PORTRÄT: BADY MINCK: Engagierte Kunst-Netzwerkerin

„Meine Filme überschreiten die Grenzen zwischen den Kategorien, zwischen Fiktion, Dokumentation, Experimentalfilm, Avantgardefilm, zwischen Kurz- und Langfilm.“

„Carte blanche à Bady Minck“ wurde in Zusammenarbeit
mit der Kulturfabrik, der ASTI und dem Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean realisiert.

Vom 14. bis 28. Februar lädt die Escher Kulturfabrik zur „Carte blanche à Bady Minck“ ein. Auf dem Programm stehen eine Reihe von Künstlerprojekten und Diskussionsrunden.

Im Gespräch mit der woxx kommentiert Bady Minck ihre persönliche Film- und Ausstellungswahl und spricht offen über ihr politisches Engagement als Künstlerin.

woxx: Nach welchen Kriterien haben Sie die Künstler ausgewählt?

Bady Minck: Ich interessiere mich besonders für Künstler die inter- und transdisziplinär arbeiten, und deren Kunst nicht eingleisig ist, sondern aus einem Netzwerk von Skulptur, Zeichnung, Performance, Musik, Film und Video besteht. mehr lesen / lire plus

JOHN WOO: Paycheck

High-Tech-Ingenieur Jennings kennt keine Skrupel. Für Lohnschecks in Millionenhöhe nimmt er auch in Kauf, drei Jahre seines Lebens der Firma zu widmen und diese Zeit anschließend aus seinem Gedächtnis auszuradieren. Spannender Rätselthriller für Science-Fiction-Tüftler, wenn auch das inhaltliche Potenzial an einigen Stellen im schwarzen Loch der Erinnerungen versinkt. Zudem ist der Plot bekannt. Nur dass Tom Cruise in Minority Report eine bessere Figur abgegeben hat als Ben Affleck.

Im Utopolis (Luxemburg) und im Prabbelli (Wiltz) mehr lesen / lire plus

MARCO BELLOCCHIO: Bleiernes Zelluloid

Marco Bellocchio lässt in „Buongiorno, notte“ die politischen Hintergründe größtenteils außen vor. Dafür schuf er das Psychogramm einer geschlossenen Gesellschaft von Revolutionären.

Revolutionärin zwischen Welten: Die Kidnapperin Chiara (Foto: Océan Films)

Ein junges Paar besichtigt ein Apartment in Rom. Die beiden sprechen nur wenig, das Reden überlassen sie dem Immobilienmakler. Was sie suchen, ist keine normale Wohnung, sondern ein Versteck – ein Gefängnis.

Marco Bellocchios Film „Buongiorno, notte“, vergangenes Jahr in Venedig prämiert, spielt Ende der 1970er Jahre, auf dem Höhepunkt der „bleiernen Jahre“. Das ist jene Phase in der italienischen Geschichte, in der rund 400 Menschen bei politisch motivierten Attentaten starben und in der sich die Guerilla-Organisation „Brigate Rosse“ mit der Autorität des Staates einen bewaffneten Kampf lieferte. mehr lesen / lire plus

PRESSEGESETZ: Kritik verpennt

Das neue Pressegesetz stellt keinen Meilenstein dar. Nicht nur, dass ein fundamentales Grundrecht der JournalistInnen weiter fehlt – der Grundgedanke insgesamt ist bedenklich.

Eine Hurra-Meldung erreichte diese Woche sämtliche Redaktionen: Das Pressegesetz wird nachgebessert, die Sorgfaltspflicht der JournalistInnen neu definiert. Das meldet erfreut der Presserat. Künftig müssen MedienvertreterInnen also nicht wie ursprünglich geplant, die Stellungnahme einer Person einholen, über die sie berichten. Eine überaus wichtige Korrektur, nachdem die woxx vor einigen Wochen darauf hingewiesen hatte (Nr. 728).

Das allein reicht aber nicht. Noch immer fehlt dem gerne als „Meilenstein“ gepriesenen Entwurf ausgerechnet das Herzstück eines jeden fortschrittlichen Pressegesetzes: das Recht auf Information. mehr lesen / lire plus

GESUNDHEIT: Die Rechnung zahlt der Patient

Der Streik des Klinikpersonals scheint abgewendet. Die Missstände in den luxemburgischen Krankenhäusern jedoch bleiben.

Ein Auslaufmodell? Selbst Schlumpfinchen als Krankenschwester wurde inzwischen vom Markt genommen. (Foto: Archiv)

Anna Blume* hat Glück gehabt. In der Notaufnahme des hauptstädtischen Centre Hospitaliers (CHL) wurde sie gleich behandelt, ohne lange warten zu müssen. Mit Verdacht auf Blinddarmentzündung hatte sie ihr Hausarzt eingewiesen. Doch die Ärzte fanden nichts. Dafür bekam die junge Frau ein Schmerzmittel verabreicht und wurde nach Hause geschickt. Eine genaue Diagnose ihres Leidens hatte nicht stattgefunden. Und die Schmerzen kamen wieder.

Mehr als 150 PatientInnen pro Tag kommen nach Informationen des CHL-Pflegedienstes zur Notaufnahme. mehr lesen / lire plus