Vollmundiges Bekenntnis zur Frauenquote

von | 12.04.2013

(avt) – In ihrer gemeinsamen parlamentarischen Anfrage wollten die Abgeordneten Claudia Dall’Agnol und Marc Angel (LSAP) wissen, wie es in Luxemburg um die Frauenquote bestellt ist. Zugrundegelegt wurde die von Viviane Reding auf EU-Ebene lancierte Regelung, wonach 40 Prozent Frauen in den Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen sitzen sollen. Die Abgeordneten fragten danach, ob die Regierung diese Quote unterstütze und ob es Probleme bei deren Umsetzung gäbe. In ihrem Antwortschreiben stellt sich die Gleichstellungsministerin nun voll und ganz hinter diese Quote. Gäbe es bis Ende 2013 keine sichtbare Verbesserung der Frauenförderung, so würde sie nicht zögern, für Luxemburg einen eigenen Gesetzesentwurf auf den Weg zu bringen. Vielleicht wäre das sogar wünschenswert, denn dann könnten von einer wirklichen Frauenförderung in Luxemburg mehr als circa 100 gut verdienende Aufsichtsräte profitieren. Denn hierzulande gibt es kaum mehr als 20 börsennotierte Unternehmen, die von der europäischen Regelung betroffen sind. Bleibt die Frage, was die Gleichstellungsministerin in ihrer Amtszeit außer „DivBiz – Diversity in Business“ an Maßnahmen auf den Weg gebracht hat und wie lange die Frauenquote auf nationaler Ebene auf sich warten lässt.

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