Tierrechte: Marschieren für mehr Gerechtigkeit

von | 22.08.2018

Am kommenden Samstag findet in Luxemburg-Stadt ein Animal Rights March statt. Wir haben mit den Organisatorinnen von Animal Dignity gesprochen.

woxx: Der Animal Rights March startet am Samstag um 14 Uhr auf dem Heilig-Geist-Plateau. Was ist das Ziel dieser Aktion?

Olga Roster: Wir wollen auf das Leid der Tiere aufmerksam machen, das durch die Fleisch-, Milch- und Eierindustrie verursacht wird. Tiere sind Individuen, die, genau wie wir auch, Zuneigung, Angst und Überlebenswillen verspüren. In unseren Augen gibt es keine Notwendigkeit, Tiere zu quälen, zu schlachten oder zu essen. Tiere einzusperren, auszunutzen oder zu töten, nur weil es sich um eine andere Spezies handelt, empfinden wir moralisch unvertretbar.

Animal Dignity wurde Ende 2017 gegründet. Wie kam es dazu und wie kann man mitmachen?

Céline Flammang: Animal Dignity wurde von drei jungen Frauen gegründet, die sich durch Cell [Centre for Ecological Learning Luxembourg; Anm. d. Red] kennengelernt haben. Was uns vereint, ist unser Ziel, Gleichgesinnte kennenzulernen, uns aktiver für Tierrechte einzusetzen, und den eigenen sowie kollektiven Umgang mit Tieren zu hinterfragen und zu verändern. Animal Dignity bietet eine Plattform, die Menschen zusammenbringt, vernetzt und informiert. Wir veranstalten nicht nur eigene Events, sondern unterstützen auch andere Organisationen. Wir wollen dem Thema Tierrechte hierzulande eine größere Sichtbarkeit verleihen und einen Lebensstil fördern, der zu einer gerechteren Gesellschaft beiträgt. Die Ausbeutung von Tieren schadet nicht nur der Umwelt und der menschlichen Gesundheit, sondern ist auch ein soziales und moralisches Problem. Langfristig streben wir neben besseren Haltungsbedingungen deshalb auch die Anerkennung fundamentaler Rechte für Tiere an. Dazu gehören das Recht auf Leben und das Recht auf Selbstbestimmung. Wir sind der Meinung, dass dadurch die Gesellschaft insgesamt respektvoller, emphatischer und fairer werden würde, und das kommt uns allen zugute. Wir stellen mit Freude fest, dass bisher sowohl Veganer als auch Nicht-Vegetarier Interesse an unseren Veranstaltungen gezeigt haben. Die Begegnungen und Diskussionen, die dabei entstehen sind sehr wertvoll. Bei den monatlichen Treffen von Animal Dignity ist jeder willkommen. Die Termine werden auf unserer Facebook-Page bekannt gegeben, man kann aber auch seine Kontaktdaten an hello@animaldignity.lu senden, um informiert zu bleiben.

Welche weiteren Aktionen sind geplant?

Julia Ariete: Im Juni 2018 haben wir eine Eventreihe gestartet, zunächst mit dem Titel „Movie&food“. Es ist geplant, das Konzept künftig auszuweiten auf „Music&Food“, „Art&Food“ und „Fashion&Food“. Es geht also darum, jeweils eine bestimmte Kunstform zu zeigen, die für das Thema Tierrechte sensibilisiert. Anschließend wird veganes Essen angeboten. Insgesamt geht es uns mit den Events darum, am Thema interessierte Menschen zusammenzubringen, ihnen Alternativen zum Tierkonsum aufzuzeigen und sie an eine vegane Lebensweise heranzuführen. Weitere Termine stehen zurzeit noch nicht fest, wer will, kann sich aber über unsere Facebook-Page auf dem Laufenden halten.

Weitere Informationen finden Sie hier und hier.

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