Pier Paolo Pasolini: Der konservative Kommunist

Im Oktober zeigt die Cinémathèque ausgewählte Filme des 1922 geborenen italienischen Dichters, Romanciers, Filmemachers und Essayisten Pier Paolo Pasolini. Bis heute bleibt sein Werk so provokant wie kontrovers.

In diesem Jahr wäre Pasolini 100 Jahre alt geworden. (Copyright: Mondadori/Getty)

„It is thus absolutely necessary to die, because while living we lack meaning, and the language of our lives (with which we express ourselves and to which we attribute the greatest importance) is untranslatable: a chaos of possibilities, a search for relations among discontinuous meanings.“

Diese Aussage von Pier Paolo Pasolini las sich in den 1960er-Jahren zweifellos anders als nach seiner brutalen Ermordung in der Nacht von Allerheiligen auf Allerseelen im Jahr 1975. mehr lesen / lire plus

Dans les salles : Triangle of Sadness

Après avoir raillé les stations de ski et l’art contemporain, Ruben Östlund s’attaque à la mode et aux croisières dans un nouveau brûlot contre la vacuité des riches, récoltant au passage une deuxième Palme d’or à Cannes. L’exercice est agréable, quoique aussi superficiel que l’objet de ses piques.

Jeunes, riches, d’une beauté célébrée sur les réseaux sociaux : Yaya et Carl seront pourtant pris dans la tourmente d’une croisière qui va dégénérer… (Photo : Fredrik Wenzel – Plattform Produktion)

Carl et Yaya forment un couple idéal pour les réseaux sociaux. L’influenceuse et le beau gosse, tous deux mannequins, s’épaulent pour asseoir leur popularité auprès d’un public friand de jeunesse photogénique. mehr lesen / lire plus

Im Kino: Decision to Leave

Mit seinem neuen Film liefert Park Chan-wook einen ungewöhnlich humorvollen Neo-Noir, der auch ohne große Schockmomente zu begeistern weiß.

Hae-joon und Seo-rae sind überwältigt von ihren Gefühlen füreinander. (Fotos: © Filmcoopi)

Als am Fuß eines Bergs eine Leiche gefunden wird, kommt etwas Schwung in den Arbeitsalltag des von Schlaflosigkeit geplagten Kriminalbeamten Hae-joon (Park Hae-il). Kurz zuvor hatte er seinem Arbeitskollegen So-wan (Go Kyung-pyo) gegenüber noch die niedrige Anzahl an Mordfällen in Busan beklagt. Die Spur führt schnell zur Witwe des Verstorbenen, die sehr viel jüngere, als Altenpflegerin arbeitende chinesische Migrantin Seo-rae (Tang Wei). Ist sie so unschuldig wie sie vorgibt? Je mehr der Ermittler über die Verdächtigte herausfindet, desto weniger ist er an der Aufklärung des Mordes interessiert. mehr lesen / lire plus

Im Kino: Everything Everywhere 
All At Once

Wie schon „Swiss Army Man“ fehlt es auch dem neuen Werk des Filmemacherduos „Daniels“ nicht an Originalität und Skurrilität. Trotz kleinerer Schwächen lohnt sich der Kinobesuch.

In einem Moment plagen sich Evelyn und ihre Familie mit Alltagsproblemen herum, im nächsten werden sie zu Actionheld*innen. (© Filmcoopi)

Paralleluniversen werden dieser Tage vor allem mit Marvel-Filmen assoziiert. Dabei handelt es sich keineswegs um ein neues Kinophänomen. Während „The Wizard of Oz“ (1939) wohl das früheste Beispiel darstellt, kam dieses Erzählmittel in den frühen 2000er-Jahren mit Filmen wie „The Chronicles of Narnia“ und „Coraline“ verstärkt auf. Auch „Everything Everywhere All at Once“ des Filmemacherduos Dan Kwan und Daniel Scheinert, oder „Daniels“, wie sie sich selber nennen, reiht sich nun in diese Liste ein. mehr lesen / lire plus

Dans les salles : Peter von Kant

Hommage appuyé à Rainer Werner Fassbinder, « Peter von Kant », de François Ozon, transpose un film emblématique du maître allemand avec les codes du cinéma d’aujourd’hui. Était-ce bien nécessaire ?

Ozon dégaine un pendant masculin au film de Fassbinder. (Photo : Diaphana distribution)

Pour les cinéphiles, l’annonce d’une adaptation par François Ozon du film « Die bitteren Tränen der Petra von Kant » avait tout pour susciter la curiosité. D’une part, la version filmée par Rainer Werner Fassbinder de sa propre pièce de théâtre est un long métrage culte ; d’autre part, le cinéaste français a un univers bien particulier qui, après tout, comprend aussi « Huit femmes », également adapté d’une pièce de théâtre. mehr lesen / lire plus

Mothering Sunday: Ein schöner Tag

„Mothering Sunday“ von Eva Husson ist ein Film, den man gefühlt so schon ein paar Mal gesehen hat. Doch eine ganz eigene Bildersprache und ein hervorragendes Darsteller*innenensemble lohnen den Kinobesuch.

Die australische Darstellerin Odessa Young (hier mit Josh O’Connor), brilliert in der Rolle der Hausangestellten, die durch wiederholte Schicksalsschläge zur Schriftstellerin wird. (© norskfilmdistribution)

„Once upon a time“, mit diesen Worten beginnt „Mothering Sunday“, als sei es ein Märchen. Schauplatz ist das ländliche England mit seinen Herrenhäusern, an einem außergewöhnlich warmen Sonntag im März 1924, am Muttertag. Drei wohlhabende Familien haben sich zu ihrem alljährlichen Lunch verabredet, die Hausangestellte Jane Fairchild (Odessa Young) hat frei. mehr lesen / lire plus

Im Kino: Ich bin dein Mensch

„Ich bin dein Mensch“ wirft interessante Fragen über künstliche Intelligenz und romantische Beziehungen auf. Nachgegangen wird ihnen jedoch nicht, sodass Maria Schraders Film letztlich weder als Sci-Fi-Film noch als Romanze funktioniert.

Alma und Tom lernen sich bei einem Spaziergang besser kennen. (© Christine Fenzl, Majestic)

Ist eine Liebesbeziehung zwischen einem Menschen und einer Maschine möglich? Mit dieser Frage befassten sich in den vergangenen Jahren gleich mehrere Filme, wobei Spike Jonzes „Her“ (2013) und Alex Garlands „Ex Machina“ (2014) wahrscheinlich die bekanntesten davon sind. In ersterem ist der Protagonist Theodore (Joaquin Phoenix) mit einer körperlosen künstlichen Intelligenz namens Samantha (Scarlett Johansson) zusammen. mehr lesen / lire plus

Im Kino: Men

Wie schon in „Ex Machina“ stellt Alex Garland auch in seinem neusten Film toxische Männlichkeit in den Fokus. Auch wenn dies in „Men“ sehr viel plakativer geschieht, so gibt es dennoch viele Gründe, sich den Horrorstreifen anzuschauen.

Als Harper im Wald auf einen dunklen Tunnel stößt, fängt „Men“ an, gruselig zu werden. (© Ascot Elite Entertainment Group. All Rights Reserved)

Eine Frau namens Harper (Jessie Buckley) bezieht alleine für zwei Wochen ein Landhaus. Sie, die gerade Traumatisches erlebt hat, will zur Ruhe kommen, sich emotional auf einen Neubeginn vorbereiten. Entspannen, spazieren gehen und auch ein wenig arbeiten steht auf dem Programm. mehr lesen / lire plus

Dans les salles : Pan de limón con semillas de amapola

Un film qui coche toutes les cases du mélo tire-larmes et qui pourtant parvient à susciter une franche émotion : c’est le programme surprenant de cette coproduction luxembourgo-espagnole.

Une histoire de femmes unies par-delà les générations… (Photos : Filmax/Deal Productions)

Ce n’est pas par hasard que Marina a choisi la carrière de médecin humanitaire : envoyée à l’étranger à l’adolescence, elle traîne derrière elle toute une histoire familiale troublée qui l’a amenée à couper les ponts avec sa sœur Anna. Loin de son île natale de Majorque, elle exerce sa profession en Afrique tout en menant une véritable valse-hésitation dans sa relation amoureuse avec Mathias, un collègue luxembourgeois. mehr lesen / lire plus

Im Kino: Les passagers de la nuit

Mikhaël Hers’ „Les passagers de la nuit“, ein Nostalgiefilm über Familie und Zusammenhalt, besticht mehr durch seine Atmosphäre als durch die Erzählung.

In Mikhaël Hers’ neuem Film dominiert die Harmonie. (Fotos: © Pyramide Distribution)

Paris, 1985: Als ihr Mann sie für seine Liebhaberin verlässt, verliert Elisabeth (Charlotte Gainsbourg) den Boden unter den Füßen. Plötzlich muss sie, die seit der Geburt ihrer Kinder keiner Lohnarbeit mehr nachgegangen ist, alleine für die Miete aufkommen. Noch dazu ist sie nun alleinerziehende Mutter der Teenager Mathias (Quito Rayon-Richter) und Judith (Megan Northam). Sie fällt in eine Depression. Doch dann findet sie unverhofft einen Job bei einem Radiosender

Anders als man nach der Zusammenfassung von „Les passagers de la nuit“ annehmen könnte, geht es in Mikhaël Hers’ rund zweistündigem Film nicht um Prekarität. mehr lesen / lire plus

Retour sur la crise de 2008 : Tempête au paradis

À travers une série d’interviews, un documentaire révèle l’ambiance lors du sauvetage des banques luxembourgeoises ébranlées par la crise financière. Un film instructif par ses qualités comme par ses faiblesses.

Qui sème le vent…

« Crise et chuchotements » révèle l’histoire des hommes (presque pas de femmes dans le film) qui, œuvrant dans l’ombre, ont sauvé le Luxembourg un week-end de septembre 2008. Oui, ça fait pompeux, et en plus ce n’est pas toute la vérité. Mais revivre cet épisode peu connu du début de la grande crise financière à travers des interviews d’acteurs de l’époque n’en est pas moins captivant. mehr lesen / lire plus

Dans les salles : Rien à foutre

Entre critique sociale et drame psychologique, « Rien à foutre » tape sur les compagnies aériennes à bas prix et montre l’errance affective d’une hôtesse de l’air. En toile de fond, une question : comment réenchanter le monde d’aujourd’hui pour les jeunes générations ?

Gestes mécaniques, regard absent : c’est l’ultramoderne solitude pour Cassandre, mais à dix mille mètres d’altitude. (Photo : Cinéart)

C’est sur une scène de briefing que le film s’ouvre. Pour celles et ceux qui se berçaient encore d’illusions, la vérité est crue : s’il y a un objectif pour le vol, c’est d’abord celui des ventes réalisées à bord. mehr lesen / lire plus

Im Kino: The Northman

In Robert Eggers’ neuem Film spielen Figurenentwicklung und Geschichte nur eine untergeordnete Rolle. Dank minutiöser historischer Recherche und beeindruckender Kameraarbeit erwartet die Zuschauer*innen vielmehr ein zutiefst immersives Actionspektakel.

Was die Figuren in „The Northman“ tragen, geht auf aufwändige Recherchen zurück. (Fotos: © 2021 Focus Features, LLC)

„Wie du mir, so ich dir“ könnte man das Leitmotiv von „The Northman“ vereinfacht bezeichnen. Das ist nicht das einzige Merkmal, das sich Robert Eggers’ Wikingerepos mit den 2021 erschienen Filmen „The Green Knight“ und „The Last Duel“ teilt: Alle drei beruhen auf einer mittelalterlichen Erzählung, die als Kritik am klassischen Heldenepos verstanden werden kann. mehr lesen / lire plus

Im Kino: Wheel of Fortune and Fantasy

In seinem neusten Film lässt der japanische Filmemacher Ryusuke Hamaguchi Figuren mit undurchsichtigen Motiven aufeinandertreffen. Mit durchwachsenem Ergebnis.

Was verbindet diese Frauen? 
Etwa eine gemeinsame Vergangenheit? (© Sister Distribution)

Zufälle, Imaginiertes und Merkwürdiges – in Ryusuke Hamaguchis neustem Film ist der Name Programm. Genau genommen handelt es sich bei „Wheel of Fortune and Fantasy“ um drei aufeinanderfolgende, unzusammenhängende Kurzfilme. Der erste, „Magic (Or Something Less Assuring)“, handelt von Meiko (Kotone Furukawa), die im Gespräch mit ihrer besten Freundin Tsugumi (Hyunri) verblüfft feststellt, dass es sich bei deren neuen Flamme ausgerechnet um ihren – Meikos – Ex-Freund handelt. Tsugumi lässt sie darüber im Ungewissen, noch am selben Abend sucht sie jedoch ihren Ex auf, den sie seit zwei Jahren nicht gesehen hat. mehr lesen / lire plus

Dans les salles : Le chemin du bonheur

Exorciser les démons du passé et s’engager vers « Le chemin du bonheur », c’est la proposition cinématographique d’une nouvelle coproduction luxembourgeoise. Avec beaucoup de sincérité et une mise en images moins convaincante.

Du cinéma dans le cinéma : l’amour est plus beau près d’un projecteur… (Photos : Iris productions)

À l’origine du film se trouve un roman : « Le cinéma de Saül Birnbaum », d’Henri Roanne-Rosenblatt – un passionné de cinéma très impliqué dans la Cinémathèque belge et un temps administrateur du Film Fund Luxembourg. L’adaptation cinématographique, à laquelle l’auteur a participé, présente Saül, envoyé dans son enfance depuis sa Vienne natale jusqu’en Belgique, échappant ainsi à la Shoah. mehr lesen / lire plus

Ciné-club : Le choc des cultures

Avec la reprise des séances au Kinosch, les cinéphiles du sud du pays n’auront plus à se rendre à la Cinémathèque de Luxembourg-ville pour savourer des classiques du septième art sur grand écran. Petit passage en revue du programme des deux prochains mois.

Un récit d’apprentissage poignant dans l’outback australien : « Walkabout » sera projeté au Kinosch le 25 mai. (Photo : Capture vidéo)

Mettre face à la caméra des personnes aux origines différentes ou aux systèmes de valeurs opposés est un procédé courant, qui peut prendre des formes variées : du burlesque au drame, en passant par le récit d’apprentissage ou le documentaire. mehr lesen / lire plus

Dans les salles : Goliath

Inspiré de l’affaire du glyphosate, ce thriller environnemental de Frédéric Tellier mise sur une interprétation marquante pour construire son efficacité.

Deux belles performances : 
Gilles Lellouche en avocat pugnace… (Photos : Christine Tamalet/Single Man)

Il l’avait promis. Au lendemain d’une défaite française qui avait vu l’Union européenne renouveler l’autorisation du glyphosate – fortement soupçonné d’être cancérigène –, le président Emmanuel Macron avait annoncé vouloir interdire cet herbicide unilatéralement dans l’Hexagone, après validation des alternatives. Une promesse faite en 2017 et depuis enterrée. Que « Goliath » sorte en pleine campagne électorale ne devrait pas déranger plus que cela le candidat Macron Emmanuel, actualité guerrière en Ukraine oblige. mehr lesen / lire plus

Auf DVD: Memoria

In „Memoria“ werden die Zuschauer*innen dazu angehalten, genau hinzusehen und sich dabei auf verschwimmende Grenzen zwischen Gegenwart und Vergangenheit, Leben und Tod einzulassen.

In Weerasthakuls Film steht vor allem das Hinhören und Hinsehen im Vordergrund. (Fotos: © Kick the Machine Films, Burning, Anna Sanders Films, Match Factory Productions, ZDF-Arte and Piano, 2021)

Dunkel und still beginnt die erste Szene von „Memoria“. Abgesehen von Vorhängen ist im Bildrahmen nicht viel zu erkennen. Als dann jedoch ein dumpfer Knall ertönt, kommt Bewegung auf. Der Standpunkt der Kamera bleibt unverändert, nun ist jedoch die Silhouette einer Person zu erkennen. Sie scheint von dem zuvor erwähnten Geräusch geweckt worden zu sein und sitzt nun aufrecht in ihrem Bett. mehr lesen / lire plus

Dans les salles : Maigret

Après avoir adapté une première fois Georges Simenon dans « Monsieur Hire » en 1989, Patrice Leconte revient à l’auteur belge avec « Maigret ». Dans le rôle du commissaire divisionnaire, Gérard Depardieu constitue l’attraction principale du film.

Les clés de son succès : Maigret est méticuleux… (Photos : Ciné-@ F comme film/Pascal Chantier-Stéphanie Branchu)

Voilà des années que Gérard Depardieu semble se caricaturer lui-même, tant dans ses rôles au cinéma que dans ses apparitions publiques. Pourtant, lorsqu’il arrive à l’écran dans « Maigret » se dégage une évidence : la démarche balourde, les silences, les répliques évasives ou les grommellements, parfaitement fidèles à ce qu’on attend du personnage emblématique du roman policier francophone, tout paraît taillé sur mesure pour lui. mehr lesen / lire plus

Filmgeschichte: „Sie haben mir das Leben schwer gemacht“

Die Frères Lumière dürften den meisten Kinokenner*innen ein Begriff sein, doch was ist mit Alice Guy, der ersten Spielfilmregisseurin der Welt? Die Doku „Alice Guy – L’inconnue du 7e art“ porträtiert die Frau, die das Kino revolutionierte – und von männlichen Kollegen ausradiert wurde.

„La fée au choux“ (1896) gilt als erster fiktionaler Spielfilm aller Zeiten und geht auf die Filmemacherin Alice Guy zurück, die das Drehbuch schrieb, Regie führte und mitspielte. (Copyright: Screenshot/Arte)

„Cette femme nous a touchées, éblouies et émues”, sagten die Regisseurinnen Nathalie Masduraud und Valérie Urréa im Januar beim Radiosender France Culture. Mit „cette femme“ meinen sie Alice Guy: Die beiden widmen ihr auf Arte den Dokumentarfilm „Alice Guy – L‘inconnue du 7e art”, der auf den Memoiren der Filmemacherin sowie auf Interviews mit ihr beruht und mit Farbillustrationen von Catel Muller versehen ist. mehr lesen / lire plus