Mehr als Sex und Drogen

Sex, Drogen, Party: infernales Trio oder ein Vergnügen? Das fragen sich Anne vom Podcast „Méi wéi Sex“ und Alex von der Drogenberatung „Pipapo“ nicht. Sie gehen morgen in einem Gespräch auf Zoom viel mehr der Frage nach, was es dabei zu beachten gilt.

Informationsmaterial, Sticker und Quietscheentchen: Ein typischer Stand von Pipapo.

Anne vom Podcast „Méi wéi Sex“ und Alex von der Drogenberatungsstelle „Pipapo“ sprechen morgen, um 17 Uhr, auf Zoom über Sex, Drogen und Feierei. Dabei geht es in erster Linie nicht darum, ob das gut oder schlecht ist, sondern um das „wie“. Das ist charakteristisch für die Arbeit von „Pipapo“ und für den Podcast „Méi wéi Sex“.

Beide Formate reden niemandem von Oben herab in eigene Lebensentscheidungen rein. „Pipapo“ war vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Clubs und anderen Party-Locations unterwegs, um über sicheren Drogenkonsum und Feierei zu informieren sowie um entsprechendes Hilfsmaterial, wie Kondome oder saubere Papierröhrchen zum sicheren nasalen Drogenkonsum, anzubieten. Wer will kann seine Drogen zudem vorm Konsum bei „Pipapo abgeben, um ihre Zusammensetzung analysieren zu lassen. Das Team von „Méi wéi Sex“ verfolgt einen ähnlichen Ansatz, wenn es um Sex, Körper und Gefühle geht: Vermeintliche Tabuthemen werden offen angesprochen statt verteufelt oder totgeschwiegen.

In der zweiten Staffel der Podcast-Serie sprach Anne bereits mit Carlos, Leiter von „Pipapo“, über Sex und Drogen. In der Folge „#60 Sex, Drogen an e bësse Rock`n`Rollgeht es unter anderem um die private Planung von Festivalbesuchen: Wie bereitet man sich auf eventuelle Sexualkontakte oder auf den Drogenkonsum vor? Was für Optionen bieten die Veranstalter*innen selber an, um die Gäste möglichst sicher durch die Tage und Nächte zu bringen? Und wie lässt sich das eigene Umfeld bei schlechten Trips auch aus der Ferne als Sicherheitsnetz aktivieren? Im Zoom-Gespräch steht neben diesen Fragen aber auch im Mittelpunkt, inwiefern man sich beim Feiern bewusst für oder gegen Handlungen entscheiden kann und wie Corona das Verhalten der Menschen verändert hat.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der zweiten „Semaine de la santé affective et sexuelle“ vom Centre national de référence pour la promotion de la santé affective et sexuelle (Cesas) statt. Die Anmeldung erfolgt über diesen Link. Das Publikum kann über eine Chat-Funktion mit Anne und Alex interagieren. Das Gespräch wird aufgezeichnet und später übers Internet und Radio Ara gesendet.

Mehr über die Arbeit von Pipapo können Sie übrigens in diesem woxx-Artikel lesen.


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