KLIMA-WANDEL: Konkurs angemeldet

Trotz Pleitebekenntnis des Premiers, wird sich möglicherweise auch in den nächsten 20 Jahren in der Luxemburger Klimaschutzpolitik nicht viel ändern.

War es der warme Winter, der die Welle der Einsicht in die EU-Politik fließen ließ? Plötzlich scheinen selbst die hartnäckigsten Leugner einer sich anbahnenden Klimakatastrophe das zu glauben, was sie noch vor wenigen Monaten als Hirngespinst und Panikmache abtun wollten. Wird sich das Klima in der europäischen Energiepolitik nun ändern? Bleibt dem Planeten der emissionsbedingte Klimawandel etwa doch erspart?

Für die Beantwortung der ersten Frage bedarf es weit weniger hellseherischer Fähigkeiten als für die der zweiten. Denn trotz aller Einsicht und großer Betroffenheit bei den zuständigen PolitikerInnen: Die Gefahr, dass auf europäischer Ebene ein plötzlicher Aktivismus ausbricht, ist auch Fünf vor Zwölf noch gering. mehr lesen / lire plus

VEGAN FUSION KITCHEN: Anabanana

Cadre coloré et joyeux, sans paraître surchargé, service chaleureux et véritable cuisine végane – c’est ce qu’on vous propose à la table d’hôte „Anabanana“ à Clausen. Entouré d’une soupe Miso et d’un thé Kikucha, le plat du jour se compose de différents éléments, tous délicieux: tempura de potiron, bulgure aux légumes, salade de choux chinois aux mandarines, cornichon au sésame et broccoli, tofu mariné … La patronne, d’origine portugaise et très sympa, interprète la tendance macrobiotique au sens large, en la mariant à la cuisine world. Le résultat est réussi, mais pas donné: 15 € pour un plat et 4,5 € la soupe. mehr lesen / lire plus

INTERVIEW: JAGD-DEBATTE: „Nicht jeder füttert, aber jeder weiß, dass gefüttert wird“

Als Wildbiologin, Naturschützerin und Jägerin kennt Sandra Cellina die Vielschichtigkeit der Probleme um Jagd und Wild. Ihre Forschungsergebnisse zur Fütterung der Wildschweine stellen die luxemburgische Jagdpraxis in Frage.

woxx: Was ist das für eine Arbeit, die Mägen von 1.200 toten Wildschweinen zu untersuchen?
Sandra Cellina: Keine sehr appetitliche. Halbverdaute Nahrung mit Magensäure, das stinkt ganz fürchterlich. Am Schlimmsten war es, als in der Hauptjagdsaison die Kühltruhe überfüllt war.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, so etwas zu machen?

Die Untersuchungen sind Bestandteil meiner Doktorarbeit als Wildbiologin. Zuerst wurde ich gefragt, ob ich eine Studie über Wildschweine machen wolle. Ich dachte an Verhaltensforschung durch Beobachtungen in freier Wildbahn. mehr lesen / lire plus

TGV-EST: Schnell, rar und teuer

Weniger oft, dafür schneller. Die Zuganbindung nach Paris wird bequemer, im Schnitt aber auch teurer. Oder auch nicht?

Die französische Eisenbahngesellschaft SNCF lässt nichts unversucht, um die Vorfreude auf die offizielle Inbetriebnahme des „TGV-Est“ am köcheln zu halten. Seit dem Frühsommer 2006 fahren zwischen Luxemburg und Paris bereits echte TGV-Züge, allerdings mit „normaler“ Geschwindigkeit. Dies blieb nicht ohne Wirkung auf die Luxemburger Bahnkundschaft: Zwischen Juni und Dezember 2006 stieg nach Berechnungen der SNCF die Zahl der verkauften Fahrscheine auf dieser Strecke um rund 20 Prozent.

Auf einer eigens eingerichteten Homepage können die zukünftigen NutzerInnen seit einigen Monaten die Abfahrtszeiten, die ab dem 10. mehr lesen / lire plus

EXPLORATION DU MONDE: Voyages intérieurs

Les ciné-conférences d'“Exploration du Monde“ étaient sur le point de tomber en désuétude. Une nouvelle formule essaie de les propulser au XXIe siècle.

Aventures avec aventuriers à l’appui. „Exploration du Monde“ le rend possible (photo: „Exploration du Monde“)

Certain-e-s d’entre nous s’en souviennent peut-être. De ces longues soirées passées dans les théâtres, non pas pour voir une pièce mais „pour s’instruire“, comme disaient les parents. Le résultat fût souvent fort ennuyant. Un „conférencier-aventurier“ à moitié endormi commentait des images parfois vacillantes dans des salles à moitié vides. La salle désertait au plus tard à la question: „Est-ce que quelqu’un a encore des questions?“. mehr lesen / lire plus

CLINT EASTWOOD: Letters from Iwo Jima

Mehr als ein Kriegsfilm: Clint Eastwoods Letters from Iwo Jima erhebt die Darstellung des Krieges selbst zum Thema.

Vom Kaiser verlassen, von den Amis umzingelt und doch denken die japanischen Soldaten nicht ans Aufgeben.

Als amerikanische Marinesoldaten im Februar 1945 den Strand von Iwo Jima stürmen, wächst auf der Insel längst kein Grashalm mehr. Monatelange Bombardements haben Iwo Jima in eine Wüstenlandschaft verwandelt und die japanischen Verteidiger zermürbt. In einem Netzwerk von Gräben und Tunnels verschanzt, ohne Hoffnung auf Unterstützung und Nachschub, erwarten die Japaner den Angriff der überlegenen US-Truppen und rüsten zum aussichtslosen Kampf in einem bereits verlorenen Krieg.

Erzählte Flags of Our Fathers die Schlacht um Iwo Jima aus der Sicht der siegreichen Alliierten, so wechseln wir in Letters from Iwo Jima, dem zweiten Teil von Clint Eastwoods Kriegsdrama, die Seiten. mehr lesen / lire plus

THOMAS GILOU: Michou d’Auber

Un enfant algérien plongé dans la France rurale pendant la guerre d’Algérie … cela aurait pu laisser présager un drame bouleversant, voire traumatisant, mais il s’agit plutôt d’un film léger où l’on rencontre des personnages attachants, d’autres plutôt bêtes que méchants. Une ode naïve à la tolérance qui ne peut faire que du bien.

A l’Utopia mehr lesen / lire plus

SUSANNE WILMS: Das Marmeladenbrot des Todes

Was passiert im Kopf einer Hausfrau? Welche Gedankenassoziationen werden beim Abwaschen, Staubsaugen oder Fegen ausgelöst? Diesen Überlegungen ist die deutsche Video-und Fotokünstlerin Susanne Wilms nachgegangen. In der Videoarbeit Cleaning – Träume einer Hausfrau, die zurzeit in allen Konschtkëscht-Videokästen zu sehen ist, wagt sie einen Blick in die Untiefen des Alltäglichen. So rufen Putzbewegungen Assoziationen mit Abrissarbeiten hervor und das Fegen geht einher mit der Angst vor Spinnen und anderen bedrohlichen Insekten. Der Fluss wird regelmäßig von filmischen Fremdkörpern unterbrochen – Ausschnitte aus anderen Filmen, meistens altes Schwarzweiß-Material – die die Entfremdung in der routinierten Monotonie unterstreichen. Der Künstlerin selbst geht es – so steht es auf ihrer Webseite – darum, die vorgefassten Ideen, das heißt die Dinge die wir sehen wollen und dann auch sehen, zu brechen. mehr lesen / lire plus