Der letzte linke Kleingärtner, Teil 8: Frühling & Frieden

Rechtzeitig zu Ostern klopft sich unser Kleingärtner wieder ein Ei und denkt dabei über friedenspolitische Maßnahmen nach.

Granatenmäßig scharf, aber ungefährlich: Auch der Peperoni-Anbau kann zur Entmilitarisierung beitragen. (Foto: Pixabay)

Es geht doch nichts über die feine Spürnase eines Kleingärtners. In der letzten Kolumne hatte ich prophezeit, dass man sich von den warmen Tagen im Februar mit knapp 20 Grad nicht in die Irre führen lassen soll. Es werde wieder kühler und der März würde ein paar Regentropfen bringen. So sagte ich es, und so geschah es.

Nun ist es bereits April und ich habe mit meinen Outdoor-Aktivitäten begonnen. Die dicken Bohnen und die Zuckererbsen wandern in die sorgfältig vorbereitete Erde, die ich mit reichlich Kompost verbessert habe. mehr lesen / lire plus

Der letzte linke Kleingärtner, Teil 7: Hilde und Bob

Rockt nicht wirklich: Unser Kleingärtner ist von den Performances auf der Berliner Agrardemo wenig begeistert.

Klare Ansage: 
Die Öko-Antifa auf 
der Agrardemo. (Foto: Aktion 3.Welt Saar/Roland Röder)

Als diese Kolumne niedergeschrieben wird, sind es draußen satte 14 Grad. Und das im Februar. Da hüpft das Kleingärtnerherz und drängt mich zu großen raumordnenden Taten, am Horizont zeichnen sich visionär blühende Landschaften ab. Nein, ein Kleingärtner sollte sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Für das meiste Grünzeugs – als Samen natürlich – ist es zu früh. Man darf sich von der warmen Februarsonne nicht täuschen lassen, sondern muss sich seinen gesunden Pessimismus bewahren. mehr lesen / lire plus

Der letzte linke Kleingärtner, Teil 6: Kleingärtners Kränkungen

Auch die Öko-Szene hat ihr engstirniges Establishment, das unseren letzten linken Kleingärtner in der neuesten Folge seiner Kolumne ganz schön wurmt.

Auch der Agrar-Agitator weiß: Auf den richtigen Demo-Slogan kommt es an. (Foto: Aktion 3.Welt Saar)

„All die ganzen Öko-Affen dürfen da reden, nur der kleine linke Gärtner nicht. Der darf das nicht.“ Diese Zeilen trällere ich seit ein paar Tagen vor mich hin. In Erinnerung daran, dass Udo Lindenberg 1983 einen Sonderzug nach Pankow zu Erich Honecker besang und meinem Gedanken damit Pate stand: „All die ganzen Schlageraffen dürfen da singen. Nur der kleine Udo nicht, der darf das nicht.“

Ganz ähnlich nämlich wie es damals dem kleinen Udo erging, ergeht es heute dem letzten linken Kleingärtner. mehr lesen / lire plus

Der letzte linke Kleingärtner, Teil 5: Rucola radikal

Was macht eine Gartenkolumne im trüben kalten Herbst? Sie wächst und gedeiht – ganz ohne Dünger. So wie der Lieblingssalat, den der letzte linke Kleingärtner derzeit täglich verzehrt.

Nachdem der Halloween-Irrsinn vorbei ist, trauen sich auch die letzten Kürbisse aus dem Versteck. (Foto: Pixabay)

Manchmal bin sogar ich überrascht darüber, was in meinem Gemüsegarten so vor sich geht. Dinge, die ich weder geplant noch „auf dem Schirm“ hatte. Rucola zum Beispiel, dem ich nach meinen jüngsten Erfahrungen gerne den Titel „Überraschungskraut des Jahres 2018“ verleihen möchte. Im Frühjahr habe ich wie üblich vier Reihen dieser nussartig schmeckenden Salatpflanze gesät. Ich war guter Dinge. mehr lesen / lire plus

Der letzte linke Kleingärtner, Teil 4: Auf Besuch bei Anarchisten


Der letzte linke Kleingärtner trinkt beim Schreiben auch gern Apfelsaft, der dieses Mal wohl schon etwas vergoren war. Das geht auf Kosten der Verdauung – und der Kohärenz. Was das mit den Anarchos zu tun hat? Jedenfalls nichts mit Most.

Foto: Pixabay

In hiesigen Breitengraden hat es seit Mitte Juni nicht mehr relevant geregnet. Von vereinzelten Starkregengüssen abgesehen. Das ist ungünstig für alle, die Pflanzen anbauen und sich um die Ernährung der Leserinnen und Leser dieser Zeitung kümmern. Immerhin: Meine Kürbisse habe ich geerntet. Der Ertrag war kein Debakel, hätte aber besser sein können.

Ich baue bevorzugt den roten Hokkaido an, weil der nicht nur fantastisch schmeckt, sondern sich gut lagern lässt. mehr lesen / lire plus

Der letzte linke Kleingärtner, Teil 3
: Kleingärtner vs. Metropolenlinke


Klischees über die Klischees der anderen, oder: Was der Depp vom Land über die Stadtmenschen zu wissen meint. Und andersrum natürlich auch.

Auch Metropolenlinke finden Kleingärten gut: solange nur das Anbauprodukt stimmt. (Foto: Wikimedia)

Für Betrachter von außerhalb meines Gartens ist die Arbeit dort im Herbst weitestgehend gelaufen. So ganz stimmt dies zwar nicht, aber richtig ist, dass unsereiner weniger zu tun hat. Die ganz große Wachstumseuphorie ist vorbei. Mit der frei gewordenen Zeit lassen sich alternativ zwei Dringe anfangen: Erstens ein paar Kolumnen auf Vorrat schreiben. Da ich mich als Kleingärtner gut in die Zukunft hineindenken kann, wäre dies kein Problem. mehr lesen / lire plus

Der letzte linke Kleingärtner, Teil 2
: Kleingärtners Kreuzweg

Der letzte linke Kleingärtner über geliebte und ungeliebte Massen, ihr Ausbleiben und die richtige Mischung.

Wild und in Massen: So stellt sich der letzte linke Kleingärtner den Ertrag seiner Arbeit vor. (Foto: Aktion 3. Welt Saar e.V.)

Gartenarbeit für Linke macht Sinn. Während der politischen Linken das revolutionäre Subjekt und damit die Masse abhandengekommen sind, kann die gärtnerische Linke hier noch glänzen. Endlich hat man als Linker wieder einen passablen Bezug zur Menge. Und das ist gleich doppelt schön: Erstens hat kann man diese steuern. Wenn ich meine Stangenbohnen gezielt wässere, steigt der Ertrag erheblich. Zweitens werde ich werde mit meinen produzierten Gütern gebraucht und dies auch noch weltweit. mehr lesen / lire plus

Der letzte linke Kleingärtner, Teil 1: Gartenglück & Urlaubsfreuden


Was den Hühnerstall mit Betrieb und Büro verbindet und warum ein Gemüsebeet nicht wie ein Exerzierplatz aussehen muss.

Im Hühnerstall geht es zu wie am Arbeitsplatz: Überall findet sich ein schwarzes Schaf. (Foto: Aktion 3.Welt Saar e.V. / Max Gerlach)

Dann geschah es doch: Zur Überraschung meiner Hühner machte ich mit der ganzen Familie Ferien. Meine Nachbarin erklärte sich bereit, das Federvieh zu füttern und es mit Wasser zu versorgen. Als Gegenleistung überließ ich ihr die zwei bis drei Eier, die meine vier Hühner täglich legen würden – theoretisch.

Die Nachbarin kümmerte sich vorbildlich um die Hühner. Es fehlte ihnen an nichts. mehr lesen / lire plus