Fusion: Ben Harper

von | 11.04.2003

Ertrinken in Rockgewässern

(pk) – Sommer, Sonne, Strand – Ben Harpers erste Singleauskopplung „With My Own Two Hands“ lädt unwillkürlich zum Träumen ein. Es wäre wünschenwert gewesen, wenn alle Songs auf seiner neuesten CD Diamonds on the Inside der Qualität dieser Reggaenummer entsprechen würden. Harpers mittlerweile sechsten Streich kann man am ehesten mit dem Vorgänger „Burn to Shine“ vergleichen. Der Kalifornier versucht sich auch dieses Mal in rockigeren („Temporary Remedy“, „So High So Low“) und funkigen Gewässern („Bring the Funk“) – und droht dort sang- und klanglos unterzugehen. Glücklicherweise kann er sich mit seinen wunderschön kitschigen, eben typischen Ben-Harper-Balladen wie „She’s Only Happy in the Sun“ oder dem Titeltrack „Diamonds on the Inside“ vor dem Scheitern retten und die HörerInnen mit seiner nasalen Stimme und seiner folk-orientierten Gitarrenmusik zufriedenstellen. Wer jedoch Ben Harper in Bestform erleben möchte, sollte auf die „Fight for your Mind“- Platte zurückgreifen.

Ben Harper: Diamonds on the inside, Virgin Records, 2003.

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