UNIVERSITÄT: Elite-Uni oder Ladenhüter?

Statt Chancengleichheit und universitärem Austausch in Europa droht jetzt die akademische Auslese: Studiengebühren in Deutschland, Losverfahren in Belgien – jedes Land fährt seine eigene Strategie.

Welche Uni kann ich mir noch leisten? Und wo habe ich trotz Zulassungsbeschränkungen wie Numerus Clausus oder gar Losverfahren noch die Chance, immatrikuliert zu werden? Mit diesen Fragen werden sich in Zukunft auch die Luxemburger StudentInnen zunehmend beschäftigen müssen, gerade zu einer Zeit, da in vielen deutschen Bundesländern das letzte Semester ohne Studiengebühren angebrochen ist.

Bisherige Proteste gegen Gebühren scheinen erst der Anfang zu sein: Unter dem Motto „Die Bildung geht baden“ sind in Berlin Studenten in die kalte Spree gesprungen. mehr lesen / lire plus

GROSSREGION: Die Jungen zu uns!

Überalterung und Fachkräftemangel werden in den kommenden 15 Jahren zur Herausforderung für den Arbeitsmarkt in der Großregion. Statt einer ruinösen Konkurrenz um junge ArbeitnehmerInnen empfehlen Experten, die Arbeitsverhältnisse für Ältere zu verbessern.

Bei seiner Rede zur Lage der Nation im vergangenen Juni lamentierte Jean-Claude Juncker, die Luxemburger kauften zu viel im nahen Ausland ein. Dadurch entgingen dem Staat schätzungsweise 70 Millionen Euro Mehrwertsteuer im Jahr. Der Premier kündigte an, Luxemburg zum Haupteinkaufszentrum der Großregion zu machen. Dafür erntete er Zustimmung, sowohl in den Redaktionsstuben und den Parteizentralen als auch an den Stammtischen.. Wie Junckers Aussagen jenseits der Grenze ankommen, war kein Thema. mehr lesen / lire plus

STROMVERSORGUNG: Im Liberalisierungs-Wirbel

Verhindern, dass der Strom teurer und die Ausfälle häufiger werden, darum geht es bei der Diskussion um das neue Stromgesetz. Die Auswirkungen der Liberalisierung auf die Umwelt werden dabei vernachlässigt.

Ab dem 1. Juli 2007 sind wir alle gleich. Bisher ist es Menschen wie Arbed-Generaldirektoren vorbehalten, frei zu wählen, woher sie den Strom für ihre Elektrostahlwerke beziehen. Doch in weniger als einem Jahr haben auch Jenny und Menni die freie Wahl, ob sie Glühbirnen und Fernseher mit Cattenom- oder Nova-Naturstrom betreiben. Wie viel von dieser Freiheit in zehn Jahren noch übrig ist, bleibt dagegen unklar. Die EU-weite, schrittweise Liberalisierung des Strom- und Energiesektors beruht zwar auf dem Prinzip der Wahlfreiheit, hat aber in der Praxis die großen Konzerne gestärkt. mehr lesen / lire plus

AM KNUEDLER: Ende eines Spielzeugparadieses

Eines der letzten traditionellen Familiengeschäfte verlässt demnächst seinen Stammsitz und zieht um.
Verloren geht dabei die erzählende Kulisse einer anderen Zeit.

Geschenke verpacken im „historischen“ Ambiente. (Foto: Christiane Walerich)

Wenn man an den gefliesten Eingangssäulen der Maison Lassner vorbei in die Haushaltswarenabteilung tritt, fällt einem gleich auf, dass hier noch der Geist einer anderen Zeit herrscht: Das Personal berät die Kundschaft in hellblauen Arbeitskitteln. Was noch auffällt: Die Waren sind herabgesetzt und mit handbemalten gelben Preisschildern versehen.

Schlängelt man sich an den Auslegtischen mit Küchenutensilien, den beleuchteten Regalen, bestückt mit Restbeständen floraler Porzellankollektionen sowie dem Kaffeeservice im Goetropa-Design vorbei, gelangt man zu einer schmalen Treppe. mehr lesen / lire plus

DROITS POLITIQUES: Difficile démocratie

Citoyenneté pour les uns, double nationalité pour les autres: le cercle Joseph Bech propose d’élargir le cercle des personnes disposant des droits politiques. Mais en fait, il veut créer de nouvelles discriminations.

De vrais Luxos: Frank Engel et Patrick Santer présentent la contribution du cercle Bech au débat sur la nationalité. (photo: Renée Wagener)

„On peut voir les choses de façon plus originale qu’il ne l’a été le cas jusqu’ici.“ De telle manière, Frank Engel a tenté de justifier les positions contradictoires entre le cercle Joseph Bech d’une part, et les ministres d’Etat et de la Justice, d’autre part. Originales, c’est le moins qu’on puisse dire des positions en matière d’introduction de la double nationalité présentées par le club de réflexion proche du parti chrétien-social lors d’une conférence de presse lundi. mehr lesen / lire plus

DÜRRE: Hoffentlich versichert

Auf eine staatliche Finanzspritze gegen Dürreschäden können die Bauern trotz hartem Sommer nicht hoffen. Wer seine Pflanzen nicht krankenversichert hat, hat Pech gehabt.

Miniaturmais mit Lücken: Die Trockenheit sorgt vielerorts dafür, dass die Pflanzen nicht gedeihen wollen. (Foto: ASTA)

Auch wenn wir mittlerweile schon fast wieder über Kühle und Regen klagen dürfen: Dieser Sommer hat es in sich. Noch bevor er zu Ende ist, drängen sich Vergleiche mit dem legendären Sommer 2003 auf. Denn sowohl die hohen Temperaturen als auch die niedrigen Niederschlagsmengen sind bislang rekordverdächtig. „Bis jetzt hatten wir dieses Jahr eindeutig weniger Regen als in derselben Periode vor drei Jahren“, sagt Frank Schmit, Leiter des Service d’économie rurale im Landwirtschaftsministerium. mehr lesen / lire plus

CONGO: Au temps béni des colonies

Le 30 juillet, la République démocratique du Congos’apprête à voter. L’Europe, dont le Luxembourg, a envoyé ses soldats pour maintenir la stabilité du pays et surtout s’assurer le libre accès à ses richesses.

Joseph Kabila lors du référendum constitutionnel en 2005. Il n’a peut-être pas les mains très propres. L’Union européenne se charge-t-elle de les lui laver?
(photo: internet)

La richesse est un malheur. C’est ce que se disent peut-être celles et ceux qui constituent 80 % de la population de la République démocratique du Congo (RDC) vivant en-dessous du seuil de pauvreté. Pourtant, ce pays grand comme l’Europe occidentale ne manque pas de richesses naturelles. mehr lesen / lire plus

PRECARITE: Jeunes au rabais

Comment convaincre le patronat à embaucher des jeunes? En les lui offrant. C’est du moins la direction dans laquelle s’engage une réforme des contrats pour jeunes demandeurs d’emploi.

Attendre un emploi stable comme on attend un bus. L’avantage avec ce dernier, c’est qu’il arrive toujours.
(photo: Christian Mosar)

L’étincelle est venue du campus universitaire du Limpertsberg. Un groupe informel de quelques étudiant-e-s distribuait des tracts appelant à la mobilisation contre un projet gouvernemental rendant un peu plus précaire la situation des jeunes demandeurs d’emploi. Trois jours plus tard, un amphi sert de lieu de débat à une centaine d’étudiant-e-s. On y lit des communiqués de solidarisation des différentes organisations estudiantines. mehr lesen / lire plus

ANTIDISKRIMINIERUNGS-GESETZ: Mit Unwillen gegen Diskriminierung

Was lange währt, muss nicht gut werden. Diese Woche stimmte das Parlament dem seit sechs Jahren fälligen und nun doch unvollständigen Anti-Diskriminierungs-Gesetz zu.

Vier Jahre für den ersten, zwei Jahre für den zweiten Anlauf – insgesamt also sechs Jahre brauchte die Luxemburger Regierung für die Umsetzung zweier EU-Direktiven, durch die das Prinzip der Anti-Diskriminierung gesetzlich festgeschrieben werden soll. Erst ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes brachte etwas mehr Bewegung in die Gesetzesmühle.

„Das Dossier wurde nicht nur vernachlässigt“, sagt Serge Kollwelter von der Association de Soutien aux Travailleurs Immigrés (ASTI), „hier kann man vom Gegenteil von politischem Willen sprechen.“ Seit Jahren drängt die ASTI auf die Umsetzung der Direktive, mit dem nun vorliegenden zweiten Gesetzesprojekt ist man allerdings nicht in allen Punkten zufrieden. mehr lesen / lire plus

DRAPEAUX PORTUGAIS: Polémique de façade

Un commentaire de la co-rédactrice en chef du Tageblatt a réussi à déclencher un mauvais débat sur la prétendue non-intégration des concitoyen-n-e-s portugais-e-s. Tout le monde s’en serait pourtant bien passé.

Ceci n’est pas du chauvinisme. C’est du marketing.
(photo: woxx)

„Moi, je n’aime pas les drapeaux. Je trouve qu’il y a plus esthétique comme décoration pour une façade.“ Non, cette phrase n’est pas de Danièle Fonck, co-rédactrice en chef du Tageblatt et directrice du Jeudi. Elle est d’Eduardo Dias, portugais de son état, mais surtout secrétaire central de l’OGBL, en charge du département des immigrés. En homme de gauche, Eduardo Dias a beau être rétif aux charmes de ces symboles nationaux, il ne dramatise pas pour autant l’exhibition inflationnaire de ces morceaux de tissu colorés en plein Mondial footballistique: „Mais il ne faut pas tout mélanger. mehr lesen / lire plus

EUROPÄISCHE DIREKTIVE: Wenig Lärm um Krach

In aller Stille wird das Lärmgesetz verabschiedet. Zu hoffen ist, dass durch das neue Gesetz nicht nur der Lärm verwaltet – sondern auch die Ruhe geschützt wird.

Vogelgezwitscher, Wasserplätschern, ein Kakaduruf vor gemächlich dahinklimpernder Pianomusik – so ertönt der telefonische Standby-Modus im Umweltministerium. Friedlich und paradiesisch wie das Umweltministerium sich mit dem Wartemodus gibt, werden auch gewisse Tagesgeschäfte in aller Stille abgewickelt – darunter nicht zuletzt das Gesetzesprojekt „relative à la lutte contre le bruit“.

Bei dieser Initiative handelt es sich um eine europäische Direktive, die Luxemburg – mittlerweile fast schon Europameister im verspäteten Hausaufgabenmachen – theoretisch bis zum 18. Juli 2006 verabschiedet haben sollte. mehr lesen / lire plus

SURENDETTEMENT: Faillite contre fatalisme

Plus d’un millier de personnes ont déjà bénéficié des possibilités de désendettement offertes par la loi de 2000. Mais la création d’une procédure de faillite civile pour les cas désespérés s’impose.

Le rêve de la consommation „libre“, c’est-à-dire à crédit, tournera au cauchemar pour quelques- un-e-s. (photo: woxx)

Monsieur M. est atterré. Il peine à réaliser la signification de la lettre recommandée qu’il vient de recevoir. Voilà sept ans qu’il survit avec un minimum d’argent, hésitant avant n’importe quelle dépense, afin de payer des mensualités sur ses prêts. Monsieur M. se conforme ainsi au plan de redressement ordonné alors qu’il était dans une situation désespérée. mehr lesen / lire plus

ASYLRECHT: Free at last?

Die Freilassung von Zübeyde Ersöz ging fast so klammheimlich vonstatten wie ihre Festnahme.

Der Tag der Befreiung. Zübeyde Ersöz in Begleitung ihrer Anwälte. (Foto: Comité Ersöz)

Manchmal müssen auch woxx-RedakteurInnen der Aktualität ihren Tribut zahlen und einen bereits fertigen Artikel aus der laufenden Ausgabe kippen. Vergangene Woche wollten wir unserer LeserInnenschaft übermitteln, dass die Freilassung der kurdischen Journalistin Zübeyde Ersöz aus der Auslieferungshaft nur noch eine Sache von Tagen sein könnte, weil ruchbar geworden war, dass die Chambre du Conseil des Luxemburger Bezirksgerichts dem Auslieferungsbegehren der Türkei nicht zustimmen werde.

Doch dann überschlugen sich die Ereignisse. Am Donnerstag vergangener Woche hieß es auf einmal, der Generalstaatsanwalt habe die Freilassung „binnen der nächsten Stunden“ veranlasst. mehr lesen / lire plus

ZUKUNFTSFÄHIGER FLUGHAFEN: Findel in Not

Ein Hearing sollte dabei helfen, den Flughafen fit zu machen für den europäischen Wettbewerb. Es zeigte sich, dass jahrelanger Schlendrian und die Jeder-für-sich-Mentalität der Akteure nicht leicht zu überwinden sind.

„Wir sind eingekesselt von EU-Regelungen“, klagte Gilbert Meyer, Direktor der Flughafenverwaltung. Er brachte damit ein Gefühl zum Ausdruck, das viele der TeilnehmerInnen des Hearings „Fir en zukunftsfähege Findel“ am Mittwoch im Bettemburger Schloss angesichts der Veränderungen der vergangenen Jahre teilen. Immerhin war der Luxemburger Flughafen nach dem Krieg aus der Taufe gehoben worden, als die uneingeschränkte nationale Souveränität über den Luftraum noch galt. Souveränität steht hierzulande immer für wirtschaftliche Nischen – wie ein anderer Redner, Ben Van Houtte von der EU-Kommission in Erinnerung rief: Er kenne den Findel wegen der billigen Transatlantikflüge während seiner Studienzeit, so der Chef der Abteilung „Luftverkehrsmanagement und Flughäfen“. mehr lesen / lire plus

INTEGRATION: Double nationalité, double tarif

Malgré les discours généreux de Jean-Claude Juncker, les projets de Luc Frieden en matière de double nationalité semblent plutôt étriqués.

Abandonner son bagage identitaire pour mieux s’intégrer dans la société d’accueil?
(illustration: le taxi „Bonne arrivée“ de Zinkpé; photo: RK)

Devinez quelle a été la première mesure du gouvernement en vue de légiférer sur la double nationalité. Non, il ne s’agit pas d’une étude statistique sur l’impact d’une telle disposition? Ni du lancement d’un grand débat public. Le projet de loi précurseur 5576, déposé la semaine dernière, concerne les Luxembourgeois-es résidant à l’étranger et ayant une autre nationalité, qui, dans l’état actuel du droit, perdraient la nationalité luxembourgeoise. mehr lesen / lire plus

WOHNUNGSBAU: Mit der Gießkanne

Die Gemeinden sollen es richten. Mit Finanzspritzen und gesetzlichen Vorgaben will Minister Boden den Wohnungsbau antreiben.Eine klare Zielsetzung fehlt jedoch.

(ergué) – Bei der Vorstellung des Kyoto-Planes der Regierung zeigte sich der Umweltminister verzückt: „Seit der Rede des Premiers [vom 2. Mai], in der die Umwelt einen großen Stellenwert eingenommen hat, bin ich noch glücklicher Mitglied dieser Regierung zu sein.“ Lucien Lux gab sich zuversichtlich, weil fortan die gesamte Regierungspolitik, quer durch sämtliche Departemente, sich „kyoto-kompatiblen“ Kriterien unterwerfen müsse.

Neben Verkehr und Industrie, bietet vor allem der Wohnungsbau die Gelegenheit den ausufernden CO2-Ausstoss Luxemburgs in den Griff zu bekommen. Die Vorstellung der Maßnahmen im Wohnungsbaubereich, die der dienstälteste Minister der westlichen Hemisphäre, Fernand Boden, am letzten Montag vornahm, machte allerdings deutlich: Kyoto kommt in Sachen Wohnraum an (vor-)letzter Stelle. mehr lesen / lire plus

KLIMASCHUTZ: Glaube, Liebe, Hoffnung

Claude Turmes glaubt, dieser Umweltminister sei besser als sein Vorgänger. François Bausch ist von der Rede des Premiers begeistert. Paul Ruppert hofft, dass weitere Klimaschutzmaßnahmen folgen.

Steht Ministern wie Managern gut: Der Survivaball als ultimativer Schutz vor dem Klimawandel.

(Foto: www.halliburtoncontracts.com)

„Halliburton löst das Problem der Erderwärmung“, hieß es diese Woche in einem Pressekommuniqué. Halliburton spielt eine wichtige Rolle als Dienstleister im Erdölsektor, unterhält enge Kontakte zur Bush-Regierung und ist eine beliebte Zielscheibe für subversive Aktionen ökosozialer Gruppen. Doch wer von dem Konzern ein Verfahren zur CO2-freien Verbrennung von Erdöl erwartet hatte, wurde enttäuscht: Die Meldung bezog sich auf den „SurvivaBall“, eine aufblasbare Kugel, die aufwändige Kommunikationssysteme sowie Mechanismen zur Nahrungsgewinnung und zum Personenschutz enthält. mehr lesen / lire plus

ETAT DE LA NATION: Quand le budget va, tout va

Les salariés sont les grands perdants du match tripartite. Les patrons ne sont pas convaincus pour autant des résultats. Et l’optimisme du gouvernement risque de faire long feu.

Ceci n’est pas un démantèlement social. Ben Fayot à la tribune de la Chambre. (photo: RK)

Ben Fayot se veut rassurant: „Il ne s’agit pas d’un démantèlement social. Les prestations sont juste réaccordées aux possibilités du budget de l’Etat.“ Le président du groupe LSAP à la Chambre, deuxième orateur à intervenir après la déclaration sur l’état de la nation, tente ainsi de justifier le soutien sans faille des socialistes aux choix politiques du gouvernement. mehr lesen / lire plus

LUTTES SOCIALES: Paix chaude

Attaqué par des politiques néolibérales, isolé face au patronat et aux partis de gouvernement, menacé par l’opposition: l’OGBL est en difficulté.
Sa fête du travail nouvelle formule symbolise la mue d’un syndicat aux prises avec un climat social glacial.

C’était sa dernière fête du travail en tant que président de l’OGBL. Le 1er mai 2004, John Castegnaro avait appelé ses troupes à Schifflange. Le beau temps n’était pas vraiment au rendez-vous, une grisaille toute printanière dominait. Pas grave, le cortège devait de toute façon se clôturer dans la salle des sports de la commune. Ainsi rassemblés, les militant-e-s syndicaux allaient assister au dernier discours de 1er mai de l’inoxydable patron. mehr lesen / lire plus

20 JAHRE TSCHERNOBYL: Atomkraft ist immer noch attraktiv

20 Jahre nach dem Unfall von Tschernobyl wird über ein Comeback der Atomenergie diskutiert. Doch als autonomer global player auf dem liberalisierten Energiemarkt eignet sich Atomstrom bislang nicht.

April 1986: Ein Radiologe in Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl bei der Arbeit. Bleiplatten sollen vor weiterer Kontaminierung von radioaktiven Strahlen schützen.

Es war zwar kein Supergau, und doch wirkt die durch die Notabschaltung ausgelöste ºnukleare Leistungsexkursionº in Block 3 mit anschließenden Explosionen und Zusammenstürzen des 1000-Tonnen schweren Reaktordeckels im Kernkraftwerk Tschernobyl bis heute nach. Am kommenden Mittwoch jährt sich die Katastrophe von Tschernobyl, die nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation etwa 4.000 strahlenbedingte Krebstodesfälle verursachte, zum zwanzigsten Mal. mehr lesen / lire plus