Wie kommt das zustande, was wir als „Erkenntnis“ und „Wissen“ bezeichnen? Diese Frage stellten sich schon die Philosophen Sokrates, Platon und Aristoteles. Auch heutzutage ist sie noch in zahlreichen Fachrichtungen von Relevanz, von der Artificial-Intelligence-Forschung bis hin zur Soziologie. Wenig überraschend fragen auch die Gender Studies nach dem Einfluss dominanter Herrschaftsstrukturen auf die Herstellung von Wissen. Im Rahmen des Aktionstags zur Genderforschung widmet das Laboratoire d’Études Queer, sur le Genre et les Féminismes (LEQGF) dieser Thematik am Samstag eine Konferenz. Auf dem Programm stehen ein Überblick über Grundfragen der Erkenntnistheorie sowie über die kritische Auseinandersetzung mit Wissenschaft durch Feministinnen wie Donna Haraway und Sandra Hardings. Abschließend wird der Frage nachgegangen, wie diese Ansätze sowohl in der Forschung als auch bei feministischem Aktivismus in die Praxis umgesetzt werden können. Das LEQGF wurde im August gegründet. Hinter der Organisation stecken die Philologin Sandy Artuso – auch bekannt durch ihr Engagement beim Theaterkollektiv Independent Little Lies, die Soziologin und queer-feministische Aktivistin Enrica Pianaro sowie die Philosophin Josée Thill. Die Veranstaltung findet am 18. Dezember von 15 bis 17 Uhr in den Räumlichkeiten des Cid Fraen an Gender in Luxemburg-Stadt statt. Weitere Informationen unter www.leqgf.lu.
Neue Gentechnik-Regeln in der EU
Am vergangenen Mittwoch stimmte das EU-Parlament für eine Schwächung der Regeln zur Gentechnik. Sogenannte „neue genomische Techniken“ (NGT) – allen voran die „Genschere“ Crispr-Cas – fallen demnach nicht mehr unter die strengen Kennzeichnungspflichten, die für „traditionelle“ Gentechnik bestehen. Das Argument, das Industrie, Kommission und am...

