POLITESCHT BUCH
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AUFBRUCH DER ERINNERUNG: Francos langer Atem

In Spanien herrschte über die Folgen des Bürgerkriegs und über die Verbrechen der Diktatur lange Zeit ein "Pakt des Schweigens". Der Österreicher Georg Pichler hat ein eindrucksvolles Buch darüber geschrieben, wie es dazu kam und wie das Schweigen gebrochen wurde.

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FEMINISMUS: Echtzeitsex gegen das Kapital

Die Frau hat den ihr zugewiesenen Rollen- und Körperbildern zu entsprechen, wenn sie nicht ökonomisch und sozial untergehen will: Laurie Pennys Traktat "Fleischmarkt" wütet gegen die männlich dominierte Geschlechternormierung und die damit verbundene Ausbeutungsstruktur.

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FRAUEN IN DER KUNST: Bedingter Subjektstatus

In den Zwanziger- und Dreißigerjahren gestalteten Künstlerinnen die ästhetische Avantgarde aktiv mit. Doch bis heute stehen sie im Schatten ihrer männlichen Kollegen. Die Düsseldorfer Kunstsammlung NRW rückt nun ihre Werke mit einem Ausstellungskatalog ins Rampenlicht.

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FEMINISTISCHE KRITIK: Wörter als Waffe?!

Der Berliner Argument Verlag gibt ein Wörterbuch des Feminismus heraus. Klassische Stichworte wie Abtreibungskampagne, Ehe und Frauenbewegung reihen sich an unerwartete wie Gesamtarbeit, Hoffnungslosigkeit, Karneval oder Kibbuz. Erschwerend für das Verständnis der Beiträge ist allerdings das oftmals gebrauchte marxistische Vokabular.

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GEWALTFORSCHUNG: Arithmetik der Barbarei

Der Evolutionspsychologe Steven Pinker versucht mit fragwürdigen Quellen und Zahlenspielen zu belegen, wie die Gewalt im Verlauf der Menschheitsgeschichte abgenommen habe. Dass mit dem Wandel der Gesellschaftsformen auch die Gewalt in anderen Formen auftritt, kommt ihm indes nicht in den Sinn.

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EUROPA: Die Nation ist der Freiheit Feind

Er war der Vordenker der europäischen Einheit: der italienische Intellektuelle und einstige Kommunist Altiero Spinelli. Mit der politisch-ökonomischen Realität der EU haben seine Ideen, die aus einer radikal antinationalen Perspektive resultierten, indes nicht viel gemein.

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LOHNARBEIT: Schluss mit lustig

Weniger arbeiten, mehr verdienen, nur noch interessante Dinge tun -
so lautete das Lebensmotto der heute 30- bis 40-Jährigen am Ende der Neunzigerjahre. Katja Kullmann erzählt, wie die vermeintlichen Individualisten von einst sich heute in der kapitalistischen Realität wiederfinden.