Sie soll die Beste unter den Pommes und Chips werden. Die Rede ist von der gentechnisch veränderten Kartoffel Fortuna. Der weltweit operierende Chemiekonzern BASF hat nun bei der Europäischen Union eine Zulassung der Speisekartoffel beantragt, die resistent gegen die Kartoffelkrankheiten Kraut- und Knollenfäule ist. Die Umweltorganisation Greenpeace kritisiert diesen Schritt: Trotz breiter Ablehnung gentechnisch veränderter Lebensmittel wolle BASF weiterhin riskante Gen-Pflanzen durchsetzen. Verunreinigungen anderer Anpflanzungen seien vorprogrammiert. Gegen die Kartoffelkrankheiten Kraut- und Knollenfäule könnten Landwirte auch mit modernen Anbaumethoden vorgehen, BASF sollte lieber hier in Forschungsgelder investieren. Zudem hatte Greenpeace 2010 eine Umfrage bei großen Pommes- und Chipsherstellern sowie Fastfoodketten gestartet: Nur der Pringles-Hersteller sowie McDonald‘s wollten sich für die Zukunft nicht festlegen. Die meisten anderen Firmen haben mehrheitlich erklärt, gentechnisch veränderte Kartoffeln abzulehnen. Zu hoffen bleibt, dass die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) das auch so sieht.
Neue Gentechnik-Regeln in der EU
Am vergangenen Mittwoch stimmte das EU-Parlament für eine Schwächung der Regeln zur Gentechnik. Sogenannte „neue genomische Techniken“ (NGT) – allen voran die „Genschere“ Crispr-Cas – fallen demnach nicht mehr unter die strengen Kennzeichnungspflichten, die für „traditionelle“ Gentechnik bestehen. Das Argument, das Industrie, Kommission und am...

