Es liegen keine Zahlen darüber vor, wie viele Menschen in Luxemburg die Gebärdensprache nutzen – das bestätigten Corinne Cahen, Lydia Mutsch und Dan Kersch in einer Antwort auf eine parlamentarische Frage. Darin hatte sich die CSV-Abgeordnete Claudine Konsbruck auf Diskussionen bezogen, die im Bezug auf das mittlerweile verabschiedete Gesetz zur Anerkennung der deutschen Gebärdensprache aufgekommen waren. So war in einigen Gutachten die mangelnde Datenlage kritisiert worden. Konsbrucks Frage bezog sich jedoch nicht nur auf Nutzer*innen der Gebärdensprache, sondern auch auf die Zahl gehörloser oder hörgeschädigter Menschen, die in den letzten zehn Jahren geboren wurden. Die Antwort: 77 Kinder, wovon zurzeit 63 einen Hörapparat tragen. Diese Zahlen rühren aus mehreren Quellen. Bei der Geburt wird jeder Säugling einem Gehörtest unterzogen. Besteht der Verdacht auf ein Defizit, wird den Eltern angeraten, einen Hals-Nasen-Ohrenarzt (HNO) aufzusuchen. Das war in den letzten zehn Jahren bei 3,9 Prozent der Neugeborenen der Fall. Das Ergebnis des HNO-Besuchs wird dem Ministerium allerdings meist nicht mitgeteilt. Ein weiterer Test muss jedoch durchgeführt werden, damit ein Hörgerät von der Krankenkasse rückerstattet wird. Daraus ergeben sich die dem Ministerium vorliegenden Zahlen.
Weibliche Genitalverstümmelung in Luxemburg
Im Nachgang einer UNICEF-Studie zu weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) in Luxemburg, die im April 2026 veröffentlicht wurde, hatten die LSAP-Abgeordneten Claire Delcourt und Mars Di Bartolomeo eine parlamentarische Anfrage zum Thema gestellt. Vergangenen Montag erfolgte die Antwort, der sich neben den drei adressierten Minister*innen der...

