Gewalt: Hand aufs Herz

von | 29.11.2018

Das GesprĂ€ch ĂŒber geschlechtsspezifische und hĂ€usliche Gewalt erregt die GemĂŒter. Es ist ein Thema zwischen Fakten, Ehrlichkeit und festgefahrenen Denkmustern.

In der Diskussion um mÀnnliche TÀterschaft, sollten auch MÀnner verstÀrkt Farbe bekennen und Fragen stellen. (Foto: Snapwire)

Mit entschuldigenden Gesten bahnt er sich mit einer Ledertasche unterm Arm und in farbigem Strickpullover einen Weg durch die Stuhlreihen, bis zu einem freien Sitzplatz bei der „table ronde“ der Gemeinde Sanem zu „Gewaltopfer, GewalttĂ€ter: Ass Gewaltbereetschaft ofhĂ€ngeg vu Geschlecht, Alter a sozialem Ëmfeld?“. Immer wieder nickt er Francis Spautz, Psychologe und Leiter der Beratungsstelle „infoMann“, zu. Der spricht ĂŒber die Gewalt von MĂ€nnern gegen MĂ€nner und andere. DarĂŒber, dass die mĂ€nnliche TĂ€terschaft unter anderem ein Produkt der gesellschaftlichen Struktur sei, die MĂ€nnern oft ein von Konkurrenzdenken, Leistung und unterdrĂŒckten GefĂŒhlen geprĂ€gtes Leben abverlange. Neben ihm sitzen AndrĂ©e Birnbaum von „Femmes en dĂ©tresse“, Caroline Klein von „Pro Familia“ und Uli Engelmann von „Riicht eraus“.

Irgendwann schießt im Publikum ein Finger mit Goldring in die Höhe und verliert sich im abrupten Schweigen am Rednertisch der „table ronde“. Er gehört zum Mann im Strickpulli. Er steht auf, will etwas sagen – zuerst leise, dann laut. Der Übersetzerin wegen, die ihn sonst in der anderen Ecke des Raumes nicht hören kann, vielleicht aber auch um seiner selbst willen. „Das Problem ist, wir denken bei dem Thema in Klischees“, spricht er mit Nachdruck ins Mikrofon, „es gibt auch MĂ€nner, die ‚soft‘ sind und Frauen, die dominieren.“ Der Moderator, Psychologe Gilbert Pregno, nimmt ihm zustimmend das Mikrofon aus der Hand. Es ist eine Aussage, die eigentlich nur bestĂ€tigt, was Spautz zuvor herauszuarbeiten versuchte. Dieser hatte sich nur wenige Minuten zuvor klar fĂŒr ein vielseitiges MĂ€nnerbild ausgesprochen.

Immer wieder fĂ€llt das GesprĂ€ch an dem Abend zudem auf die hĂ€usliche Gewalt in Luxemburg zurĂŒck. FrauenhĂ€user, der Wohnungsverweis der TĂ€ter*innen, die sozioökonomische Situation der Opfer, GewaltprĂ€vention – die Redner*innen diskutierten ĂŒber vieles, aber eben auch ĂŒber die mĂ€nnliche TĂ€terschaft. Statistisch gesehen ĂŒberwiegt sie in FĂ€llen hĂ€uslicher Gewalt. Das sind keine haltlosen Vorurteile, die Erkenntnis beruht auf Zahlen.

2017 verzeichnete das „ComitĂ© de coopĂ©ration entre les professionnels dans le domaine de la lutte contre la violence“ 715 polizeiliche Eingriffe wegen hĂ€uslicher Gewalt. Die Opfer waren zu rund 65 Prozent weiblich, zu 35 Prozent mĂ€nnlich. Am hĂ€ufigsten kam es in heterosexuellen Ehen zu hĂ€uslicher Gewalt. Dabei wurden letztes Jahr 104 MĂ€nner und acht Frauen als TĂ€ter*innen erkannt; in den FĂ€llen, bei denen die Polizei einen zweiwöchigen Wohnungsverweis aussprach. Der „Service d’assistance aux victimes de violence domestique“ (SAVVD) hĂ€lt zudem fest, dass bei den rund 11 Prozent mĂ€nnlicher Opfer, die die Beratungsstelle 2017 beanspruchten, zwei Drittel vom gleichen Geschlecht angegriffen wurden. Die Dunkelziffer ist allgemein vermutlich deutlich höher. Spautz merkte im GesprĂ€ch mit der „woxx“ außerdem an, dass man davon ausgehen könne, dass weniger MĂ€nner als Opfer bei der Polizei vorstellig wĂŒrden, als Frauen. Aus Scham, aus falschem EhrgefĂŒhl, aus Angst vor Bloßstellung. Trotzdem wĂŒrden die Zahlen eine eindeutige Sprache sprechen. Eine Sprache, die die ADR-Frauenfraktion nicht zu verstehen scheint.

Wer legt die Karten auf ‹den Tisch?

In einem Schreiben echauffierte sie sich nĂ€mlich trotzdem darĂŒber, die „Orange Week“ – die Aktionstage gegen die Gewalt gegen Frauen – blende die mĂ€nnlichen Opfer hĂ€uslicher Gewalt aus. Dabei geht es bei der diesjĂ€hrigen „Orange Week“ in Luxemburg um Gewalt gegen Frauen – nicht allgemein um die Opfer hĂ€uslicher Gewalt, unter die auch minderjĂ€hrige Jungen und MĂ€dchen sowie Senior*innen fallen mĂŒssten. Ganz davon abgesehen, dass es jeder Kampagne freisteht, einen thematischen Schwerpunkt zu setzen, um auf einen kleinen Teil eines noch viel grĂ¶ĂŸeren Problems zu verweisen. Vielleicht wĂ€re es passender gewesen, die ADR hĂ€tte das Thema der hĂ€uslichen Gewalt gegen MĂ€nner am WeltmĂ€nnertag (3. November) – einem Aktionstag zur MĂ€nnergesundheit – oder am Internationalen MĂ€nnertag (19. November) aufgerollt. Das hĂ€tte ihr aber vermutlich die Pointe versaut: Der Diskurs ĂŒber hĂ€usliche Gewalt sei wegen der BeschrĂ€nkung auf weibliche Opfer weder ehrlich noch objektiv, sondern getrieben von einer mĂ€nnerfeindlichen Ideologie, die das Sujet zweckentfremde. Verwirrende Aussage, wenn man den Kopf aus dem eigenen Goldfischglas zieht und sich an die Statistik des Komitees zurĂŒckerinnert.

Über die vergleichsweise hohe TĂ€terschaft von MĂ€nnern zu reden, ist kein Aufwiegeln der Geschlechter, kein Fingerzeig oder subjektives Empfinden. Es grĂŒndet auf nackten Zahlen – und die offenbaren ein Problem, das die Gesellschaft geschlossen angehen muss. Die Krux der hohen Gewaltbereitschaft liegt nĂ€mlich unter anderem in der immer noch binĂ€r gestrickten Geschlechterwelt. Der Mann im Strickpulli hat Recht, wenn er von Klischees spricht, aber sie sind weit mehr als Attribute, die einem aufgrund des biologischen Geschlechts zugeordnet werden. Sie mutieren zu wichtigen Faktoren der Sozialisation und haben einen wesentlichen Einfluss auf unsere MĂ€nnlichkeits- und Weiblichkeitsbilder. „Schon im Kindesalter wird vielen MĂ€nnern beigebracht, keine Angst zu haben, keinen Schmerz zu zeigen“, beobachtet Spautz, „eng Fauscht an der TĂ€sch ze maachen.“ Das fĂŒhre zwangslĂ€ufig zu Schwierigkeiten, sich seiner und der Verletzlichkeit anderer bewusst zu werden. Es sind Erziehungsmodelle, die nur bedingt zu einem diversifizierten MĂ€nnerbild fĂŒhren, das einen differenzierten Diskurs ĂŒber die Gewaltproblematik ermöglichen wĂŒrde. Die wenigsten MĂ€nner wĂŒrden sich fĂŒr eine vielseitige Sicht auf das eigene Geschlecht stark machen, die von dem typisierten MĂ€nnerbild des starken, beschĂŒtzenden, leistungsfĂ€higen und erfolgsorientierten Mannes abweiche, stellt Spautz fest.

Nicht den Aktionstagen fĂŒr Frauen fehlt es an Ehrlichkeit, wie die ADR-Frauen bedauern, sondern der Diskussion ĂŒber diese immer noch festgefahrenen MĂ€nnerbilder. Die MĂ€nnerwelt braucht eine eigene, selbstkritische Hinterfragung patriarchaler, geschlechtsdefinierter Strukturen und Lebenskonzepte, wenn sie sich progressiv entwickeln will. Und das ist eine Debatte, an der sich die MĂ€nner selbst beteiligen sollten. „MĂ€nner mĂŒssen lernen, sich mehr mit ihrem Dasein als Mann auseinanderzusetzen. Sie sollten auch ihren Umgang untereinander, also MĂ€nner mit MĂ€nnern, reflektieren. Wir brauchen engagierte MĂ€nner.“ Spautz schnitt bereits am Montag im GesprĂ€ch mit der „woxx“ an, was er einen Tag spĂ€ter beim RundtischgesprĂ€ch wiederholte. „Sie könnten lernen sich gegenseitig zu unterstĂŒtzen, anstatt hauptsĂ€chlich zu rivalisieren, sich zu solidarisieren. NatĂŒrlich nicht gegen Frauen, sondern fĂŒr mehr LebensqualitĂ€t.“

Unterm Strich geht es darum, das PhĂ€nomen der mĂ€nnlichen TĂ€terschaft und der immer noch starren Rolle des Mannes in der Gesellschaft als RealitĂ€t anzunehmen und sie zu ĂŒberdenken. Das hat an und fĂŒr sich nichts mit einer pauschalen Verurteilung zu tun. Es ist vielmehr die Reaktion auf eine TĂ€terschaft, die nur die Spitze des Eisbergs ist. Tiefgreifender wurzelt das Problem in einem porösen Gesellschaftskonstrukt, das unter den bestehenden Bedingungen frĂŒher oder spĂ€ter zusammenzubrechen droht. In dem Kontext sollte man dann auch auf die psychische und körperliche Gewalt gegen MĂ€nner hinweisen, die sowohl von Frauen als auch von MĂ€nnern und nicht zuletzt vom gesellschaftlichen System ausgeht.

Nicht nur die Symptome beheben

Über all diese Fragen sinnieren die ADR-Frauen in ihrer Pressemitteilung nicht. DafĂŒr schĂŒtteln sie in ihrem Schreiben den Kopf ĂŒber fehlende MĂ€nnerhĂ€user. Was sie nicht erwĂ€hnen ist, dass die Beratungsstelle „infoMann“ sieben Betten fĂŒr MĂ€nner bereithĂ€lt, die aus einem Gewaltkreislauf ausbrechen wollen. Mal reichen die Betten nicht aus, mal bleiben sie ĂŒber lĂ€ngere Zeit leer. Die Beratungsstelle wird rege genutzt: 2017 suchten 250 MĂ€nner die Stelle auf, in diesem Jahr waren es bisher 230. Darunter fielen 19 MĂ€nner, die unter unterschiedlichen Gewaltformen litten. Die Hilfesuchenden kommen aus allen Gesellschaftsschichten. Es lĂ€sst sich nun darĂŒber streiten, ob ein dezentralisiertes, regionales System angemessener wĂ€re und ob sieben PlĂ€tze tatsĂ€chlich ausreichen. FĂŒr Frauen stehen in vergleichbaren Strukturen immerhin rund 220 Betten bereit und die Wartelisten sind trotzdem ellenlang, wie Birnbaum und Klein bei der „table ronde“ schulterzuckend zugaben.

Den Bedarf, das Angebot fĂŒr mĂ€nnerspezifische NotunterkĂŒnfte auszuweiten, sieht Spautz, der an der Quelle sitzt, derzeit allerdings nicht. „GrundsĂ€tzlich halte ich es fĂŒr sinnvoller PrĂ€ventionsarbeit zu leisten, als weitere Auffangstrukturen nach Problemen zu schaffen“, fordert er stattdessen. „Wir mĂŒssen ĂŒber Gewalt in Luxemburg sprechen, nicht nur ĂŒber weitere Wohnstrukturen fĂŒr Opfer und TĂ€ter – und das mĂŒssen Frauen und MĂ€nner gemeinsam tun.“ Menschen in Not brĂ€uchten Hilfe, aber das eigentliche Ziel mĂŒsse es sein, die Probleme im Keim zu ersticken. Die Ansicht, dass die Aktionen gegen Gewalt gegen Frauen gewissermaßen eine Ohrfeige fĂŒr mĂ€nnliche Gewalt-‹opfer sind, teilt er nicht. Im Gegenteil. Er sieht Kampagnen und Bewegungen, wie die „Orange Week“ oder , eher als Gelegenheit das Dasein als Mann in der heutigen Gesellschaft zu hinterfragen. Es sei wichtig, sich mit weiblichen Gewaltopfern zu solidarisieren. NatĂŒrlich sei es unangenehm, mit StraftĂ€tern oder sexistischen MĂ€nnern in einen Topf geschmissen zu werden, aber wer mit sich selbst im Reinen sei, habe nichts zu befĂŒrchten. Es sage viel ĂŒber das eigene SelbstverstĂ€ndnis aus, wenn man pikiert auf die -Debatte reagiere und sich angegriffen fĂŒhle.

Foto: Prince Photos

Schmollen ist kontraproduktiv

Dinge, die der Wort-Journalist Gaston CarrĂ© laut seinem Edito vom 23. November vermutlich anders sieht. Spautz verlangt nach engagierten MĂ€nnern, die sich bewusst und aktiv von einem von außen zugewiesenen, undifferenzierten Geschlechterbild abwenden? CarrĂ© meldet sich freiwillig und geht mit gutem Beispiel voran – oder eher mit schlechtem Beispiel, denn er steigt aus. Sein Edito nannte er „#Metoo sans moi“: ein Titel mit Schuss. Ein Schuss, der nach hinten losgeht. Zuerst freut man sich fĂŒr CarrĂ©, dass er kein Missbrauchsopfer ist, und will mit ihm darauf anstoßen, dass er sich gegen sexualisierte Gewalt ausspricht. Das Glas knallt aber dann recht schnell wieder auf den Tisch, die Freude legt sich ein paar Zeilen weiter. CarrĂ© spricht nĂ€mlich nicht von der Erfahrung oder Nicht-Erfahrung sexualisierter und genderspezifischer Gewalt, sondern distanziert sich vom Diskurs ĂŒber diese Verbrechen. Er verurteilt ihn zu einem „discours dont la violence est pareillement exĂ©crable“.

Ja, auf Twitter kursierte der Hashtag #MenAreTrash, der sich sowohl ironisch als auch ernsthaft gegen das traditionelle Patriarchat und seine Werte richtete. Und ja, die freie Autorin und Journalistin Sibel Schick schrieb ein Gedicht mit dem Titel „MĂ€nner sind Arschlöcher“. Über solche Pauschalisierungen lĂ€sst sich streiten. Sie könnten unter UmstĂ€nden als unreflektierte kollektive Schuldzuweisung durchgehen, aber auf sie nimmt CarrĂ© nicht Bezug. Ihm geht es vielmehr um die unzĂ€hligen Aktionen gegen Gewalt gegen Frauen und die ĂŒberbordende Berichterstattung ĂŒber weibliche Missbrauchsopfer. Ein Zuviel an Informationen, das letzten Endes zum Trugschluss fĂŒhre, dass der Mann ein Übel sei. Es verginge kein Tag, an dem nicht darĂŒber berichtet wĂŒrde, dass „une telle a Ă©tĂ© violĂ©e par un tel“. Ob man dieses Inventar denn wirklich kontinuierlich fĂŒttern mĂŒsse?

Betrachtet man die aktuellen politischen Entwicklungen weltweit, wie etwa in Ungarn, Polen oder Brasilien, wo frauenfeindliche Regime am Ruder sind, mĂŒsste die Antwort klar sein: Ja. Die eingangs genannten Zahlen aus Luxemburg sind ebenfalls alles andere als beruhigend. DarĂŒber hinaus schĂ€tzte die Agentur der EuropĂ€ischen Union fĂŒr Grundrechte 2014, dass allein in Europa jede dritte Frau – das entspricht 61 von insgesamt 85 Millionen – seit ihrem 15. Lebensjahr körperliche oder sexualisierte Gewalt erfahren hat. Manche sogar beides. Dabei ist die Situation in Europa noch vergleichsweise „gut“, denkt man an LĂ€nder und Regionen, in denen die Beschneidung und systematische UnterdrĂŒckung und Misshandlung von Frauen an der Tagesordnung sind. DarĂŒber hinaus lĂ€sst sich kaum abstreiten, dass wir unter einem globalen Gewaltproblem leiden. Spautz schĂ€tzt, dass 99 Prozent der Gewalttaten dabei von MĂ€nnern ausgehen. Jede Bewegung gegen Gewalt ist also begrĂŒĂŸenswert, jeder Versuch der Sensibilisierung durchaus sinnvoll. Es muss Tacheles geredet werden und ein Diskussionspunkt ist dabei nun mal, wie bereits erwĂ€hnt, die mĂ€nnliche TĂ€terschaft.

Dabei geht es auf beiden Seiten nicht darum, den Spieß umzudrehen und Gewalt gegen den jeweils anderen auszuĂŒben, sondern um ein respektvolles Miteinander. Nicht etwa darum sich – wie CarrĂ© es in seinem Text macht – als „nous“ gegen ein „vous“ aufzubĂ€umen. Die Aktionswochen und Bewegungen gegen die Gewalt gegen Frauen sollen die Gesellschaft zusammenbringen, nicht auseinandertreiben. Etwa so, wie bei der „table ronde“. AndrĂ©e Birnbaum lehnte sich irgendwann lachend zurĂŒck und meinte, Francis Spautz sei feministischer, als „Femmes en dĂ©tresse“. Der zeigte sich erfreut, lachte erstaunt, dankend auf. „Ja, das erzĂ€hle ich immer allen anderen“, lĂ€chelte Birnbaum dann, „persönlich habe ich es dir noch nie gesagt. Das wĂ€re hiermit getan.“ Schon vorher hatte sie sich ans Publikum gewandt und betont, alle die hier am Tisch sĂ€ĂŸen, zögen an einem Strang. Es sei keine Arbeit gegeneinander.

Das bedeutet ein gleichberechtigtes Miteinander auch: RealitĂ€ten gemeinsam wahrzunehmen und sie geschlossen anzugehen, wie es die Redner*innen und das Publikum bei der „table ronde“ vormachten. Dabei mĂŒssen mal die einen, mal die anderen Gewohnheiten loslassen, um Freiheiten dazuzugewinnen. Oder wie die Journalistin und Publizistin Carolin Emcke in „Gegen den Hass“ schreibt: „Eine demokratische Gesellschaft ist eine dynamische, lernfĂ€hige Ordnung, und das setzt auch die individuelle wie kollektive Bereitschaft voraus, individuelle oder kollektive IrrtĂŒmer einzugestehen, historische Ungerechtigkeiten zu korrigieren und sich gegenseitig zu verzeihen.“ Und zwar immer wieder.

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