Buchpräis 2019: Die Bücher sind gefallen

von | 15.11.2019

Alle Jahre wieder: Auf den Walfer Bicherdeeg wurden gestern die Buchpreise verliehen. Newcomer*innen sucht man bei den Laureat*innen vergebens.

Nach der Veröffentlichung der Shortlist war klar, dass Hydre auch bei dieser Preisvergabe nicht leer ausgehen würde: Der hippe, junge Verlag hatte mit Jeff Schinker und der Servais-Preisträgerin Elise Schmit zwei starke Pferde im Rennen. Umso überraschender, dass der Jury-Preis an den dritten Hydre-Autoren im Bunde ging, nämlich an Tom Reisen für seinen Kurzgeschichtenband „Les Bulles“ – ein Buch über das Leben in New York, das auch der woxx bereits aufgefallen war.

In der Sachbuch-Kategorie wurde „Mit den Haien streiten – Frauen und Gender in Luxemburg seit 1940“ belohnt. Das Sammelwerk, herausgegeben von Germaine Goetzinger, Sonja Kmec, Danielle Roster und Renée Wagener (erschienen bei Capybarabooks), geht auf einen bis jetzt wenig erforschten Aspekt der nationalen Geschichte ein – und ist sicher ein ideales Weihnachtsgeschenk für bigotte Onkel und Tanten.

Kinderbuchpreisträger*innen sind die Autorin Christiane Kremer und der Illustrator Vincent Biwer mit „So mol, Lobo“ (erschienen bei Kremart) – die Geschichte über einen kleinen Jungen, der viel Fragen stellt und noch mehr Antworten erwartet.

Der „Coup de Coeur“ der Jury ging an den auf luxemburgisch schreibenden Autor Gast Groeber für sein neuestes Buch „Zweemol schwaarze Kueder“ (erschienen bei Op der Lay).

Auch das Publikum durfte einen Preis verleihen und hat mal wieder „typisch luxemburgisch“ abgestimmt: „Dizzy on the Road“ des ehemaligen Revue-Direktors Gast Zangerlé (deshalb auch praktischerweise bei Editions Revue erschienen) und Rom Helbach verfolgt die extreme Radfahrtour von Ralph Diseviscourt durch das wilde Amerika.

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