Care-Arbeit: Das Problem mit dem Gleichgewicht

Foto: Eige

Das European Institute for Gender Equality (Eige) macht auf das Ungleichgewicht zwischen Frauen und Männern aufmerksam, wenn es um unbezahlte und bezahlte Care-Arbeit geht. In einem Schreiben vom 3. Dezember verweist das Institut auf eine seiner aktuellen Studien zum Thema und schlussfolgert: Die gerechte Aufteilung der Care-Arbeit im privaten Bereich würde Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt reduzieren. In Ländern, in denen Frauen und Männer gleichermaßen unbezahlte Care-Arbeit wie die Kinderbetreuung übernehmen oder an eine Betreuungsstruktur abgeben können, ist die Arbeitslosigkeit der Frauen niedriger. Genauso wie die Gehaltsunterschiede zwischen weiblichen und männlichen Angestellten. Das Eige thematisiert in seiner Mitteilung auch die bezahlte Care-Arbeit, beispielsweise in der Altenpflege oder im Reinigungssektor. mehr lesen / lire plus

Berichterstattung über trans Personen: Say my name

Transfeindlicher Sprachgebrauch kann in vielen Kontexten auftreten. So etwa, wenn Medien über Coming outs berichten, indem sie falsche Namen und Pronomen benutzen.

Elliot Page Foto: Tony Shek / wikimedia commons

Von der New York Times über die Faz bis hin zum Essentiel – sämtliche Presseorgane berichteten in den vergangenen Tagen darüber: „Juno“-Darsteller Elliot Page hat sich als trans geoutet. Im Statement des Schauspielers, das unter anderem auf Twitter nachgelesen werden kann, präzisiert er nicht nur, wie er ab sofort genannt werden will, sondern auch, dass er die Pronomen „he“ und „they“ verwendet.

Trotz dieser eindeutigen Angaben tun sich einige Medien – auch luxemburgische – schwer damit, sie zu respektieren. mehr lesen / lire plus

Wer nimmt strukturelle Diskriminierung in Angriff?

CET und TNS/Ilres haben rund 1.000 Menschen in Luxemburg nach ihren Diskriminierungserfahrungen befragt – sei es als Opfer oder als Zeug*in. Dabei ging es einzig um offene Benachteiligung, subtilere Formen der Diskriminierung riskieren dabei in den Hintergrund zu rücken.

Quelle: CET

Laut aktuellem Diskriminierungsbarometer des Centre pour l’égalité de traitement (CET) wurden 20 Prozent der Bevölkerung in den letzten drei Jahren mindestens ein Mal diskriminiert. Mit Abstand am häufigsten fand diese Diskriminierung aufgrund der Nationalität statt (46 Prozent). An zweiter Stelle stehen mit 28 Prozent das Geschlecht, an dritter mit jeweils 22 Prozent die sprachlichen Kompetenzen und das Aussehen. In den Augen von TNS/Ilres-Mitarbeiter Tommy Klein, der die Umfrage gestern zusammen mit Vertreter*innen des CET der Presse vorstellte, besonders besorgniserregend: 27 Prozent der Opfer reagierten nicht auf die erlebte Diskriminierung, sprachen nicht einmal mit Bekannten darüber. mehr lesen / lire plus

Kommentar: Arm sein verboten

Der geplante Einsatz von privaten Sicherheitskräften im hauptstädtischen Bahnhofsviertel ist nicht die „Bankrotterklärung“ der Polizei, sondern die des liberal-konservativen Schöffenrates.

Quartier de la gare
©woxx

Das Leben im Bahnhofsviertel macht derzeit nur bedingt Spaß: Das Slalomlaufen durch die sich ständig verändernden Trambaustellen ist tagtäglicher Sport, der Lärm und der Schmutz setzen dem Gemüt eh schon zu. Der Drogenhandel und Konsum sowie die Bettler*innen sind zwar nicht auf den Slides der superschicken Präsentationen der Gemeinde zu sehen, die veranschaulichen, wie das Viertel bald aussehen soll – die Menschen sind aber nicht wegzudenken. Auch wenn Bürgermeisterin Lydie Polfer und ihr Schöffenrat es sich so wünschen.

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Frauen*streik 2021: They still care

Die Plattform Journée internationale des droits des femmes (JIF) läutet ihre Kampagne zum Frauen*streik 2021 ein. Das Thema – Care Arbeit – bleibt unverändert, weil sich weder an den Verhandlungstischen noch in der Politik was getan hat.

Es war eine der letzten Großdemonstrationen vor dem Corona-Lockdown im Frühjahr: der erste Frauen*streik in Luxemburg. Im März demonstrierten nach Angaben der Plattform JIF mehr als 2.000 Menschen für bessere Arbeitsbedingungen in der Care Arbeit und für ihre soziale Anerkennung. Heute fiel der Startschuss zur Kampagne des Frauen*streiks 2021. Dieser findet am internationalen Kampftag für Frauen*rechte, am 8. März, statt.

Das Thema bleibt unverändert und ist zu Zeiten der sanitären Krise aktueller denn je. mehr lesen / lire plus

Mangel an Betreuungsplätzen: Regierung weist Verantwortung von sich

Alleinerziehende sind oft in besonderem Maße auf Fremdbetreuung ihrer Kinder angewiesen. Es besteht jedoch ein Mangel an Betreuungsstrukturen. Die Regierung unterstützt die Betroffenen nicht.

Quelle: pxfuel.com

Gedenkt die Regierung berufstätige Alleinerziehende zu unterstützen, deren Kinder aus Platzmangel nicht in einer Betreuungsstruktur unterkommen ? „Nein“, könnte man die Antwort von Claude Meisch (DP) auf eine parlamentarische Anfrage von Fred Keup (ADR) zusammenfassen. Der Minister verweist auf die Verantwortung der Betreuungsstrukturen: Die Kriterien für eine Aufnahme sowie die Entscheidung, ob ein Kind einen Platz erhält oder nicht, kämen diesen zu. Grundsätzlich würde die Lage alleinerziehender Eltern dabei aber besonders berücksichtigt. Auf Keups Frage, was die Regierung unternehmen will, um Kindern von Alleinerziehenden ausnahmslos einen Betreuungsplatz zu bieten, antwortet der Minister ebenso wenig wie auf die Frage, wann die Betroffenen mit einer Lösung rechnen können. mehr lesen / lire plus

Wackelige Bilanz zu häuslicher Gewalt und Covid-19

Was haben die Mitgliedsstaaten während der Pandemie gegen häusliche Gewalt unternommen? Das European Institute for Gender Equality gibt Antworten und wirft mit einer Studie zu häuslicher Gewalt in der Corona-Krise neue Fragen auf.

CC BY alainalele SA 2.0

Das European Institute for Gender Equality (Eige) veröffentlichte letzte Wochen zwei Berichte zum Einfluss der Pandemie auf häusliche Gewalt gegen Frauen. Einer bezieht sich auf die Opfer, der andere auf die Zeug*innen häuslicher Gewalt.

Der Bericht Access to support services for women victims of intimate partner violence during COVID-19 zeigt Vorgehensweisen einzelner EU-Mitgliedsstaaten auf. So haben Irland, Spanien und Litauen Aktionspläne erstellt, um die häusliche Gewalt durch Intimpartner*innen während der Pandemie anzugehen. mehr lesen / lire plus

Luxemburgische Gleichstellungspolitik: CCDH vermisst Strategie

In einem Gutachten lässt die konsultative Menschenrechtskommission (CCDH) kein gutes Haar am Aktionsplan, den das Ministerium für Gleichheit von Frauen und Männern (Mega) im Sommer vorgelegt hat, und fordert, ihn umgehend zu überarbeiten.

„Im vorliegenden Aktionsplan sucht man vergeblich nach einer wahrhaften Strategie“. Laut CCDH fehlt es im Aktionsplan für Gleichstellung von Frauen und Männern an einem kohärenten und transversalen Ansatz. In einem gestern veröffentlichten Gutachten kritisiert sie den Mangel an konkreten Maßnahmen und Fristen sowie den Umstand, dass nicht festgehalten wurde, welche Akteure für die Umsetzung der jeweiligen Aktionen zuständig sind.

Neben einer Strategie vermisse man auch eine Analyse der Ursachen struktureller Genderdiskriminierung, heißt es weiter im Gutachten. mehr lesen / lire plus

Arcelormittal : Licenciements malgré subventions

Alors que vers début septembre, une nouvelle vague de licenciements a été annoncée par le géant de l’acier, cela ne l’empêche pas d’engranger des subventions multiples de la part de l’État.

Pas moins de 536 emplois sont sur la sellette sur les 3.900 qu’Arcelormittal fournit dans ses usines luxembourgeoises. Pour justifier cette nouvelle coupe dans son salariat, la multinationale avance – comme tant d’autres – la crise de la pandémie liée au coronavirus, qui aurait aussi durement frappé l’industrie de l’acier.

Deux rounds tripartites plus tard, le dernier ayant eu lieu le 12 novembre en présence des ministres socialistes de l’Économie et de l’Emploi, Franz Fayot et Dan Kersch, il reste selon l’OGBL quelque 280 personnes qui perdront leur emploi et seront donc orientées vers une cellule de reclassement. mehr lesen / lire plus

Podcast: Am Bistro mat der woxx #121 – D’LGBTI-Gläichstellungsstrategie vun der EU-Kommissioun

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem Artikel.

Eng néi Strategie vun der EU-Kommissioun soll dofir suergen, datt d’Rechter vu LGBTIQA-Persounen a ganz Europa respektéiert ginn. D’Isabel Spigarelli huet dee Pabeier fir d’woxx ënnert Lupp geholl an analyséiert, wat fir Schwaachstellen se huet an op wat fir Plazen et Hoffnung gëtt. D’woxx-Journalistin explizéiert dem Joël Adami, wat et mat Rainbow-Desks op Policebüroen op sech huet a wisou Kanner méi wichteg si wéi Partner*innenschaften. Ausserdeem geet et ëm d’Fro, wisou et um Enn vum Dag awer ganz vill vun de Memberstaaten ofhänke wäert, wéi dat mat der Gläichstellung dann explizitt ausgesäit. mehr lesen / lire plus

Petition gegen Hausräumungen während der Pandemie

Aufgrund hoher Mietpreise und Jobverlusten landen in Luxemburg immer wieder ganze Familien auf der Straße. Eine Petition fordert die Regierung dazu auf, betroffenen Menschen zumindest für die Zeit der Krise verstärkt unter die Arme zu greifen.

Foto: Urgence Logement

Eine vom Kollektiv Urgence Logement kürzlich ins Leben gerufene Petition ruft dazu auf, für die Zeit der Coronapandemie keine Hausräumungen mehr durchzuführen. Im Petitionstext wird auf die durch Corona noch zusätzlich erschwerte Lage von Familien hingewiesen, die zurzeit ihren Wohnsitz verlieren. Dies, weil sie etwa mit einer Mietpreiserhöhung konfrontiert sind, zum selben Moment, wo das Haushaltseinkommen aufgrund der Krise abgenommen hat. Bezüglich der Abstands- und Hygienebestimmungen fragt das Kollektiv, wie diese von Menschen eingehalten werden sollen, die von einer Hausräumungen betroffen sind. mehr lesen / lire plus

EU-Mindestlohn: Schmit hält Wort

Wie im Januar versprochen, stellt Nicolas Schmit morgen in Brüssel seinen Entwurf für eine EU-Direktive zum Mindestlohn vor. Spannend wird, ob der EU-Kommissar für Arbeit auch die damit verbundenen Erwartungen erfüllen kann.

Im Fokus der europäischen Öffentlichkeit: Nicolas Schmit stellt am morgigen Mittwoch in Brüssel die geplante EU-Direktive für einen europäischen Mindestlohn vor. (Foto: Lukasz Kobus/EC – Audiovisual Service)

Das wird ein großer Tag für Nicolas Schmit: Morgen stellt der EU-Kommissar für Arbeit und soziale Rechte in Brüssel seinen Entwurf über eine EU-Direktive für einen Europäischen Mindestlohn vor. Als Erfolg kann Schmit schon jetzt verbuchen, dass seine Initiative für ein solches Mindesteinkommen überhaupt den Rang einer verbindlichen Rechtsverordnung bekommen soll. mehr lesen / lire plus

Mietpreiserhöhung: Aufgeschoben heißt nicht aufgehoben

Déi Lénk legen einen Gesetzesentwurf vor, der das derzeitige Verbot einer Mietpreiserhöhung bis 2021 verlängern soll. Die Zeit für Symptombekämpfung ist allerdings längst vorbei.

torange.biz CC-BY 4.0

Die Stimmen zur Wohnungskrise werden immer lauter. Vor zwei Wochen traf sich der „Mieterschutz Lëtzebuerg“ mit Wohnungsbauminister Henri Kox zum Gespräch über den neuen Gesetzesentwurf zu Wohn- und Mietverträgen. Am Samstag danach schlugen um die tausend Menschen bei der Demo Un toit, c’est un droit für bezahlbaren Wohnraum mit Löffeln gegen Töpfe. Heute reichten die Abgeordneten Marc Baum und David Wagner (déi Lénk) einen Gesetzesvorschlag zur Verlängerung des Verbots einer Mietpreiserhöhung ein. mehr lesen / lire plus

LGBTQIA+ und Unternehmen: Queere Unternehmer*innen packen’s an

Die Organisation Rosa Lëtzebuerg will einen queeres Unternehmensnetzwerk schaffen, um die LGBTIQA+ Gemeinschaft Luxemburgs in Krisenzeiten näher zusammenzubringen – und das frei von Pinkwashing.

LGBTIQA+ Geschäftsleute wollen sich zusammentun, um sich gegenseitig unter die Arme zu greifen und die queeren Gemeinschaften durch ein Unternehmensnetzwerk zusammenzubringen. (Copyright: Anna Shvets/Pexels)

„Ich muss weiter ausholen, um den Ursprung unseres neuen Projektes zu erklären: Die Idee ein LGBTIQA+ Unternehmensnetzwerk zusammenzustellen, ist auf eine Initiative von vor fünf Jahren zurückzuführen“, sagt Andy Maar, Mitglied von Rosa Lëtzebuerg. „Wir haben damals unter dem Slogan ‚Community 2.0‘ untersucht, wie es um die queere Community in Luxemburg steht. Die Community schien zersplittert. mehr lesen / lire plus

Corona: Trügerisches Paradies für Introvertierte

Auf den ersten Blick scheinen Introvertierte die Corona-Krise und die damit einhergehenden Ausgangsbeschränkungen besser zu meistern als Extravertierte. Doch dieser Auffassung liegen weitverbreitete Missverständnisse über Introversion zugrunde.

Alleine mit der Katze auf dem Sofa sitzen? Während viele Menschen sich nach mehr Sozialleben sehnen, können andere nur dann ihre Batterien aufladen, wenn sie alleine sind. (Foto: Pixabay)

Als sich im Frühjahr nach und nach die ganze Welt in den Lockdown begab, begannen in den sozialen Netzwerken zahlreiche Memes zu kursieren, in denen darüber gewitzelt wurde, dass jetzt endlich die Stunde für Introvertierte geschlagen habe. Wie Susan Cain in ihrem Buch „Quiet – The Power of Introverts in a World That Can’t Stop Talking“ – das sich seit seiner Veröffentlichung im Jahre 2012 zu einem der einflussreichsten populärwissenschaftlichen Werke zum Thema Introversion entwickelt hat –, schreibt, stellte in westlichen Gesellschaften nämlich Extraversion bislang das „kulturelle Ideal“ dar. mehr lesen / lire plus

Video-Reihe zu Senior*innen: Mehr als eine Risikogruppe

Senior*innen tauchen im öffentlichen Diskurs seit Ausbruch der Pandemie als passive und schutzbedürftige Figuren auf. Das RBS Center fir Altersfroen verhilft ihnen im Rahmen des Weltsenior*innen-Tags mit Video-Porträts zu einer positiv besetzten Sichtbarkeit.

Copyright: RBS Center fir Altersfroen

Idette ist 77 und angehender YouTube-Star: Um die 4.000 Menschen sahen sich ihre Turnübungen für Senior*innen auf der Videoplattform an. Die 83-jährige Mariana versorgt diverse Organisationen mit selbstgenähten Atemmasken. Der Rentner François hingegen engagiert sich bei der Caritas für Hilfsbedürftige: Er unterstützt Menschen, die durch die sanitäre Krise in existenzielle Notlagen geraten sind. Woher die Geschichten stammen? Das Zentrum für Recherche, Bildung und Schulungen zu Altersfragen (RBS Center fir Altersfroen) stellte zum Welttag der Senior*innen am 1. mehr lesen / lire plus

Réfugié-e-s : le Clae se positionne

L’assemblée générale du Clae vient de publier une résolution qui met en avant les craintes du secteur associatif par rapport aux conséquences de la pandémie.

Que le confinement et les autres suites du passage du coronavirus frappent en premier lieu les maillons les plus faibles de la société est un fait qui a été rebattu sans cesse ces derniers mois, malheureusement sans que la situation s’améliore vraiment sur le terrain. C’est pourquoi le Clae, qui rassemble les associations représentant les communautés étrangères au grand-duché, a émis des résolutions très claires lors de son assemblée générale du 25 septembre dernier.

En premier lieu, il demande une nouvelle campagne de régularisation des sans-papiers.

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Manif droit au logement : enfin ça bouge !

Voilà des années que les prix du logement explosent, que les promesses se répètent sans qu’il ne se passe grand-chose. Maintenant, la soupape a lâché et une coalition d’associations, de partis et de syndicats va descendre dans la rue pour la première fois à ce propos.

L’usage discriminatoire et illégal du PAG contre les colocations à Esch-sur-Alzette aura donc été la goutte qui a fait déborder le vase. C’est pourquoi la manif aura lieu dans la métropole du fer, place Norbert Metz, devant la justice de paix avec vue imprenable sur la mairie à partir de 11 heures ce samedi 26 septembre.

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Bananensektor stark belastet

Fallende Verkaufspreise, steigende Produktions- und Lebenskosten: Die Covid-19-Krise hat die von Ausbeutung geprägte Bananenindustrie in eine noch tiefere Krise gestürzt.

© Fairtrade.lu

Dass die Bananenproduktion sich in einer Krise befindet ist bekannt. Schuld daran sind unter anderem Menschenrechtsbeschneidungen: Plantagenarbeiter*innen müssen oftmals zu kargen Tageslöhnen, ohne Vertrag, ohne gewerkschaftliche Vertretung und ohne Sozialversicherung arbeiten. Die Branche leidet aber auch unter anderen Aspekten. Neben dem Klimawandel macht auch die Pilzkrankheit Tropical Race 4 ihr zu schaffen: Ist ein Bananenbaum damit infiziert, stirbt er ab und der befallene Boden ist für den Anbau anschließend unbrauchbar. Der Pilz greift die Sorte Cavendish an, also ausgerechnet jene, die 95 Prozent des globalen Bananenhandels ausmacht. mehr lesen / lire plus

Aufwertung des Reinigungssektors steht immer noch aus

In puncto Gehalt, Arbeitsbedingungen und Zufriedenheit bilden Putzkräfte in der Arbeitswelt das Schlusslicht. Es ist kein Zufall, dass vorwiegend Frauen mit niedrigem Bildungsgrad und Migrationshintergrund in dem Berufsfeld beschäftigt werden.

freestockfotos.biz

Seit Oktober 2019 laufen die Tarifverhandlungen für den Reinigungssektor nun bereits. Erfolge gibt es bisher kaum, wie Estelle Winter, Zentralsekretärin des OGBL-Syndikats „Services privés de nettoyage, d’hygiène et de l’environnement“, gestern der Presse gegenüber erklärte. Bei den Verhandlungen geht es um eine bessere Entlohnung und bessere Arbeitsbedingungen.

Zu letzteren zählt etwa die Erhöhung der Vollzeitbeschäftigung. Während der Durchschnitt hier in anderen Bereichen bei 72 Prozent liegt, arbeiten im Reinigungssektor lediglich 34 Prozent der Beschäftigten in Vollzeit. mehr lesen / lire plus