Queerer Buchstabensalat

von | 05.07.2018

Ihnen fehlt der Durchblick im LGBTIQA-Buchstabensalat? Sie wissen nicht genau, was Begriffe wie Trans- oder Intergeschlechtlichkeit heißen? Die woxx erklärt die wichtigsten Begriffe.

Foto: CC-BY Tony Webster

Das Akronym LGBTIQA steht für lesbische, schwule (gay), bisexuelle, trans, intergeschlechtliche, queere und asexuelle Personen. Schwul, lesbisch und bisexuell sind Labels, die die sexuelle (und romantische) Anziehung beschreiben. Das „bi“ in bisexuell wird oft als „Anziehung durch mein eigenes und alle andere Geschlechter“ gedeutet, wie es zum Beispiel die Bisexualitäts-Aktivistin Robyn Ochs ausdrückte Ein sehr ähnlicher Begriff ist pansexuell, der sexuelle Anziehung an alle Geschlechter beschreibt, die Grenzen zwischen beiden Begriffen sind jedoch fließend. Weitere Informationen dazu gibt es bei Rosa Lëtzebuerg und dem Beratungszentrum Cigale.

Trans Personen haben ein anderes Geschlecht als dasjenige, das ihnen bei der Geburt zugeschrieben wurde, der Begriff „trans“ wird als Adjektiv benutzt. Das Gegenteil davon ist – wie in den Naturwissenschaften – cis. Bei cis Menschen stimmt ihr Geschlecht also mit dem überein, das ihnen bei der Geburt zugeschrieben wurde. Viele, aber nicht alle trans Menschen nehmen Hormone oder lassen sich operieren, um ihren Körper zu verändern. Die allermeisten benutzen einen anderen Namen als jener, der ihnen als Kind gegeben wurde (dieser wird als „Deadname“ bezeichnet), außerdem andere Pronomen.

Nichtbinäre oder auch genderqueer bezeichnet Geschlechter, die nicht oder nicht ausschließlich männlich oder weiblich sind. Verwandte Begriffe sind agender (gar kein Geschlecht) und genderfluid (wechselnd). Eine gute Informationsquelle zu diesem Thema ist das Nichtbinär-Wiki.

Inter Personen passen chromosomal, hormonell oder anderweitig körperlich nicht in das gesellschaftliche Bild von männlichen und weiblichen Körpern. Informationen bietet unter anderem die Organisation Intersex & Transgender Luxembourg.

Queer wird als politischer Sammelbegriff sowohl für nicht heterosexuelle Begehrensformen als auch für Identitäten, die nicht in das binäre Mann/Frau-Schema passen, benutzt.

Asexuelle Menschen verspüren keine oder wenig sexuelle Anziehung zu anderen Menschen, was jedoch nicht unbedingt heißt, dass sie überhaupt keinen Sex haben oder keine romantischen Beziehungen eingehen. Der Begriff aromantisch beschreibt analog dazu Personen, die keine romantische Anziehung zu anderen Personen spüren.

Ein ausführliches und gutes Glossar findet sich auch auf der Seite der Organisation Trans*Inter*Sektionalität.

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