PSYCHIATRIE: Ein neuer Anlauf

Der „Rössler“-Bericht bestätigt, was ohnehin alle wissen: Will Luxemburgs Psychiatrie endlich internationale Standards erreichen, muss viel geschehen. Und das kostet Geld.

Helle, renovierte Räume neben verwaisten schäbigen Abteilungen, von deren Wänden der Putz bröckelt. So präsentiert sich das Ettelbrücker Hochhaus des Centre hospitalier neuropsychiatrique (CHNP), auch „Building“ genannt, derzeit seinen Besuchern. Dass Luxemburgs Psychiatrie eine Baustelle ist, an der seit Jahrzehnten ohne viel Erfolg herumgedoktert wird, ist bekannt. Damit sich das ändert, hat Gesundheitsminister Mars di Bartolomeo (LSAP) Ende 2004 eine Studie in Auftrag gegeben, die den aktuellen Zustand der Psychiatrie erfassen und Wege zu ihrer Verbesserung aufweisen soll. Sie liegt nun in einer ersten Kurzversion vor. mehr lesen / lire plus

CHRISTOPHER NOLAN: Batman begins

Décollage immédiat: dopé par un acteur principal convaincant et une mise en scène efficace, „Batman Begins“ réussit à convaincre.

Bruce Wayne avant d’enfiler son costume chauve-souris:
après Clooney et Kilmer, Christian Bale sauve l’honneur du super-héros légendaire.

Cela faisait huit ans qu’on ne l’attendait plus. L’homme chauve-souris, après des débuts tonitruants sous la direction de Tim Burton, s’était englué par la suite dans une parodie de cape et de masque par un Joël Schumacher peu inspiré.

La Warner, prudente, avait alors décidé de le mettre sous cloche, le temps de faire oublier les ratages de Batman-Kilmer et de Batman-Clooney. Consciente du potentiel super-héroïque démontré par Spiderman, la Warner attendait son heure pour faire renaître Bruce Wayne (Batman en tenue de ville) et lui faire vivre de nouvelles aventures. mehr lesen / lire plus

PAWEL PAWLIKOWSKI: My Summer of Love

In Großbritannien gefeiert, entpuppt sich Pawel Pawlikowskis kleine Liebesgeschichte als stimmungsvolle Inszenierung einer Jugendliebe. Die spontane Subversivität, mit der die beiden Hauptdarstellerinnen Nathalie Press und Emily Blunt Pseudo-Religiosität und Doppelmoral auf die Schippe nehmen, und die Musik von Goldfrapp lassen einige Längen vergessen.

Im Utopia mehr lesen / lire plus

www.eilen.org: Natur relax…

Vu sengem Computerschierm aus kucken, dat kann een op www.eilen. org. Mat senger Webcam gëtt de Gaston Klares den InternetsurferInnen d’Méiglechkeet e Bléck an en Nistkasten mat sechs jonke Tureilen ze wäerfen. 24 Stonnen op 24 kann een deenen Déieren nokucken, déi sech zënter 1999 an enger Scheier am Oste vum Land niddergelooss hunn. Nieft dem Live-Stream kann een sech och déi beschte Screenshots ukucken an sech allgemeng an d’Thema Tureilen aliesen. E bësse Gedold brauch ee schonn, well d’Astellunge wiessele relativ lues a vu datt d’BewunnerInne vun der Këscht dagsiwwer schlofen, ass net ëmmer ganz vill lass. Dofir gëtt de Webmaster allen Nuetseilen direkt en Tipp mat op de Wee: am beschten ass et, sech eréischt Owes no 10 Auer eran ze klicken, well da kënnt den Eilepapp mam Iessen heem a geet sengen eheleche Pflichten no … mehr lesen / lire plus

GALERIE ALIMENTATION GENERALE: Jan Stieding

Jan Stieding capte dans ses peintures, exposées actuellement à la galerie Alimentation Générale, des instants que seul un appareil photographique pourrait saisir. Des moments décisifs en quelque sorte, pendant lesquels un destin bascule. Il met en scène la chute d’un cheval ou l’instant avant qu’un gardien ne voit le joueur adversaire marquer un but. C’est du moins ce qu’on pourrait s’imaginer. Les tableaux, tout en saisissant une ambiance ou un moment, restent toujours assez flous. Il s’agit plutôt d’impressions personnelles que de représentations palpables, le coup de pinceau est léger. Reste des peintures sur lesquelles il faut s’attarder, qu’il faut contempler pour en saisir la profondeur. mehr lesen / lire plus

EU-BILANZ: Glücklos, aber unermüdlich

Die tiefe Krise der Union hat er nicht verhindern können, Junckers Image als rastloser Europäer übersteht die Turbulenzen aber unbeschadet.

Etwas ist anders geworden in Europa. Die (Online-) Redakteure des Sankt-Paulus-Konzerns verfallen nicht in reflexartige Euphorie, wenn es darum geht, die Ergebnisse der Luxemburger EU-Präsidentschaft zu bilanzieren. Zwar wird der Einsatz und Kampfgeist des Luxemburger Regierungschefs allseits gelobt – sogar vom Präsidenten der Fraktion der Europäischen Linken. Doch am Ende bleibt die Feststellung, dass eigentlich nur eines der drei „großen Dinge“, die sich Juncker für seine Präsidentschaft vorgenommen hatte, erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Die Reform des Stabilitäts- und Wachstumspakts wird positiv im „Wort“ hervorgehoben. mehr lesen / lire plus

ROCK: White Stripes

The White Stripes, Get Behind Me Satan, XL/Beggars, 2005.

Lustig eigentlich: Während Coldplay vorgeworfen wird, sich mit „X&Y“ nicht wirklich erneuert zu haben, müssen sich die White Stripes den Vorwurf gefallen lassen, ihren erdigen Blues-Rock zu Gunsten schludrig aufgenommen Lo-Fi-Skizzen aufgegeben zu haben. In der Tat erschließt sich Get behind me Satan auch beim x-ten Hören nicht. Selbst ein lauer Aufguss des großartigen Vorgängers „Elephant“ könnte nicht so enttäuschend sein. „Artsy-Fartsy“ nennt es der Brite: Jack und Meg White bieten reichlich Attitüde aber wenig durchdachte Songs – als hätten sich beide lediglich beim Rumprobieren mit einem billigen Kassettenrecorder aufgenommen. Was bei Bands wie Coco Rosie oder Devendra Barnhart authentisch und erfrischend klingt, wirkt bei den White Stripes einfach nur ziellos. mehr lesen / lire plus

ROCK: Coldplay

Coldplay, X&Y, Emi, 2005.

Um es gleich klarzustellen: Die Frage, ob die neu veröffentlichte Scheibe „X&Y“ von Coldplay an das Vorgängeralbum „A Rush of Blood to the Head“ anknüpfen kann, steht an dieser Stelle nicht zur Debatte. Das neue Werk – an dem die Band immerhin drei Jahre lang werkelte – zelebriert erneut Melancholie und Weltschmerz in traumhaften Arrangements: Das sind Coldplay, wie wir sie seit „Parachutes“ lieben gelernt haben. Die Songs „Fix You“ und „The Hardest Part“ gehören zu den absoluten Höhepunkten. Ein richtiger Kracher fehlt auf den ersten Blick, dafür präsentiert sich die Scheibe ohne Durchhänger und in einer ansprechenden emotionalen Schlichtheit. mehr lesen / lire plus

COUNTRY: Ryan Adams and the Cardinals

Ryan Adams and the Cardinals, Cold Roses, Fargo, 2005.

Die fleißigen Songschreiber Conor Oberst und John Frusciante begrüßen ein neues Mitglied im Club, den Alt-Country Rebell Ryan Adams. Für 2005 hat Adams gleich drei Alben angekündigt. Cold Roses macht den Auftakt. Und kommt auch gleich als Doppelalbum daher. Den Rock’n’Roll dem er auf der gleichnamigen Scheibe noch frönte, hat er gleich wieder in den Schrank gehängt. Dafür gibt es auf Cold Roses eine doppelte Dosis Country. Die Gitarren perlen, die Pedal Steel schluchzt und auch das Songwriting ist gepflegter als auf Adams vorherigen Veröffentlichungen. Nicht alle Songs sind Highlights, und ein einziger Silberling mit zwölf Titeln hätte eigentlich auch gereicht. mehr lesen / lire plus

CNA: Lëtzebuerger Kino

„Lëtzebuerger Kino – Aspects du cinéma luxembourgois“, CNA (Hrsg.) Edition Ilôt 2005, 239 Seiten, 59 €

Rund 90 Jahre luxemburgische Filmgeschichte von 13 bekannten Filmkennerinnen und -kennern anschaulich und gut lesbar niedergeschrieben – das bietet der Bildband „Lëtzebuerger Kino“ vom nationalen Filminstitut CNA. Auf über 230 Seiten erfährt der Filmfreund (fast) alles über den luxemburgischen Film, seine Entstehungsgeschichte, seine Höhen, seine Tiefen – das Ganze mit großformatigen Fotos (darunter viele aus dem CNA-Archiv) umrahmt. Vom dokumentarischen Heimatfilm, über Biografien, Erotikclips, Animationen und Langfilmen reicht die Palette. Auch dem boomenden Geschäft mit ausländischen Filmen ist ein eigenes Kapitel gewidmet. Weil die AutorInnen es nicht bei einer Schilderung bloßer Fakten belassen, sondern die Produktionen vor dem jeweiligen historischen Kontext kritisch analysieren, werden „blinde Flecken“ deutlich: in der filmischen Auseinandersetzung mit der Rolle Luxemburgs im Zweiten Weltkrieg etwa. mehr lesen / lire plus