereits 2019.

Das Format bringt nicht nur Sichtbarkeit für lesbische und bisexuelle Personen: Die Kandidat*innen präsentieren ein breites Spektrum an Weiblichkeit, Gea identifiziert sich als nicht-binär. Dennoch könnte die Sendung durchaus queerer sein, politische Gesprächsthemen sind, wie für solche Formate leider üblich, selten. mehr lesen / lire plus

Betrachtungen zur Schwulenfrage: „Ein Schwuler lernt zweimal sprechen“

Auch 21 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung ist Didier Eribons Buch „Réflexions sur la question gay“ ein monumentales Werk über Homosexualität, Sprache und ihre Geschichte. Es erschien letztes Jahr erstmals in der deutschen Übersetzung.

„Betrachtungen zur Schwulenfrage“ zeigt auf, wie stark negative oder verzerrte Darstellungen von Homosexualität die Öffentlichkeit und die Sprache über die Epochen hinweg dominierten. (Copyright: Vickson Santos/Pexels)

„Hast du einen Freund?“ Eine Bürokraft sitzt vor ihrem Computer und kaut Kaugummi. „Oder bist du Single?“ Kurze Stille. „Ich habe eine Freundin“, antwortet ihre Arbeitskollegin. „Fuck, tut mir leid, eigentlich achte ich darauf zu fragen ‚Bist du in einer Beziehung?‘. Ich habe lange in Berlin gelebt, ich bin total offen.“ mehr lesen / lire plus

LGBTIQA: Das Schweigen brechen

Im Rahmen des Internationalen Tags gegen Homo-, Bi- und Transphobie (IDAHOBIT) am 17. Mai erinnern zahlreiche Organisationen an die erschwerte Situation, in der sich geschlechtliche und sexuelle Minderheiten angesichts der Covid-19-Pandemie befinden. Das Centre d’information gay et lesbien, Cigale, appelliert an die gesellschaftliche Verantwortung, sich im Namen derjenigen für LGBTIQA-Rechte einzusetzen, die zurzeit nicht in der Lage seien, ihr Schweigen zu brechen. Denn manche Betroffene könnten wegen der Ausgangsbeschränkungen nicht auf ihre üblichen Vertrauenspersonen und Rückzugsorte zurückgreifen. „Breaking the silence“ ist denn auch das Motto des diesjährigen IDAHOBIT. Vor allem Regierungen und NGOs werden dazu aufgerufen, bei Datenerhebungen sowie der Ausarbeitung von Maßnahmen und Aktionsplänen LGBTIQA-Menschen mit zu bedenken. mehr lesen / lire plus

Rétrospective : One Day This Kid …

Le Mudam frappe fort avec son hommage à David Wojnarowicz, artiste, poète, musicien et activiste du New York des années 1980 – qui nous rappelle que l’évolution de la société n’est pas si linéaire.

Si en 2019, les homophobes notoires comme le vice-président des États-Unis d’Amérique, Mike Pence, ont toujours un pouvoir politique et médiatique considérable, cela veut dire que le combat commencé entre autres par David Wojnarowicz n’est pas fini – tout au contraire.

Né en 1954 dans le New Jersey, Wojnarowicz est abandonné par ses parents et devient vite un enfant des rues et un artiste saisi, voire transi, par la rage de s’exprimer. mehr lesen / lire plus

MARIAGE ET ENFANTS POUR TOUS: Passage à l’acte

Il se peut que le débat sur le mariage pour tous et l’homoparentalité fasse moins de vagues au Luxembourg qu’en France. Tant mieux, car cela permettra de revenir vite aux questions urgentes.

Cela commence à faire long. Le débat parlementaire portant sur l’ouverture du droit au mariage pour les couples homosexuels semble s’éterniser en France. On en connaît toutefois l’issue, malgré le dépôt de 5.000 amendements par l’opposition : le mariage sera ouvert aux homosexuel-le-s, comme il le fut en Espagne, malgré la fronde (bien plus importante) de la rue orchestrée par l’église catholique. Par conséquent, la France permettra bientôt à ces couples d’adopter. mehr lesen / lire plus