DAVID FRANKEL: The Devil Wears Prada

The Devil Wears Prada, präsentiert sich als leichte aber bissige Satire auf das modebewusste Amerika. Vor allem aber ist der Film ein Paradestück für die beiden Hauptdarstellerinnen.

Der Teufel ist nicht nur eine modebewusste Frau, er stellt auch noch Assistentinnen ein.

Andy Sachs (Anne Hathaway), eine naive, aber liebenswerte junge Frau, begibt sich nach New York, um sich dort für einen Job als Assistentin bei der führenden Modezeitschrift „Runway“ zu bewerben. Chefredakteurin dieses Magazins ist die zynische Miranda Priestley, grandios von Meryl Streep gespielt. Als ausschlaggebende Trendsetterin der Moderbranche kennt Miranda Priestley kein Erbarmen – besonders nicht bei der in ihren Augen biederen und keineswegs modebewussten Andy Sachs. Dennoch stellt Miranda Andy bei sich ein – einfach weil die vorherigen Angestellten Mirandas hohen Ansprüchen nicht mehr genügten. Doch eigentlich ist die junge Frau im Modegeschäft überhaupt nicht etabliert: Sie hat noch so gut wie nie eine Modezeitschrift gelesen, noch kennt sie führende Designermarken. Einen Kunden muss sie sogar bitten ihr den Markennamen „Gabbana“ am Telefon zu buchstabieren …

Schnell wird klar, dass Miranda Priestley sich Andy Sachs wegen deren Unbeholfenheit entledigen will. Doch als sie Andy unsinnigerweise beauftragt, ihr den noch unveröffentlichten siebten Band der Harry-Potter-Reihe zu besorgen, zeigt Andy, was sie alles für ihren Job tun kann. Höheres Ansehen und Selbstbewusstsein bekommt Andy zuletzt dann, als sie sich von Mitredakteur und Modekenner Nigel (Stanley Tucci) komplett neu einkleiden lässt. Dies bringt nicht nur Besserung für ihr Image bei der tyrannischen Chefin, sondern bringt auch ihre Karriere auf Trab.

Allerdings bringt Andys neuer Kleidungsstil und ihr Full-Time-Job ihre Beziehung heftig ins Schwanken. Als Andy dann Miranda nach Paris begleitet und mit dem Glamour der launischen Modewelt konfrontiert wird, muss sie sich entscheiden, was sie in ihrem Leben wirklich will Ù

„The Devil Wears Prada“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Lauren Weisberger aus dem Jahr 2003, der sechs Wochen Platz 1 der New Yorker Bestsellerliste belegte. Freilich weicht der Film erheblich von der Buchvorlage ab und nimmt sich etliche Freiheiten. Mit einem US-Einspielergebnis von mehr als 120 Millionen Dollar war der Film ein großer Erfolg an den amerikanischen Kinokassen.

Mode als Hauptthema des Streifens liefert zahlreiche große Namen mit sich. Außerdem kann man die diesjährige Kollektion von Chanel und ein extra kreiertes Kleid von Valentino bestaunen.

Trotz der deutlichen Akzente auf trendy Modeartikel ist David Frankels Film eine bissige Satire auf das Modebusiness. Der Film punktet vor allem in Sachen Unterhaltung. Allerdings ist die Story recht gängig und nicht weiter überraschend. Sie bedient altbekannte Klischees, ohne aber damit zu übertreiben und den Film zu ruinieren. Anne Hathaway, die in „Brokeback Mountain“ gezeigt hat, dass sie auch anspruchsvollere Rollen meistert, kann sich hier als viel versprechende Schauspielerin beweisen.

Allen voran besticht jedoch die brillante Meryl Streep, als despotische Miranda Priestley. Die 57-jährige Oscar-Preisträgerin fasziniert absolut. Mirandas kaltes, herrisches Auftreten hätte von kaum einer Schauspielerin so erstklassig gespielt werden können.

Zudem gefällt auch der Soundtrack: Musik von Madonna, U2 und Alanis Morisette tragen wesentlich zur guten Unterhaltung bei.


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