3. Juni: Weltfahrradtag

von | 03.06.2020

Am heutigen Weltfahrradtag der UN wird das effizienteste Transportmittel der Menschheit gefeiert wird. Zu diesem Anlass präsentiert die woxx eine Auswahl passender Artikel.

Im April 2018 beschloss die Generalversammlung der UNO, dass der 3. Juni als Weltfahrradtag gilt. Gefeiert wird nicht nur das Transportmittel an sich, sondern vor allem auch seine besten Eigenschaften: Das Rad ist eine gesunde, umweltfreundliche und günstige Art der Fortbewegung. Wird der Fahrradverkehr gezielt gefördert, hat dies positive Auswirkungen auf die ganze Gesellschaft. Neben den Umwelteffekten betont die UN auch die Gesundheitswirkung und den vereinfachten Zugang zu Mobilität für ärmere Bevölkerungsschichten.

Der Weltfahrradtag ist übrigens nicht mit dem „Bicycle Day“ zu verwechseln – am 19. April wird jährlich die Entdeckung von LSD gefeiert. Der Schweizer Chemiker Albert Hofmann bemerkte an diesem Tag im Jahr 1943 die ersten Wirkungen der Droge, als er von seinem Labor nach Hause radelte.

Das Thema sanfte Mobilität – und damit natürlich auch das Fahrrad – beschäftigte die woxx schon, als sie noch „GréngeSpoun“ hieß. Unser Archiv ist aber erst ab dem Jahr 2000 digitalisiert, weshalb wir zum Weltfahrradtag eine Reihe von Artikeln präsentieren, die sich mit dem Zweirad beschäftigten.

2002 erinnerte die woxx beispielsweise daran, dass Esch bereits einmal eine Fahrradstadt war – in der Blütezeit der Stahlindustrie fuhr ein Großteil der Arbeiter*innen mit dem Rad zur Schmelz. Esch könne die Luxemburger Fahrradstadt par excellence werden, war damals angesichts des neuen Verkehrskonzeptes das Verdikt. Heute versucht Esch Kulturhauptstadt zu werden – Fahrräder fahren dort immer noch wenige. Im gleichen Jahr kam die Tour de France nach Luxemburg, das sogleich versuchte, sich als Fahrradland zu verkaufen – was die woxx prompt entlarvte.

2005 interviewte die woxx angesichts der ersten Fahrraddemo seit 1997 den Präsidenten der Lëtzebuerger Vëlosinitativ (LVI) – dessen Fazit zur Situation in Luxemburg-Stadt ist auch 15 Jahre später noch aktuell. Und das, obwohl 2006 ein einheitliches Fahrradkonzept für die Hauptstadt vorgestellt wurde.

Parkplätze zu Fahrradständern – im Londoner Stadtteil Hackney erobert sich die sanfte Mobilität nach und nach ihren Raum zurück. (Foto: woxx)

Vor zehn Jahren – 2010 – stellte der damalige Infrastrukturminister Claude Wiseler (CSV) den „plan national pour la promotion de la mobilité douce“ vor und die woxx sprach zu diesem Anlass nochmal mit Gust Muller, dem Vorsitzenden der LVI, der eine positive Entwicklung verkündete: „Der Radverkehr nimmt zu, und damit seine Sichtbarkeit“. Auch das Radtour-Unternehmen „Velosophie“ wurde vorgestellt. Die ersten Pedelecs kamen auf, und natürlich konnte die woxx auch diesen Trend nicht ignorieren und berichtete von der Fahrradtour mit Rückenwind.

2012 witterte die woxx bereits eine Fahrradkulturrevolution und fragte, ob jetzt endlich der Wandel käme. Der Wandel, der dann kam, war vor allem auf Regierungsseite. Im Interview mit dem frischgebackenen grünen Verkehrsminister Bausch lässt sich bereits herauslesen, dass die große Fahrrad-Revolution vielleicht doch noch auf sich warten lassen wird. 2015 kam dann die Reform des Radwegsnetzes, die 1.100 Kilometer neue Radwege versprach.

Die woxx sah sich aber nicht nur die luxemburgische Mobilitätssituation an: Auch die generelle Kraft des Rads im Kampf gegen den urbanen Abstieg und natürlich gegen den Klimawandel (am Beispiel der Alternatiba-Tour) wurden immer wieder angesprochen. In den letzten Jahren blickten wir neidisch nach Barcelona und in die Schweiz.

Dieser Rückblick zeigt, dass die Planungssituation sich seit gut zwei Jahrzehnten nicht viel verbesser hat. Immerhin gibt es seit Ende 2018 einen Planungssimulator, mit dem Verantwortliche ihre Straßenquerschnitte planen könnten. Die paradiesischen Zustände, die auch mal auf unserem Cover zu sehen waren, sind jedoch eher Tagträume. So bleibt uns dann nur, von der sanften Mobilität der Zukunft weiter zu träumen.

Und der Radsport, der in Luxemburg immerhin beinahe so populär ist wie Falschparken oder Oktoberfeste? Auch den behandelte die woxx mitunter, wie zum Beispiel in diesem Beitrag zu den vergessenen Radsportlerinnen.

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