Wie sauber ist die Produktion von Batterien für Elektroautos?

von | 18.02.2019

Die Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Piraten unterstreicht, dass Elektroautos trotz Problemen die „grünste“ Alternative sind.

(Foto: Pixabay)

Marc Goergen (Piratepartei) wollte von den grünen Minister*innen für Energie, Umwelt und Mobilität wissen, wie sie zu den sozialen und ökologischen Problemen stehen, die mit der Herstellung von Batterien für Elektroautos einhergehen. Wenige Tage vor dem Autofestival hatte die Regierung neue Förderungen für den Kauf von Elektro- und Hybridautos angekündigt. Goergen stellte diese Förderungen in Frage, weil die Produktion von Batterien nicht umweltfreundlich sei und die entsprechenden Rohstoffe teilweise unter menschenunwürdigen Bedingungen und sogar mit Kinderarbeit abgebaut würden.

Die gemeinsame Antwort von François Bausch, Claude Turmes und Carole Dieschbourg geht zuerst darauf ein, dass jede Art von Mobilität mit „einem gewissen Verbrauch von Energie und Ressourcen“ verbunden sei. Ziel der Regierung sei auch primär, den öffentlichen Transport und das Fahrrad zu stärken. Die darauf folgenden Zeilen über die Umweltauswirkungen von Elektroautos sollten aufmerksame woxx-Leser*innen nicht überraschen: Im Grunde beschreiben die Minister*innen, was die woxx bereits Ende November 2018 berichtete. Grundlage war damals ein Bericht der europäischen Umweltagentur.

Zusammengefasst: Sogar mit dem konventionellen europäischen Strommix ist die Ökobilanz eines Elektroautos besser als die von PKWs mit Verbrennungsmotoren. In Luxemburg ist die Situation sogar noch besser: Durch den Strom aus erneuerbaren Quellen, den man an den „Chargy“-Ladestationen „tanken“ kann, verursache ein Elektroauto weniger als die Hälfte der CO2-Emissionen, die ein Dieselauto ausstößt, so die Minister*innen.

In Europa muss zurzeit mindestens die Hälfte des Gewichts einer Lithium-Batterie recycelt werden, woraus bald jedoch schon 100 Prozent werden könnten. Auch die Herstellung der Akkus soll nachhaltiger werden. Die Minister nennen in diesem Kontext die schwedische Firma Northvolt als gutes Beispiel. Die Firma wurde 2016 gegründet, behauptet von sich selbst, besonders „grüne“ Batterien zu produzieren und ist mit europäischen Autoherstellern vernetzt. Die Minister*innen zitieren auch Überlegungen, ein EU-Label zu schaffen, das sicherstellen soll, dass bei der Produktion von Batterierohstoffen ökologische und soziale Kriterien eingehalten werden.

Zusätzlich betonen Turmes und Bausch in ihrer Antwort, dass die luxemburgische Förderung emissionsarmer PKWs technologieneutral sei: Auch beim Kauf von Fahrzeugen mit Wasserstoff-Brennstoffzellen kann man von der Subvention in Höhe von 5.000 Euro profitieren.

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