Die am meisten Benachteiligten unserer Gesellschaft dürfen nicht vergessen werden – das verlangt ein Appell, den Médecins du Monde Anfang dieser Woche veröffentlichte. Neben generellen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie seien auch solche nötig, die den spezifischen Bedürfnissen prekär lebender Menschen zugutekämen. Besonders um die Möglichkeiten zur Selbstisolierung von Obdachlosen sorgt sich die NGO. Sie erinnert daran, dass 83 Prozent der Patient*innen von Médecins du Monde kein festes Zuhause haben und 72 Prozent nicht krankenversichert sind. Aufgrund ihrer Lebenssituation erreichten Sensibilisierungskampagnen diese Menschen nicht und es sei ihnen unmöglich, die Empfehlungen zu respektieren. „All diese in Prekarität lebenden Menschen riskieren, noch viel stärker unter diesem Virus zu leiden als der Rest der Bevölkerung“, warnt Médecins du Monde. Angesichts dessen ruft die NGO zu allgemeiner Solidarität auf. Das Recht auf eine diskriminationsfreie Behandlung müsse garantiert werden. Nachtfoyers, Drogenschutzräume und Stëmm vun der Strooss ergreifen mittlerweile spezifische Schutzmaßnahmen – unter anderem die Wahrung ausreichender Abstände und die Schließung der Duschen –, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren.
Solidarität mit der LGBTIQA-Bewegung in der Türkei
Die Organisation „Rosa Lëtzebuerg“ hat Solidarität mit der LGBTIQA-Bewegung in der Türkei ausgedrückt. Am vergangenen Dienstag tat die Luxemburger NGO, die sich für die Belange queerer Menschen einsetzt, dies per Pressemitteilung kund. Am 12. und 13. September ging die Regierung der Türkei koordiniert gegen verschiedene zivilgesellschaftliche...

