ALEXANDRE AJA: Spieglein an der Wand

Mit „Mirrors“ startet Hollywood einen erneuten Versuch den asiatischen Horrorfilm zu kopieren. Leider ohne durchschlagenden Erfolg.

Der Spiegel zeigt nicht immer was er soll …

Seit einigen Jahren erfreuen sich Neuverfilmungen nun schon wachsender Beliebtheit in Hollywood. Ganz besonders haben es den amerikanischen Geldgebern aber die Remakes von asiatischen Horrorfilmen angetan. Gruselstreifen wie „The Grudge“ oder „The Ring“ belebten mit frischen Konzepten ein Genre, das in den USA nach der „Scream“-Welle der 90er Jahre erneut in der Sackgasse steckte. „Mirrors“ ist ein Remake des koreanischen Films „Into the Mirror“ und damit Alexandre Ajas zweite Neuverfilmung. Im Jahr 2006 sorgte der Franzose mit einer Neuinterpretation von Wes Cravens mittlerweile angestaubtem Kultfilm „The Hills Have Eyes“ für Aufsehen, denn der Streifen war zwar übertrieben brutal, jedoch nicht ohne Ironie und versteckten politischen Seitenhieben. mehr lesen / lire plus

MALEREI: Fatale Abläufe

In den Arbeiten des „Atelier van Lieshout“ geht es unter anderem um Gesellschaftssysteme und ihre Fehlentwicklungen.

Anhand eines Spermiums illustriert der holländische Künstler Joep van Lieshout gesellschaftliche Abläufe: So erscheint die fadenförmige Zelle in seiner schwarz-weiß Zeichnung wie eine Science-Fiction-Raumkapsel mit einzelnen Produktionsetappen. Von den unterschiedlichen „Qualification and Training Spaces“ bis hin zur „Customers Area“, die sich im Kopfteil der Samenzelle befindet, spiegelt van Lieshout die formalisierten Abläufe der heutigen kapitalistischen Marketing- und Managementgesellschaft wider, in der der Mensch nur noch ein willenloses Rad im Getriebe ist.

Insgesamt scheint es van Lieshout, dessen Arbeit zurzeit in der Galerie Beaumontpublic unter dem Titel „Body architecture“ zu sehen ist, vor allem um Systeme, Lebensmodule und gesellschaftliche (Fehl)-Entwicklungen zu gehen, die er allegorisch mittels Architektur oder stilisierten Körperelementen darstellt. mehr lesen / lire plus

HARDCORE: Ce n’est qu’un au revoir

Pendant plus de quinze ans, la musique de Defdump a rythmé la vie de l’underground luxembourgeois. Ce samedi, ils remercient leurs fans avec un dernier concert.

Defdump en live: toujours une occasion pour décompresser…

Combien de fois, en passant à côté des salles de répétition de la Kulturfabrik à Esch, s’est-on demandé d’où provenaient ces hurlements et ces bruits tard dans la nuit, alors que le dernier concert était terminé depuis longtemps et que même les groupes avaient pliés bagages? Un connaisseur des lieux aurait répondu sans ciller: « C’est Defdump, ils répètent tous les soirs ici ».

C’est que, pour vraiment arriver à quelque chose dans la musique, il faut travailler, travailler et retravailler avec une discipline de fer. mehr lesen / lire plus

DÉI LÉNK: Umverteilung massiv

Im Vorfeld der Wahlkampagne versucht Déi Lénk, sich als Partei der sozialen Gerechtigkeit zu profilieren.

Kämpferisch und volksnah, das dürften die Kriterien gewesen sein, nach denen Déi Lénk den Slogan für den Auftakt ihrer Wahlkampagne ausgewählt haben: „Liewe kënnen!“ Die Einführung bei der Pressekonferenz am vergangenen Montag machte David Wagner, Mitglied des Koordinationsbüros der linken Partei – und den woxx-LeserInnen als Redakteur für Soziales, Bildung und Migration bekannt. „Ist es unmöglich, hier in Luxemburg zu leben?“, fragte Wagner rhetorisch. Das sei keineswegs so, gab er selbst die Antwort, aber: „Ein wachsender Teil der Bevölkerung hat Schwierigkeiten, über die Runden zu kommen.“ mehr lesen / lire plus

CRISE FINANCIÈRE: La fin de l’homo economicus

Le monde est devenu fou. Les Etats-Unis se voient accusés de « socialisme financier », et les banquiers européens tiennent les consommateurs pour responsables de la crise actuelle. Une folie qui trahit le caractère idéologique de notre système économique.

Le capitalisme de marché
est un loup pour l’homme.
Soupe populaire aux Etats-Unis, après la grande crise de 1929.

Les grandes crises, à travers l’effondrement de systèmes jusque-là considérés comme fonctionnels – et donc à l’abri d’interrogations critiques – ont un effet salutaire. Ainsi la libéralisation financière, longtemps à la base des « success stories » de petits et grands spéculateurs, et encensée par une majorité d’économistes peu scrupuleux ou simplement myopes, révèle ces jours-ci sa véritable nature : celle d’une pure construction idéologique. mehr lesen / lire plus

TRANSFRONTALIERS: Den Löwen juckt der Pelz

Am heutigen Freitag steigt in der Stadt das Grenzgängerfest. Ein Insider hat sich für die woxx umgehört, ob es für die Betroffenen tatsächlich so viel zu feiern gibt.

Na das wird heute Abend ein Fest! Frust ablassen, sich etwas wehleidig im gemeinsamen Schicksal suhlen oder aber neu Hinzugekommene trösten und aufmuntern. Ein Fest mit Musik, im Herzen der Stadt, in der sich die meisten immer noch als Teil einer Randgruppe fühlen. Die zwar nicht ausgegrenzt werden, aber nicht wirklich dazu gehören.

Von wem die Rede ist? Von denen, die hier tagsüber die Mittagsmenüs servieren, die auf den Baustellen am Kirchberg schuften oder an Banktresen stehen. mehr lesen / lire plus