Radikalisierung

von | 04.09.2020

Der vom luxemburgischen Regierungsrat im Mai 2017 ins Leben gerufene Verein „SOS Radicalisation“ hat seine Webseite „respect.lu“ einer Neuaufmachung unterzogen. Ziel der Maßnahme ist es, die konkreten Tätigkeitsbereiche des Vereins übersichtlicher und strukturierter einer größeren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dabei sind neben allgemeinen Informationen und konkreten Angeboten zu den drei Kernbereichen Prävention, Begleitung und De-Radikalisierung auch Reiter zu anstehenden Projekten, Veranstaltungen und sonstigen Aktivitäten zu finden. Das Hauptanliegen des Vereins ist die Sensibilisierung der luxemburgischen Gesellschaft für radikales Gedankengut und dessen Verbreitung. Hierbei werden explizit solche Überzeugungen ausgeschlossen, die sich auf freiheitlicher und demokratischer Grundbasis bewegen, und diese durch ihr Vorhaben nicht versuchen auszuhebeln. Phänomene wie Rassismus, Sexismus oder auch Speziesismus sind nur einige wenige Beispiele, die auf Grund ihrer fundamentalen Weltanschauung im Keim erstickt, also an ihrer Wurzel angepackt werden sollen. Das lateinische Wort für Wurzel ist „radix“, was irgendwann einmal als „radikal“ in die deutsche Sprache übernommen wurde. Was wohl bedeutet, dass allein eine radikale Herangehensweise der zunehmenden Radikalisierung entgegentreten kann.

Für ein Interview mit der Leiterin von respect.lu, der Psychologin Karin Weyer, klicken Sie hier.

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