Onlineveranstaltung: Wie viel Bio vertragen Luxemburgs Kantinen?

von | 31.05.2021

Der luxemburgische Staat will Produkte aus biologischer Landwirtschaft in seinen Kantinen bevorzugen. Warum? Um Landwirt*innen vom Umstieg zu überzeugen.Wie dieser guter Vorsatz in die Praxis umgesetzt werden kann, wird am Mittwoch bei einer Onlinediskussion debattiert.

Es gibt eigentlich überhaupt keinen Streitpunkt: In den Kantinen öffentlicher Einrichtungen wie Schulen, Kindertagesstätten, Altersheimen und Krankenhäusern sollten ohne Frage verstärkt Lebensmittel aus regionalem und/oder biologischem Anbau auf die Teller kommen. Das würde weitere Einahmequellen für die Luxemburger Landwirt*innen schaffen. Im Bio-Aktionsplan, den der Landwirtschaftsminister Romain Schneider (LSAP) im März 2020 vorstellte, ist dies vorgesehen. Bis 2025 soll mindestens die Hälfte der verarbeiten Produkte aus regionalem Anbau stammen, hiervon sollen wiederum 40 Prozent Bio-Produkte sein.Schneider verkündete damals auch, dass dieses Beschaffungsprogramm in einem Pilotprojekt getestet würde. Wie sich dies gestaltet, darüber hat man bisher wenig erfahren. Angedacht war auch, jenen Landwirt*innen, die gerade auf biologische Bewirtschaftung umstellen, durch Abkaufen ihrer Produkte unter die Arme zu greifen.

Womöglich bietet die Onlinediskussion, die Mouvement ecologique, dessen Jugendsektion Move und die „Lëtzebuerger Landjugend a Jongbaueren“ am kommenden Mittwoch, dem 2. Juni, organisieren, Antworten auf diese Fragen.In kurzen Vorträgen werden drei Projekte, die in diesem Bereich in Luxemburg existieren, vorgestellt. Anschließend ist ein offener Austausch mit allen Interessierten geplant.

Gerber van Vliet, der Koordinator des Bioaktionsplans im Landwirtschaftsministerium, wird über ein neues Zertifizierungs- und Qualitätssystem für Lebensmittel und über ein „Label de qualité pour la restauration collective durable“ sprechen. Später wird Pol Faber vom Naturschutzsyndikat Sicona dessen Konzept zur Vermarktung regionaler Lebensmittel namens „natur genéissen“ vorstellen. Außerdem werden die Initiativen und Ideen der Naturparks in diesem Kontext präsentiert – von Liette Mathieu, die im Landesplanungsministerium die Naturparks koordiniert, und von Thierry Kozlik vom Umweltministerium.

Die Onlinediskussion findet am 2. Juni um 19:30 Uhr per Zoom statt. Eine Anmeldung via inscription@meco.lu bis zum 2. Juni um 12:00 Uhr ist erforderlich. Die Veranstaltung wird später unter meco.lu und auf dem Youtube-Kanal des Mecos als Video-Aufnahme einsehbar sein.

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