Care-Arbeit: Das Problem mit dem Gleichgewicht

von | 03.12.2020

Foto: Eige

Das European Institute for Gender Equality (Eige) macht auf das Ungleichgewicht zwischen Frauen und Männern aufmerksam, wenn es um unbezahlte und bezahlte Care-Arbeit geht. In einem Schreiben vom 3. Dezember verweist das Institut auf eine seiner aktuellen Studien zum Thema und schlussfolgert: Die gerechte Aufteilung der Care-Arbeit im privaten Bereich würde Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt reduzieren. In Ländern, in denen Frauen und Männer gleichermaßen unbezahlte Care-Arbeit wie die Kinderbetreuung übernehmen oder an eine Betreuungsstruktur abgeben können, ist die Arbeitslosigkeit der Frauen niedriger. Genauso wie die Gehaltsunterschiede zwischen weiblichen und männlichen Angestellten. Das Eige thematisiert in seiner Mitteilung auch die bezahlte Care-Arbeit, beispielsweise in der Altenpflege oder im Reinigungssektor. In der EU sind 37 der 49 Millionen Beschäftigten im entsprechenden Bereich Frauen. Die Löhne sind niedrig, es fehlt an Karriereperspektiven und die Verträge sind meist befristet. In Luxemburg macht insbesondere die Plattform JIF auf die Problematik aufmerksam und geht am 8. März 2021 für eine Aufwertung der Care-Arbeit inner- und außerhalb der eigenen vier Wände auf die Straße.

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