Der letzte linke Kleingärtner, Teil 29: Von Saatgut und Sozis

Unser Kleingärtner sitzt in seinem Garten und sinniert: „Was wäre wenn …“. Wie immer kippt die zunächst gehobene Stimmung mit dem Auftauchen der Sozialdemokratie.

Manches ideelle Saatgut hält sich lang: Demonstration in Erinnerung an die portugiesische Nelkenrevolution. Unser Bild stammt vom 
25. April 2005. (Foto: EPA/Antonio Cotrim)

Heute war es soweit. Es ist immer ein großer Moment im Leben eines Kleingärtners, wenn das eigene Saatgut tatsächlich gedeiht. So ehrenwert es zum Wohl der weltweiten Sortenvielfalt sein mag, Saatgut selber nachzubauen, es also aus der Ernte des Vorjahres für die Aussaat im nächsten Jahr zurückzubehalten: Man verbringt etliche unruhige Tage, mitunter Wochen, ehe man sicher ist, dass es den Weg nach oben, also zur Sonne findet. mehr lesen / lire plus

Grüne Karawane in Düdelingen

Ein Wohnwagen aus den 1970er-Jahren trifft in Düdelingen auf Holz, Lehm und Schilfmatten: Bei einem partizipativen Projekt soll ein Gewächshaus aus wiederverwendeten Ressourcen entstehen. Helfende Hände, auch ohne grünen Daumen, sind willkommen!

Copyright: Kaboompics

Die Stadt Düdelingen präsentiert ein neues partizipatives Projekt: Caravan – Greenhouse. Dabei handelt es sich nicht um eine grüne Reisegesellschaft, die durch Klein-Italien wandert, sondern um ein Treibhaus auf Rädern. Am Anfang des Projekts stand ein Geschenk: ein alter Wohnwagen aus den 1970er-Jahren.

Engagierte Bürger*innen, die auf der Industriebrache NeiSchmelz bereits den Gemeinschaftsgarten Urban Garden pflegen, planten den Bau eines Gewächshauses, unter anderem zur Jungpflanzenanzucht. „Anstelle eines Gewächshauses aus dem Baumarkt waren sich die Initiatoren schnell einig, ein partizipatives Projekt zu starten und nur die Ressourcen zu nutzen, die einem tatsächlich zur Verfügung stehen“, geht aus der Pressemitteilung der Stadt Düdelingen zum Projekt hervor. mehr lesen / lire plus

Der letzte linke Kleingärtner, Teil 28: Dicke Bohnen machen

Unser Kleingärtner ein ziemlicher Bescheidwisser, das haben unsere unsere Leser*innen sicher bereits gemerkt. Und so weiß er auch über allerlei Bescheidwisser Bescheid.

Funktioniert astrein: Estrichmatte als Rankhilfe. (Foto: Internet)

Die Bedeutung des Kleingärtners wächst stündlich. Hierzulande allemal. Denn Deutschland ist so etwas wie der Mittelpunkt der Welt, so bekommt es unsereins von Generation zu Generation beigebracht. Das wirkt sich natürlich auch positiv auf meine Relevanz aus. Sie erreicht nie gekannte Höhenmeter. Alleine wäre ich nie so hoch hinausgekommen. Ohne Deutschland hätte ich das nicht geschafft.

Jetzt endlich folgt man dort auch meinem Rat von vor einem Jahr. Kurz nach Ausbruch der Corona-Pandemie hatte ich in Teil 21 meiner Kolumne nachdrücklich empfohlen, statt unentwegt nur die medial omnipräsenten professoralen Bescheidwisser das Virus erklären und öffentlichkeitswirksam therapieren zu lassen, auch das einfache medizinische Fußvolk – die Hausärzte – einzubeziehen. mehr lesen / lire plus

Der letzte linke Kleingärtner, Teil 27: Der Eiersegen

Ein „Recht auf Faulheit“, wie es der Marx-Schwiegersohn Paul Lafargue einst propagierte, lässt unser Kleingärtner nicht gelten. Erst recht nicht im Hühnergehege.

Wer nicht arbeiten will (ergo: keine Eier legt), wird gegessen: Beim letzten linken Kleingärtner geht’s drakonischer zu als in 
der Bibel … (Foto: Aktion 3.Welt Saar e.V.)

Tagsüber ist der Hühnerstall verwaist. Nein, keine Sorge, es ist nichts Schlimmes passiert. Im Gegenteil, das hat einen erfreulichen Grund. Weil das Wetter besser geworden ist, zumindest weniger frostig, tummeln sich meine fünf Hühner tagsüber im Garten und bevölkern dort das mobile Hühnergehege. Da hüpft das Kleingärtnerherz, denn die Hühner entpuppen sich als sehr motivierte Mitarbeiterinnen. mehr lesen / lire plus

Der letzte linke Kleingärtner, Teil 26: Rausch ohne Radau

„Brot und Böller“ lautet an sich die Devise unseres Kolumnisten. Doch in diesem Jahr belässt er es bei einem mentalen Feuerwerk – natürlich mit selbstgemachtem Viez.

Sieht harmlos aus, haut aber ganz schön rein: Apfelwein. (Foto: CC0 Public Domain)

An Weihnachten kommt der Kleingärtner ins Spiel. Ob mit oder ohne Corona, es ist die Zeit der Sentimentalität, die jetzt, an Heiligabend, ihren Höhepunkt findet. Da kommen die selbstgemachten Geschenke auf den Gabentisch, die selbstverständlich viel mehr Emotionen transportieren als die gefühlskalte Industrieware. Und wer kann garantiert Selbstgemachtes liefern – dazu noch gesund, mit Vitaminen? Richtig, ich, der Kleingärtner. Selbsteingekochte Marmelade aus den Früchten des Gartens in putzigen kleinen Gläsern geht als Geschenk immer und ist optisch wie geschmacklich zuckersüß. mehr lesen / lire plus

Der letzte linke Kleingärtner, Teil 25: Un-Kraut vergeht nicht

Von unserer Partnerzeitung „Jungle World“ wird der letzte linke Kleingärtner im Dezember kompostiert. Bei uns wird seine Kolumne jedoch weiter gedeihen.

Eine glückliche Kuh? Traurige Kuhaugen jedenfalls hält der letzte linke Kleingärtner gar nicht gut aus. (Foto: Jens Brehl/CC BY-NC-SA 4.0)

Das große Finale rückt näher. Am 10. Dezember, am Tag der Menschenrechte, ist Schluss mit dieser Kolumne. Nein, nicht in der woxx, aber in deren Partnerzeitung „Jungle World“ aus Berlin, wo sie „Krauts und Rüben“ heißt. Ab dann bleibt das Feld des letzten linken Kleingärtners dort unbestellt und Teile der Linken überlassen die Agrarpolitik wieder den Ökos. Nach viereinhalb Jahren werde ich mit meiner Kolumne also zum Migranten, auf der Suche nach Asyl. mehr lesen / lire plus

Der letzte linke Kleingärtner, Teil 24: In der Rüstungsspirale

Der letzte linke Kleingärtner übt sich in der Kunst des Krieges. Außerdem bringt er den ehemaligen EU-Großgärtner Phil Hogan zur Tür.

„Krieg ist manchmal nicht nur notwendig, sondern moralisch gerechtfertigt“, sagte der ehemalige US-Präsident Barack Obama einst. Der letzte Kleingärtner findet das auch, 
wenn es gegen den Hühnerhabicht geht. (Foto: Internet)

Ich komme gerade vom Frisör und habe mich fein herausgeputzt. Eine Kolumne, die wirken soll, muss mit adrettem Äußeren geschrieben werden. Das Sein bestimmt schließlich das Bewusstsein und der Schein hilft mit. Werden die Haare zu lang, was mal subjektiv so empfunden, mal auch gesellschaftlich festgelegt wird, dann kommt mir immer der unvergessliche Freddy Quinn in den Sinn: „Wer hat natürlich auch seine Schwächen? mehr lesen / lire plus

Der letzte linke Kleingärtner, Teil 23
: Magie ohne Maggi

Zwischen Scholle und Knolle schwelgt unser Kleingärtner ganz im sommerlichen Glück. Und bekommt beim Gedanken an Maggikraut das kalte Grausen.

„Ich werde nicht Soldat, die weil man bei der Infanterie nicht Maggi-Suppe hat“, hieß es einst. Deutsche Soldaten fanden sich trotzdem genug, und ihre Würzprodukte brachten sie gleich mit. (Foto: Alf van Beem/ CC0 1.0)

Ob ich der glücklichste Mensch auf Erden bin, sei dahingestellt. Aber wenn sich, wie geschehen, die Schleusen des Himmels wieder zur richtigen Zeit öffnen und mir und meinem Garten die richtige Dosis Wasser schenken, weiß ich mich auf der Sonnenseite des Lebens. Dabei fällt in weiten Teilen Deutschlands seit Jahren zu wenig Regen und provoziert einen Zustand, den man nur als Trockenheit beschreiben kann. mehr lesen / lire plus

Der letzte linke Kleingärtner, Teil 22: Jauchzen und Jäten

Auch der letzte linke Kleingärtner schwelgt in seiner neuesten Kolumne ganz im Übermut des Déconfinement. Und träumt schon wieder vom letzten Gefecht.

Bocken, bis die Milch schäumt: So stellt sich der letzte linke Kleingärtner eine gelungene Party vor. (Foto: Flickr)

Von Hühnern und Rindern kann man einiges lernen. Wer schon mal zugeschaut hat, was passiert, wenn Rinder im Frühjahr nach ein paar Monaten Stallaufenthalt auf die Weide gelassen werden und welche Sprünge sie dabei vollführen, begreift, was Lebensfreude sein kann. Das ist Genuss pur. Da kann ich minutenlang zusehen, ohne dass mir beim Anblick dieser ungelenken Hoppelei langweilig wird.

Ähnlich verhält es sich bei den Hühnern. mehr lesen / lire plus

Der letzte linke Kleingärtner, Teil 21: „Lebbe geht weider“

Unser Kolumnist ist ein Mann der Praxis; eine Perspektive, die ihm in der Coronakrise derzeit zu kurz kommt. Als Frontschwein des Kleingartens bekommt er es dieses Mal außerdem mit Taubeneiern zu tun.

Endlich Regen, freut sich unser Kleingärtner, nur leider kommt der auch jenen Pflanzen zugute, die er als Unkraut beschimpft. Foto: Pixnio

Na also. Kaum habe ich in der letzten Kolumne wie ein weinender selbstgefälliger Schoßhund mein kleingärtnerisches Klagelied über den bis dato ausgebliebenen Regen angestimmt, schon hat es ordentlich gegossen. Drei Tage lang kam ausgiebig Wasser von oben und durchnässte den furztrockenen Boden. Da jubeln wir Kleingärtner all around the world und unsere mentalen Kumpels, die Bauern, im Chor. mehr lesen / lire plus

Der letzte linke Kleingärtner, Teil 20: Die Tage mit L.

Was haben Virologen und Fußballexperten gemeinsam? Laut unserem letzten linken Kleingärtner so manchen rhetorischen Taschenspielertrick – und manchmal auch den Vornamen.

Inter-10, nicht Covid-19: Das Trikot von Lothar Matthäus bei Inter Mailand. (Foto: Wikimedia Commons/CC 4.0)

Dass ich das noch erleben durfte: Lothar Matthäus hat sich verwandelt. Jahrelang erklärte uns Lothar (eigentlich „Loddar“) den Fußball und die Welt und bereitete uns viel Freude mit seinen Spielereien auf dem Platz und darüber hinaus. Legendär sind seine Auftritte als Englisch- und als Nahostexperte („Ich bin eine Art Israel-Fachmann“).

Loddar verzieh man auch noch den letzten Schmarren, weil man sich, getragen von großer Güte, an sein wohlgefälliges Fußballspiel erinnerte. mehr lesen / lire plus

Der letzte linke Kleingärtner, Teil 19: Mit Kanonen auf Corona

Wie sieht die Welt zehn Jahre nach Corona aus? Der letzte linke Kleingärtner hat eine recht genaue Vorstellung davon.

Heraus zur Gartenarbeit? Der letzte linke Kleingärtner sinniert auch über 
deutsche Primärtugenden in Zeiten der Krise. (Foto: Joshua Willson/Pixabay)

Ein Glück, wer sich jetzt Kleingärtner nennen kann und seinen Garten direkt neben der eigenen Wohnstätte hat. Dort in meinem „safe space“ ist Platz für Gedanken der Milde und Güte, aber keiner für eine Ausgangssperre. Während draußen Krieg gegen Corona geführt wird, habe ich gerade mehrere Reihen dicke Bohnen und Zuckererbsen gelegt und zu Hause auf der Fensterbank in Blumentöpfen Samen von verschiedenen Salatsorten, Gurken und Zucchini zum Vorziehen ausgebracht. mehr lesen / lire plus

Der letzte linke Kleingärtner, Teil 18
: Böser Habicht, blanke Knochen

In dieser Folge seiner Kolumne entdeckt unser letzter linker Kleingärtner, dass man Windräder nicht nur zur nachhaltigen Energieerzeugung gut gebrauchen kann.

Moderner Sensenmann? Unter anderem mit Kadaver-Ablenkfütterung wird versucht, die Zahl der Greifvögel, die in Windparks getötet werden, zu minimieren. Der letzte linke Kleingärtner hat allerdings eher Gegenteiliges im Sinn. (Bild: Wikimedia/CC-BY-SA-4.0/Josef Moser)

Kaum zurück aus dem Berliner Metropolenzoo der Wichtigkeiten und der politisch etwas monotonen Öko-Demo für eine nachhaltigere Landwirtschaft, landete ich unsanft im richtigen Leben. Einem Habicht gelang der Zutritt zu meinem Hühnergehege. Wobei „Zutritt“ nicht ganz stimmt, Sturzflug wäre treffender. Zweimal glückte ihm im letzten und vorletzten Jahr ein solcher Angriff und zwei Hühner wurden von ihm gerissen. mehr lesen / lire plus

Der letzte linke Kleingärtner, Teil 17: Ökos und Beton

In seiner neuesten Kolumne wird der letzte linke Kleingärtner mal wieder vom Metropolenneid gepackt. Und dann wird er auf der Ökodemo in Berlin auch noch am Salbadern gehindert. Gut, dass er wenigstens diese Seite hier hat.

Öfters mal die Sau rauslassen: Unser linker Kleingärtner findet nicht nur die Stallhaltung, sondern das ganze kapitalistische System eine Riesenschweinerei. (Foto: EPA-EFE/Omer Messinger)

Wenn ich mir jetzt den Regen anschaue, der sich seit Tagen in rauen Mengen auf den Boden ergießt, dann kann ich es kaum glauben. Insbesondere, wenn ich mich an die Trockenperiode vom Frühjahr 2018 bis zum Spätsommer 2019 erinnere. Glück gehabt, dass das lebensspendende Nass jetzt wieder seinen Weg zu mir findet. mehr lesen / lire plus

Der letzte linke Kleingärtner, Teil 16: Chicken on ice

Zu Weihnachten läuft der letzte linke Kleingärtner mit seinen Hühnern beinahe Schlittschuh und nutzt die besinnliche Stimmung für allerlei Geschäftsideen und Bestrafungsfantasien.

Unbestätigten Gerüchten zufolge wurde der letzte linke Kleingärtner vor kurzem in seinem Hühnerkostüm beim Schlittschuhlaufen gesichtet. Die woxx distanziert sich von derlei Spekulationen. (Foto: flickr)

Meine Güte, das war knapp. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich mal bei einem meiner Hühner aus vollstem Herzen bedanken müsste. Beim morgendlichen Rauslassen der gefiederten Rasselbande hatte ich glatt übersehen, dass der Betonweg zum Gehege mit Eis überzogen war. Nicht viel, aber absolut ausreichend um mich, den größten Kleingärtner unserer Zeit, zu Fall zu bringen. mehr lesen / lire plus

Der letzte linke Kleingärtner, Teil 15: Hanomag und Grünkohl

Mal wieder radikal wie ein Radieschen, sagt der letzte linke Kleingärtner dem System den Kampf an. Und belehrt uns über die subversive Kraft der Nostalgie.

Übersteht selbst den kalten Winter, sieht im Schneekleid bezaubernd aus und ist als Speise köstlich und wärmend: der Grünkohl. (Foto: Aktion 3.Welt Saar e.V.)

Sie haben vieles gemeinsam. Man sieht sie nur noch selten, beide haben was mit Landwirtschaft und Gartenbau zu tun und beide sind irgendwie Opfer des Kapitalismus: Hanomag und der Grünkohl. Aber who the fuck ist Hanomag? Es war einmal …, so könnte man das Märchen der „Hannoversche Maschinenbau AG“ beginnen, aus deren Anfangsbuchstaben das Akronym „Hanomag“ entstand. mehr lesen / lire plus

Der letzte linke Kleingärtner, Teil 14: Tradition und Tränen

Die Entwicklungen in Syrien und der Verrat an den Kurden liegen auch unserem Kleingärtner schwer im Magen. Er hat eine Idee, wie sich mit einer tierisch-gärtnerischen Superwaffe das Blatt wieder zugunsten der Miliz YPG wenden ließe.

Foto: Internet

Na also. Jetzt hat auch der letzte linke Kleingärtner Entscheidendes dazu gelernt. Unfassbar lange hat es gedauert, bis bei mir der Groschen fiel. Seit diese Kolumne erscheint, habe ich meine Hühner – mittlerweile schon die dritte Generation – morgens in ihr Gehege außerhalb des Hühnerstalls getragen. Abends, sofern es bereits dämmerte, liefen sie von selbst zurück. Für sie war es ein zügiger Marsch in die fuchssichere Behaglichkeit des Hühnerstalls. mehr lesen / lire plus

Der letzte linke Kleingärtner, Teil 13: Habeck, Marx und ich

Nach dem Genörgel der letzten paar Kolumnen stellen wir erstaunt fest: Auch der letzte linke Kleingärtner kann Utopie.

Gockelt nicht nur als Kolumnist, sondern legt gerne auch mal vor Publikum ein Ei: Der letzte linke Kleingärtner bei einer seiner berühmt-berüchtigten Lesungen. (Foto: Aktion 3.Welt Saar e.v./Max Gerlach)

Man gönnt sich ja sonst nichts. Das haben sich die Grünen in Trier gedacht und sich flugs mal eine anspruchsvolle Veranstaltung mit Tiefenwirkung und visionärem Blick geleistet: Eine Lesung mit dem letzten linken Kleingärtner, auf Einladung der grünen Bundestagsabgeordneten Corinna Rüffer höchst selbst.

Der Gast ließ sich nicht lumpen und entwarf Visionen und Bilder einer Welt voller Ausgeglichenheit und Achtsamkeit, von der die Grünen längst aufgehört haben zu träumen. mehr lesen / lire plus

Der letzte linke Kleingärtner, Teil 12: Sandinista satt

Nicht die Sonne, sondern der notorisch zu stark geröstete Nicaragua-Kaffee hat ihm dieses Mal die Sinne verbrannt: Zum Jahrestag der sandinistischen Revolution stößt unserem Kleingärtner so manches sauer auf.

Hat seine Nicaragua-Plakatsammlung durchgesehen: Der letzte linke Kleingärtner 
schwelgt in Erinnerungen. (Foto: Internet)

Diese Kolumne wird exakt 40 Jahre nach dem Sieg der sandinistischen Revolution in Nicaragua am 19. Juli 1979 geschrieben. Was hat mir als Kleingärtner diese nationale Befreiung in den Staat hinein gebracht? Zumindest keine Pflanzen, die ich heute anbauen kann. Der legendäre Nicaragua Kaffee würde in meiner Klimazone auch nicht gedeihen. Noch nicht.

Für die Jüngeren, die das vielleicht nicht wissen: Der Nicaragua-Kaffee war die trinkbare Version des Che Guevara T-Shirts: Er gab der sandinistischen Revolution Geschmack und Gesicht. mehr lesen / lire plus

Der letzte linke Kleingärtner, Teil 11: Gemetzel im Hühnerstall

Bislang hat uns der letzte linke Kleingärtner seinen Garten als Refugium und Ort des Friedens präsentiert. Wer diese Fantasie bewahren will, sollte heute lieber nicht weiterlesen: Diese Folge der Kolumne beginnt wie ein Splattermovie – und endet wie ein Kriegsfilm.

Von Hühnern und Hunden: Friedliche Koexistenz ist zwar durchaus möglich, hat aber beim letzten linken Kleingärtner nicht so gut geklappt. (Foto: Andrewburke100/CC BY-SA 4.0)

Was für ein Gemetzel. Der Nachbarshund dringt in meinen Garten ein, überwindet den Zaun zum Hühnergehege und die Dinge nehmen ihren tragischen Lauf. Ein Huhn wird sofort niedergestreckt, dem zweiten hängen nach hartem aber chancenlosem Kampf einige Innereien heraus, sodass es besser ist, es von seinen Qualen zu erlösen. mehr lesen / lire plus