Am Donnerstag ist die 28. Auflage des Rechtschreibdudens erschienen. 300 Wörter, darunter „Hackenporsche“ und „Bäckerjunge“ wurden entfernt; dafür sind 3.000 neue hinzugekommen. So etwa „Powerbank“, „Alltagsrassismus“, „Mikroplastik“, „Flugscham“, „Hatespeech“, „Influencer“, „Lockdown“, „Herdenimmunität“, „oldschool“, „Tiny House“, „Cisgender“, „genderneutral“ und „Gendersternchen“. Neben den zahlreichen Anglizismen sind vor allem die letzten drei Ergänzungen manchen – wie an zahlreichen Facebook-Kommentaren oder Reaktionen des Vereins Deutsche Sprache (VDS) und der AfD erkennbar wird – ein Dorn im Auge. Ebenso wie die dreiseitige Erklärung zum Gendern. Hier stehen sich die Ansichten gegenüber von Sprache als einem Prozess, zu dem alle Sprechenden beitragen, und Sprache als etwas Starrem, Unveränderbarem. Der Vorwurf, dass mit alldem versucht werde, die deutsche Sprache und damit, wie die AfD es ausdrückt, die „nationale Identität“ auf forcierte Weise zu verändern oder zu verfremden, lässt sich allerdings leicht entkräften, geht es der Duden-Redaktion doch darum, dem alltäglichen Sprachgebrauch Rechnung zu tragen und auf Unsicherheiten, wie sie gerade bezüglich eines gendergerechten Sprachgebrauchs bestehen, zu reagieren. Die kritischen Reaktionen machen erneut deutlich, wie sehr Sprache mit Machtverhältnissen – sowohl deren Verteidigung als auch deren Infragestellung – zusammenhängt.
Méco gegen Vergünstigungen bei Hybrid-Dienstwagen
Die Umweltorganisation „Mouvement écologique” (Méco) stellt sich gegen eine steuerliche Vergünstigung von sogenannten Plug-in-Hybriden als Dienstwagen. In einer Stellungnahme vom vergangenen Montag kritisiert die NGO die geplante steuerliche Begünstigung dieser Fahrzeuggattung. Als „Plug-in-Hybride“ werden Autos bezeichnet, die sowohl einen...

