Laut Weltgesundheitsorganisation wird weltweit rund ein Drittel aller Frauen im Laufe ihres Lebens Opfer körperlicher, ökonomischer, sexualisierter und/oder psychischer Gewalt. Dies etwa in Form häuslicher Gewalt, Vergewaltigungen, Genitalmutilationen, Menschenhandel oder Zwangsheirat. Um für diesen Missstand zu sensibilisieren, haben die Vereinten Nationen 2008 die jährlich vom 25. November bis zum 10. Dezember stattfindende „Orange Week“ ausgerufen. In diesem Jahr sind Opfer häuslicher Gewalt aufgrund von Ausgangsbeschränkungen in einer besonders schwierigen Lage – auch in Luxemburg. Wie das Ministerium für Gleichstellung von Frauen und Männern mitteilt, wird die Entwicklung der Fälle von Gewalt gegen Frauen zurzeit täglich analysiert. Mit Notfallstrukturen, die die zurzeit bestehenden entlasten sollen, einem steten Ausbau der Informationsseite violence.lu sowie der Helpline 2060 1060 wird versucht, Opfer verstärkt zu unterstützen. Der nationale Frauenrat hat zudem zu einer Solidaritätsaktion in den sozialen Netzwerken aufgerufen. Weitere Informationen auf www.cnfl.lu. Auch auf kommunaler Ebene finden vom 25. November bis 10. Dezember Aktionen statt. So startete etwa die Chancengleichheitsstelle in Düdelingen diese Woche ihre Kampagne „Neen zur Gewalt géint Fraen a Meedercher“. Teil davon sind ein Banner vor dem Rathaus, eine Informationsbroschüre sowie Facebookposts.
Naturwiederherstellungsplan: Ein weiterer „Papiertiger“?
Bis September muss die Regierung einen Plan zur Wiederherstellung der natürlichen Ökosysteme einreichen. NGOs kritisieren den vorliegenden Entwurf – auch, weil er noch nicht vollständig ist.

