Expotipp: Kara Walker – A Black Hole Is Everything A Star Longs To Be

Die Frankfurter Kunsthalle Schirn widmete der amerikanischen Künstlerin Kara Walker bis Januar 2022 eine Ausstellung – die digitale Aufarbeitung kann nach wie vor online und kostenlos besucht werden. Walker gilt als eine der bekanntesten Schwarzen Gegenwartskünstler*innen Amerikas. In ihrem Werk thematisiert sie unter anderem Sklaverei, Rassismus, Sexualisierung und Gewalt. Das Digitorial der Schirn gibt Einblicke in Walkers wichtigsten und allesamt beeindruckenden Arbeiten, liefert bei Bedarf weiterführende Informationen und Hintergrundwissen auf Englisch und Deutsch. Klicks, die sich ohne Frage lohnen!

Online verfügbar.
mehr lesen / lire plus

Expotipp: IKOB – Feministischer Kunstpreis

Das Museum für zeitgenössische Kunst IKOB schreibt seit 2019 einen Kunstpreis mit feministischem Schwerpunkt aus, auf den auch dieses Jahr Künstler*innen geantwortet haben. Das Museum stellt derzeit die Arbeiten von sechs Finalist*innen aus. Mit dabei sind Daniela Bershan, Jieun Lim, Sandrine Morgante, Marnie Slater, Céline Vahsen und Puck Verkade. Den ersten Preis hat Marnie Slater gewonnen: Die multidisziplinäre Künstlerin setzte sich in vergangenen Werken unter anderem mit queerer Kultur auseinander. Sie ist beispielsweise seit 2018 Teammitglied der „Mothers & Daughters: A Lesbian and Trans Bar*“ und konzipierte die Solo Performance „Queer Speech Act“ in Amsterdam. Das allgemeine Ziel des feministischen Kunstpreises des IKOB ist es, Positionen der Kunstwelt sichtbar zu machen, die in der Gesellschaft sowie der Kulturszene weniger Gewicht haben als andere. mehr lesen / lire plus

Expotipp: Nothing Is Permanent

Wenn der öffentliche Raum zum Museum wird: „Nothing Is Permanent“ ist ein Rundgang durch die Kulturhauptstadt Esch, bei der die Besucher*innen 23 Skulpturen nationaler Künstler*innen, wie die von Claudia Passeri oder Tina Gillen, sowie internationaler Kunstschaffender entdecken können. Die Tour führt an historisch und kulturell wichtigen Orten der Minettstadt vorbei – unter anderem am Rathaus, dem Ariston oder der neuen Konschthal. Auf der Internetseite zum Projekt (nothingispermanent.lu) gibt es eine Karte mit Wegbeschreibung und Werkangaben. Auf geoportail.lu soll ebenfalls eine Route verfügbar sein. Die war bis zum Redaktionsschluss jedoch nicht auffindbar. Vor Ort können Menschen mit Smartphone einen QR-Code scannen, um weiterführende Informationen zum jeweiligen Exponat nachzulesen. mehr lesen / lire plus

Expotipp: Den DemokratieLabo

Das Zentrum fir politesch Bildung ist seit Ende Mai im Mierscher Kulturhaus zu Gast und hat gleich ein ganzes Labor ausgepackt: „Den DemokratieLabo“ ist eine interaktive Wanderausstellung zur Demokratie. Passend zum politischen Modell, gibt es hier keine starren Schaukästen zu bestaunen, sondern farbige Fläschchen und Exponate zu entdecken, die zum Spielen einladen. Die Besucher*innen erhalten einen Notizblock, in dem sie ihre Gedanken festhalten können. Wer will, kann diese am Ende in ein Tablet eintippen und erhält einen Laborbericht, der die eigenen Feststellungen zusammenfasst. Die drei verfügbaren Ausstellungsrundgänge variieren nach Dauer, Kompetenz und Anspruch. Sie sind auf Deutsch, Englisch und Französisch gestaltet. mehr lesen / lire plus

Expotipp: Frans Masereel

Das Escher Musée de la résistance et des droits humains feiert seine Wiedereröffnung nach Umbauarbeiten mit einem Friedenskämpfer: Das Museum stellt derzeit Zeichnungen, Aquarelle, animierte Graphiken, Filme und Publikationen des belgischen Expressionisten Frans Masereel aus. Masereel, der zwei Weltkriege überlebte, war bekennender Pazifist. In seinen Werken thematisiert er die Auswirkungen von Krieg, Mord, Zerstörung und Unterdrückung. Motive, die angesichts aktueller und anhaltender Konflikte auch heute den Alltag in verschiedenen Regionen bestimmen. Die Schau „Idée de paix“ in Esch entstand in Zusammenarbeit mit dem K8 Institut für strategische Ästhetik und der Frans Masereel Stiftung.

Musée national de la résistance et des droits humains.
mehr lesen / lire plus

Expotipp: Working Class Heroes

Manche Held*innen tragen Capes, andere eine Spitzhacke: Die Ausstellung „Working Class Heroes“ im Ferrum Museum in Tetingen zelebriert Jean-Pierre Bausch, Léon Weirich und Jean Schortgen – drei Minenarbeiter, die Anfang bis Mitte 1900 als Abgeordnete für die Arbeiterklasse eintraten. Online ist eine kostenlose Beilage zur Ausstellung verfügbar, in der neunzehn weitere Arbeiter porträtiert werden. Das Dokument ist auf deutsch und französisch verfügbar. Neben Lesestoff gibt es auf der Internetseite auch Performances der Schauspieler Max Gindorff, Marc Limpach und Pit Simon zu entdecken: Sie erzählen in dreizehn Kurzvideos historische Reden nach, die Bausch, Weirich und Schortgen in der Abgeordnetenkammer vorgetragen haben. Themen sind unter anderem die Arbeitsbelastung in den Gruben, Eigenheimverschuldung und die Versorgung der Unfallopfer sowie die ihrer Familien. mehr lesen / lire plus

Expotipp: Urban Art Biennale

In der Völklinger Hütte brauchen Straßenkünstler*innen ihre Spraydosen nicht vor Gesetzeshüter*innen zu verstecken: Seit 2011 stehen ihre Arbeiten bei der Urban Art Biennale im Mittelpunkt. Künstler*innen aus allen Ecken der Welt finden im Saarland zusammen, um das Gelände um das Unesco Weltkulturerbe zu gestalten und Einblicke in die Szene zu bieten. Es gibt Murals, Plastiken, Augmented Reality, Rauminstallationen und mehr zu entdecken. Bei der sechsten Biennale ist auch ein luxemburgischer Urban Artist vertreten: Alain Welter, besser bekannt als Mope. Der Künstler wurde hierzulande durch sein Urban Art-Projekt „Make Koler Kooler“ bekannt. Inzwischen verzieren seine Auftragsarbeiten unter anderem die regionalen Tice-Busse, Bofferding-Bier oder ehemalige Kühltürme in Differdingen. mehr lesen / lire plus

Expotipp: Metzeschmelz

Es kommt einer Mischung aus Geisterstadt, Künstler*innendorf und Freizeitpark für Liebhaber*innen der alternativen Kunstszene gleich: Zahlreiche Künstler*innen bespielen derzeit in Auftrag des Kollektivs Cueva das brachliegende Industriegelände Metzeschmelz zwischen Esch und Schifflingen. Wo früher nur das Personal der Stahlwerke verkehrte und bald ein neues Wohnprojekt entstehen soll, können jetzt Besucher*innen bis Oktober Kunstwerke unterschiedlichster Genres bewundern – unter anderem von Lascar, dessen Collagen im Mai die Rückseite der woxx einnehmen. Hinzu kommen spontane Happenings und Konzerte, die auf der Facebook-Seite „Metzeschmelz CUEVA 2022“ angekündigt werden. Wer einen kleinen Vorgeschmack haben will: Der Saarländische Rundfunk war Anfang April zu Besuch in der Industrieruine und hat mit Théid Johanns, Mitbegründer von Cueva, über die Hintergründe des Projekts gesprochen. mehr lesen / lire plus

Expotipp : Stëmme vun der Schmelz

Le Centre national de l’audiovisuel, la scénographe Anouk Schiltz et l’artiste Michel Feinen rendent hommage aux ouvriers de l’ancienne usine sidérurgique de Dudelange : l’exposition « Stëmme vun der Schmelz » rassemble des témoignages, des objets et des documents historiques autour de ce site important pour le grand-duché. Le public est invité à se plonger dans « une immersion multimédia » et à découvrir le passé de ce qui est aujourd’hui devenu le lieu culturel « Waasserhaus + Pomhouse ».

Pomhouse (1b, rue du Centenaire , L-3475 Dudelange), me. – di. 11h – 18h. Jusqu’au 1er janvier 2023.
 
mehr lesen / lire plus