Die Petition Nummer 3198, die sämtliche LGBTIQA-Inhalte aus den öffentlichen Schulen verbannen will, sorgt wieder für Polemik. Dies nicht, weil sie demnächst im Parlament debattiert wird, denn dafür ist noch kein Termin festgelegt. Grund ist ein offener Brief der Ettelbrücker Lokalsektion von „Déi Gréng“ und „Déi jonk Gréng“ an den Bürgermeister Bob Steichen (LSAP). Der Ettelbrücker Gemeindevater wird darin aufgefordert, sich zu seinem zweiten Schöffen Pascal Nicolay (CSV) zu äußern. Dieser hatte im Sommer die Anti-LGBTIQA-Petition unterschrieben, wie die woxx berichtete (woxx 1798). Pikant daran ist, dass Ettelbrück sich im Juli 2021 per Gemeinderatsbeschluss zur „LGBTIQ Freedom Zone“ erklärt hat, mit der Zustimmung von Nicolay. Dies war eine Reaktion auf queerfeindliche Politik in Ungarn, wo die Forderungen der Petition 3198 umgesetzt sind. So wird zum Beispiel im „Pride Month“ Juni in Ettelbrück die Regenbogenfahne am Rathaus gehisst. Gegenüber dem „Luxemburger Wort“ gab Nicolay an, die Petition „aus privaten Beweggründen“ unterschrieben zu haben. Bürgermeister Steichen wird mit den Worten „Weder ich noch Herr Nicolay stellen die Motion von 2021 infrage“ zitiert. Die Frage, warum die „privaten Beweggründe“ von Nicolay sich offenbar nicht mit seinen öffentlichen politischen Positionen decken, blieb bisher unbeantwortet.
Luxemburgs Gesundheitsprofil
Im Rahmen der EU-Initiative „State of Health in the EU“ wurde am 13. Januar das aktuelle Gesundheitsprofil für Luxemburg vorgestellt. Der alle zwei Jahre erscheinende Bericht vergleicht die Gesundheitssysteme der EU-Mitgliedstaaten sowie von Island und Norwegen. Mit einer Lebenserwartung von 83,5 Jahren belegte Luxemburg 2024 hinter Italien,...

