woxxenrückblick (4)

von | 24.11.2017

Luxleaks-Prozess, Vermummungsverbot, Integration von Flüchtlingen und lebenslange Haft für Mladić – was diese Woche wichtig war.

 

Der Kassationsprozess in der Luxleaks-Affäre war der wichtigste Termin diese Woche. Die woxx berichtete via Livestream von der Kundgebung vor dem Prozess und per Twitter aus dem Gerichtssaal. Im Editorial Voleurs malgré tout ? sind wir nochmal auf den Prozess eingegangen.

Welches Vermummungsverbot braucht Luxemburg? Die Regierungsvorlage, die Vermummung in öffentlichen Gebäuden verbieten will, wurde vom Staatsrat in einigen Punkten kritisiert – der grüne Justizminister muss jetzt nachbessern. Die CSV nahm das zum Anlass, noch einmal auf ihren eigenen Vorschlag zu pochen, der ein Vermummungsverbot für den gesamten öffentlichen Raum vorsieht. Ganz so einfach ist die Sache jedoch nicht, wie wir in folgendem Artikel: La burqa ou l’art de lire les avis du Conseil d’État dargelegt haben. Während das Verbot in der Öffentlichkeit als „Burkaverbot“ verhandelt wird, würden zum Beispiel auch zu tief ins Gesicht gezogene Schals darunter fallen.

Die Koordination der verschiedenen staatlichen und privaten Initiativen zur Integration von Flüchtlingen klappt nicht so, wie sie sollte. Die betroffenen NGOs monieren, der Staat habe weder eine Strategie hierfür, noch ein wirkliches Interesse daran. Die woxx hat sich die Situation genauer angesehen (Integration von Flüchtlingen: Mateneen?) und Interviews mit Olai-Direktor Yves Piron und Asti-Präsidentin Laura Zuccoli geführt.

International dominierte diese Woche das Urteil gegen den bosnisch-serbischen Kriegsverbrecher Ratko Mladić. In zehn von elf Anklagepunkten wurde Mladić schuldig gesprochen, und zu lebenslanger Haft verurteilt. In der woxx von diesem Freitag findet sich eine ausführliche Reportage über den langen Prozess: Was für Fikret Alić wichtig ist.

Auch kulturell hatte diese Woche einiges zu bieten: Die woxx war in der Barock-Ausstellung „Drama and Tenderness“ des Musée national d’histoire et d’art, hat sich im Kino das Van Gogh-Drama „Loving Vincent“ angesehen und sich über die Metal-Schwergewichte, die nächste Woche in der Rockhal auftreten, schlau gemacht. Wer statt Metal was über queeres Verlegen hören will, kann sich unsere Audio-Berichterstattung über die gleichnamige feministische Buchmesse in Berlin anhören.

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