Schon gestreamt? Unbelievable

Eine neue Netflix-Serie stellt sexualisierte Gewalt in den Fokus und weiß trotz einiger Mängel zu überzeugen.

Beth Dubber/Netflix

Auf den ersten Blick scheint „Unbelievable“ aus der MeToo-Bewegung hervorzugehen, die im Herbst 2017 ihren Anfang nahm. Dabei begannen die Vorbereitungen für die achtteilige Netflix-Miniserie bereits früher. Die Serie beruht auf einem Fall, der sich im Jahr 2015 in Nordamerika ereignete, als zwei Ermittlerinnen unabhängig voneinander in ihrem jeweiligen Distrikt Vergewaltigungsvorwürfen nachgingen – zunächst nicht wissend, dass sie den gleichen Täter suchten. Nachdem die Ähnlichkeit der Fälle offensichtlich wurde, entschlossen sie sich, die Untersuchung gemeinsam zu bestreiten. Darauf basierend zeigt „Unbelievable“ wie die Polizistinnen Karen Duvall (Merritt Wever) und Grace Rassmussen (Toni Collette) alles daran setzen, gemeinsam den Vergewaltiger vun Marie (Kaytlin Dever), Amber (Danielle McDonald) und zahlreichen weiteren Frauen zu fassen. mehr lesen / lire plus

Im Kino: Untouchable

„Untouchable“ schildert den Aufstieg und Fall des Produzenten Harvey Weinstein. Dabei verpasst der Film es, sexualisierte Gewalt in einem größeren Kontext zu thematisieren.

Zeug*innenaussagen zufolge war Harvey Weinstein auch schon in jungen Jahren sexuell gewalttätig gegenüber Frauen. (© Sundance Film Festival/Variety.com)

Wer einmal Opfer von Missbrauch wurde, weiß um die unzähligen Faktoren, die eine solche Erfahrung noch traumatischer machen: Die Selbstvorwürfe, nicht vorsichtig genug gewesen zu sein, die Tat durch das eigene Verhalten irgendwie mitverschuldet zu haben. Das Gefühl, mit seiner Erfahrung alleine zu sein und niemanden zu haben, der versteht, was man gerade durchmacht. Die Angst, dass es wieder passieren könnte, dass einem nicht geglaubt wird oder geholfen werden kann. mehr lesen / lire plus

Podcast: Am Bistro mat der woxx #050 – Diskriminéierung a politesch Korrektheet

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem Artikel.

Ee Mathésexcercice huet zu Lëtzebuerg eng Diskussioun iwwert Homofeindlechkeet ausgeléist. Mä méi wéi iwwert d‘Aufgab an doriwwer, wéi se an dat Mathésbuch komm ass u sech ass iwwert aner Froen diskutéiert ginn. Déi hunn alleguerte mat Diskriminéierung an der sougenannter politescher Korrektheet ze dinn. Dës Woch ass an der woxx net nëmmen iwwert rosa Kummere geschriwwe ginn, mä eben och iwwert den Ëmgang mat Sexismus, Homofeindlechkeet a Diskrimnéierung am Allgemenge – an der Form vun enger Kritik vum Carolin Emcke sengem neiste Buch „Ja heißt ja und …

Dofir diskutéieren d‘Tessie Jakobs, d‘Isabel Spigarelli an de Joël Adami dës Woch am Podcast iwwert Thema politesch Korrektheet. mehr lesen / lire plus

Buchbesprechung „Ja heißt ja und …“: Diskriminierung geht uns alle etwas an

Die Publizistin Carolin Emcke meldet sich mit „Ja heißt ja und …“ zur MeToo-Debatte zu Wort. Mit ihrer Kontextualisierung der Fakten, ihrer Interpretation der Reaktionen und ihrem Weiterdenken leistet sie damit einen wichtigen Beitrag.

Carolin Emcke (Jahrgang 1967) studierte Philosophie in London, Frankfurt am Main und Harvard. Von 1998 bis 2013 bereiste sie als Journalistin Krisenregionen weltweit. Die freie Publizistin wurde für ihr Schaffen bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (2016). (Foto: Sebastian Bolesch, 2001)

Carolin Emcke kehrt in „Ja heißt ja und …“ an den Ursprung des Problems zurück: das Tabu, offen über sexualisierte Gewalt zu sprechen. mehr lesen / lire plus

Sexismus: Du hast die Haare nicht schön

Im Jahr 2019 müssen sich Politikerinnen immer noch mit frauenfeindlichen Kommentaren zu ihrem Aussehen herumplagen. Warum uns das alle etwas angeht.

„Lange Haare stehen dir so viel besser als kurze“ – bekommt man als Frau einen solchen Kommentar, ist das mehr als nur eine Geschmacksbekundung. Stets schwingt auch der Subtext mit: So siehst du weiblicher und heterosexueller aus. Eine Frau mit kurzen Haaren entspricht einfach nicht dem Weiblichkeitsideal. Vor allem dann, wenn diese Frau noch recht jung ist und ihre Haare grau sind.

Genau dafür musste diese Woche die Ministerin Sam Tanson Kritik einstecken. In einem anonymen Brief wurde nämlich ihre „männliche Frisur“ beanstandet. mehr lesen / lire plus

Podcast: Am Bistro mat der woxx #039 – Féck mech, net de Klima

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem oder zwee Artikelen.

Dës Woch ass um Cover vun der woxx ee Schëld vun der grousser „Youth for Climate„-Demo vum 15. Mäerz ze gesinn. Dat awer net, well mir eis nach eng Kéier mam Engagement vu Jonke géint de Klimawandel beschäftegen, mä well et grouss Opreegung an Diskussioune ronderëm de Sproch gouf, deen op dem Schëld stoung: Fuck Me, Not the Climate. Déi Diskussiounen an de „public shaming“ goungen sou wäit, datt déi jonk Fra, déi dat Schëld gedroen huet, hire Facebook-Account desaktivéiert huet. mehr lesen / lire plus

Polemik: „Fick mich, nicht den Planeten“

Die um zwei Protestschilder herum entstandene Empörung auf Facebook offenbart, was Teile unserer Gesellschaft unter Konsens, Feminismus und legitimen Protestformen verstehen.

Auf der Demo war das „Destroy My Pussy, Not My Planet“-Schild eins von vielen. Auf Facebook bekommt man das Gefühl, dass es nur eins von insgesamt zwei Stück war. (© Joël Adami)

„Die bräuchten mal ein wenig Sex-Positivität, findest du nicht?“ – mit diesem Kommentar versehen schickte mir eine Freundin vergangenen Freitag zwei Fotos zu. Auf dem ersten waren eine, auf dem zweiten drei junge Frauen, bewaffnet mit jeweils einem Protestschild zu sehen: „Fuck Me, Not the Planet“ und „Destroy My Pussy, Not the Planet“. mehr lesen / lire plus

Schon gestreamt? Leaving Neverland

Dan Reed hat dank zahlreicher Zeug*innenaussagen mit „Leaving Neverland“ einen der bisher vielschichtigsten und wichtigsten Beiträge zur MeToo-Debatte geschaffen.

James Safechuck und Jackson (© HBO)

„Leaving Neverland“ ist nur marginal ein Film über Michael Jackson. In erster Linie geht es um James Safechuck und Wade Robson, die als Kind jahrelang vom Sänger sexuell missbraucht wurden. In der vierstündigen HBO-Doku beschreiben sie detailreich ihr Verhältnis mit Jackson: wie sie sich kennenlernten, anfreundeten und sich eine Dynamik entwickelte, die selbst sie lange Zeit nicht als Missbrauch erkennen oder benennen konnten.

Die mittlerweile Mitte Dreißigjährigen erzählen von der enormen Bewunderung und Liebe, die sie als Kinder und Jugendliche für Jackson empfanden. mehr lesen / lire plus

Podcast: Am Bistro mat der woxx #038 – Weltfraekampfdag

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem oder zwee Artikelen.

Dës Woch dréint sech passend zum 8. März am Podcast vun der woxx alles ronderëm de Weltfraekampfdag.

D’Tessie Jakobs, d’Isabel Spigarelli an de Joël Adami schwätzen engersäits iwwert déi medial Konsequenze vun der MeToo-Beweegung, déi mëttlerweil och a Serien a Filmer ze spiere sinn. Ee spezielle Genre sinn Dokumentatiounen iwwert sexuelle Mëssbrauch oder sexualiséiert Gewalt. Mä grad wann et ëm Stare wéi zum Beispill de R. Kelly geet, gëtt den Affer dacks net gegleeft.

Een Thema ass awer och d’Fro, wourunner et läit, datt deen Abus dacks net esou einfach ze erkennen ass an ausserdeem och doriwwer, wéisou de sougenannten Alldagssexismus och wéisst, datt den 8. mehr lesen / lire plus

#MeToo: Die Macht der Dokus

Anfang 2019 hat die MeToo-Bewegung einen neuen Höhepunkt erreicht und zeigt unter anderem mit Doku-Serien wie „Surviving R. Kelly“ eindringlich auf, wie Machtdynamiken und kollektives Augenverschließen physischen, psychischen und sexuellen Missbrauch begünstigen.

Am 5. März wies R. Kelly in einem Interview auf CBS erneut jede Schuld von sich. (© Screenshot YouTube)

Anderthalb Jahre nach Beginn der MeToo-Bewegung ist ihre Wirksamkeit immer noch nicht abgeflacht. Während anfangs journalistische Texte und Tweets dominierten, wurden die Auswirkungen der aufgeflammten Diskussion rund um sexualisierte Gewalt – Problembewusstsein, Solidarität und öffentliche Anprangerungen – immer wieder in künstlerischen Produktionen aufgegriffen. Fernsehserien wie „The Handmaid’s Tale“, Filme wie „The Wife“, Songs wie „Nameless, Faceless“ von Courtney Barnett, Theaterstücke wie „Bitter Wheat“ von David Mamet oder „Saturday Night Live“-Sketche wie der über Brett Kavanaugh wurden wesentlich von MeToo beeinflusst. mehr lesen / lire plus

Alltagssexismus: Gefährliches Chamäleon

Sexismus wird zu oft mit dem Hinweis auf Humor oder Meinungsfreiheit verharmlost und entschuldigt.

Foto: pxhere

„Est-ce que tu sais twerker?“, fragte der französische DJ Martin Solveig 2018 die Fußballerin Ada Hegerberg während der Preisverleihung des Ballon d’or. Twerken ist eine laszive Tanzbewegung, die sich durch ihre stoßenden Hüftbewegungen und eine tiefe, hockende Haltung auszeichnet. Hegerberg entgegnete ein knappes „Non“. Sie ist die erste Frau, die mit dem Preis für die beste Spielerin des Jahres ausgezeichnet wurde. Solveig fiel in diesem historischen Moment nichts Besseres ein, als Hegerberg Twerken als Freudentanz vorzuschlagen. Das tat er bei den männlichen Preisträgern nicht. Später hieß es dann, das sei ein Scherz gewesen. mehr lesen / lire plus

Jazz/Pop/Folk: Garantiert ohne Testosteron

Am 8. März gehört das Prabbeli in Wiltz ganz den Frauen – zumindest die Bühne, auf der Claudine Muno und Hanne Hukkelberg auftreten werden.

Hanne Hukkelbergs Musik ist eigenständig und anders, aber bestimmt nicht eintönig.

Nachdem der Weinstein-Skandal die Filmbranche erschüttert hat, werden nun auch ähnliche Vorfälle aus der Musikindustrie enthüllt und ein weiteres trauriges Kapitel in Sachen Sexismus aufgeschlagen. Aussagen der Folkmusikerinnen Phoebe Bridgers und Mandy Moore belasten den amerikanischen Musiker Ryan Adams schwer. Der Vorwurf lautet, dass Adams ihre Karrieren gegen sexuelle Gefälligkeiten unterstützen wollte. Diese sexuellen Übergriffe sind eine mögliche Erklärung für die Unterrepräsentanz von Frauen in der Musikbranche. mehr lesen / lire plus

Männlichkeit: Zärtliche Männer, bitte!

Dank eines Gillette-Werbespots wird über toxische Männlichkeit geredet. Ein kritischer und reflektierter Diskurs ist längst überfällig.

Foto: Pixabay

Über ein Jahr nach der Popularisierung der #MeToo-Bewegung durch Hollywood greifen ausgerechnet Werbespots eine der wichtigsten, aber auch der am meisten vernachlässigten Facetten der Debatte auf: die Rolle der Männer. Gillette zeigt Situationen, die typisch für das Phänomen der toxischen Männlichkeit sind: Raufende Jungen, die niemand stört, gemobbte Jungen, die mit niemandem darüber reden können und Männer, die Frauen nachpfeifen oder sie gar begrabschen wollen. Der Spot fordert Männer auf, einzugreifen und es besser zu machen. Die streitenden Jungen werden ermahnt, das Mobbingopfer wird gefragt, wie es ihm geht und der Mann, der gerade im Begriff ist, eine Frau zu belästigen, wird von seinem Kumpel zurückgepfiffen. mehr lesen / lire plus

Fernsehserie: Böse sind immer die anderen

Mit ihrem Fokus auf toxische Männlichkeit und moderne Technologien greift die Fernsehserie „You“ sehr aktuelle Debatten auf. Statt ein klares Urteil zu sprechen, lässt sie jedoch zu viel Interpretationsspielraum.

„You“ regt uns dazu 
an, uns ein Happy End 
für Joe und Beck zu wünschen. (© melty)

Ein sensibler Buchladen-Besitzer namens Joe Goldberg (Penn Badgley) lernt eine angehende Schriftstellerin namens Guinevere Beck (Elizabeth Lail) kennen und fühlt sich umgehend zu ihr hingezogen. In der Absicht, sie besser kennenzulernen, beginnt er sie und ihr Umfeld zu stalken, sowohl off- als auch online. Die Prämisse der Serie „You“, die seit Dezember auf Netflix geschaut werden kann, ist eher ungewöhnlich. mehr lesen / lire plus

Menschenrechte 2018: Eine Odyssee

Geburtstagsreden sind oft zäh, langatmig und stinken nach Eigenlob. Nicht so die von Amnesty International zum 70. Jahrestag der Menschenrechtsdeklaration am 10. Dezember. Die Organisation hebt in ihrem Jahresbericht vor allem Aktivistinnen hervor.

Lorena Flores Agüero

2018 war für Amnesty International ein Jahr, in dem die feindliche Haltung gegenüber Frauen, Homosexuellen und Ausländer*innen auf politischer Ebene erneut bedenkliche Züge angenommen hat. Amnesty warnt, dass diese Entwicklungen die Rechte und Freiheiten der genannten Menschengruppen in Gefahr bringen könnten. Eine Gefahr, gegen die in den letzten zwei Jahren besonders aktivistische Frauen ein Zeichen setzten. Manche landeten deswegen hinter Gittern, so beispielsweise die Palästinenserin Ahed Tamini, die sich für die Rechte ihre Mitbürger*innen stark machte, oder Loujain al-Hathoul, Iman al-Nafjan und Aziza al-Yousef, die in Saudi-Arabien für Frauenrechte eintraten. mehr lesen / lire plus

Gewalt: Hand aufs Herz

Das Gespräch über geschlechts-
spezifische und häusliche Gewalt erregt die Gemüter. Es ist ein Thema zwischen Fakten, Ehrlichkeit und festgefahrenen Denkmustern.

In der Diskussion um männliche Täterschaft, sollten auch Männer verstärkt Farbe bekennen und Fragen stellen. (Foto: Snapwire)

Mit entschuldigenden Gesten bahnt er sich mit einer Ledertasche unterm Arm und in farbigem Strickpullover einen Weg durch die Stuhlreihen, bis zu einem freien Sitzplatz bei der „table ronde“ der Gemeinde Sanem zu „Gewaltopfer, Gewalttäter: Ass Gewaltbereetschaft ofhängeg vu Geschlecht, Alter a sozialem Ëmfeld?“. Immer wieder nickt er Francis Spautz, Psychologe und Leiter der Beratungsstelle „infoMann“, zu. Der spricht über die Gewalt von Männern gegen Männer und andere. mehr lesen / lire plus

Sexismus in den Parlamenten

Psychische und sexualisierte Gewalt sind auch in den europäischen Parlamenten keine Ausnahme. Stellen, um die Vorfälle zu melden, gibt es meist keine.

© EPA

85 Prozent Frauen, die in Parlamenten arbeiten, sind bereits Opfer psychischer Gewalt geworden, so der erschreckende Befund einer kürzlich von Interparlamentarischer Union (UIP) und der parlamentarischen Versammlung des Europarates (PACE) publizierten Studie. Befragt wurden dafür 123 Frauen aus insgesamt 45 Ländern, darunter 81 Parlamentarierinnen und 42 Parlamentsangestellte.

Unter 40-Jährige und Angestellte sind einem höheren Risiko ausgesetzt, Opfer psychischer Gewalt zu werden als ältere Frauen und Parlamentarierinnen. Bei letzteren sind vor allem diejenigen gefährdet, die sich gegen Geschlechterungerechtigkeiten und Gewalt gegen Frauen einsetzen. mehr lesen / lire plus

Harvey Weinstein angeklagt

Der Staat New York klagt gegen den ehemaligen Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein und seinen Bruder Robert.

©Wikipedia

Am gestrigen Sonntag hat der Generalstaatsanwalt Eric Schneidermann eine Klage gegen die Produktionsfirma The Weinstein Company sowie deren Gründer Harvey und Bob Weinstein beim obersten Gericht in New York eingereicht. Die beiden Brüder hätten sich jahrelang ein feindseliges Arbeitsumfeld, ein Muster von sexuellem Missbrauch und den systematischen Gebrauch von Firmenressourcen zu unrechtmäßigen Zwecken zuschulden kommen lassen, heißt es in der Anklageschrift. Dadurch, dass die Weinstein Company keinen ausreichenden Schutz ihrer Angestellten gegen sexuelle Belästigung, Einschüchterung und Diskriminierung gewährleistete, habe die Firma wiederholt das New Yorker Gesetz gebrochen. mehr lesen / lire plus

#MeToo
: Nicht nur Monster im Visier

Spätestens seit den Vorwürfen gegen den US-Schauspieler Aziz Ansari, der sich selbst als Feminist begreift, werden Stimmen laut, dass die #Metoo-Bewegung nun zu weit gehe. Dabei ging es von Anfang an um die Hinterfragung einer Kultur, in der sexuelle Belästigung toleriert wird.

Das Ausmaß der #Metoo-Bewegung geht manchen mittlerweile zu weit. (Foto: Wikimedia Commons
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„Jemanden auf den Hintern klopfen ist nicht dasselbe wie eine Vergewaltigung. Beide Verhaltensweisen gilt es zu beseitigen, aber sie dürfen nicht gleichgestellt werden.“ Als Matt Damon im Dezember letzten Jahres in einem Interview mit dem US-amerikanischen Sender ABC erklärte, dass es bezüglich sexueller Übergriffe ein „Spektrum an Verhaltensweisen“ gäbe, hagelte es so viel Kritik, dass der Schauspieler sich kurze Zeit später für seine Aussagen entschuldigte. mehr lesen / lire plus

#MeToo : Une tribune « proporcs » relance le débat

Une tribune de cent femmes françaises en réponse au mouvement #MeToo a beaucoup fait parler d’elle cette semaine. Tout comme la réponse de trente militantes féministes.

Nouveaux rebondissements dans le débat sur les violences sexuelles faites aux femmes : après le mouvement #MeToo, né au cours de l’« affaire Weinstein », et la campagne « Time’s Up », lancée par 300 actrices du monde du cinéma, voilà qu’une centaine de femmes françaises ont pris la parole il y a une semaine… pour dénoncer une prétendue « haine des hommes et de la sexualité ».

Défendant la « liberté d’importuner », les 100 femmes, dont l’actrice Catherine Deneuve, mais aussi l’auteure Sarah Chiche ou encore l’écrivaine Catherine Millet, voient dans le mouvement #MeToo un « sursaut de puritanisme ». mehr lesen / lire plus