Amazon: Kinder-Sexpuppen aus Angebot entfernt

von | 20.08.2020

In einem Schreiben bekräftigt die luxemburgische Staatsanwaltschaft ihre Nulltoleranz gegenüber Pedokriminalität. Allein die Vorstellung, junge Kinder in Form von Sexobjekten darzustellen, schockiere zutiefst. Damit wird sich auf einen rezenten Vorfall bezogen: So hatten beim Onlineversandhändler Amazon in Frankreich aufblasbare Sexpuppen in Kinderform zum Verkauf gestanden. Nachdem Kinderschutzverbände Alarm schlugen, wurde die Ware auf Ansuchen des Familienstaatssekretärs Adrien Taquet umgehend entfernt und der Anbieter gesperrt. Der Internationale Verband der Inzest-Opfer begrüßte am Wochenende auf Twitter das „schnelle Eingreifen“ der französischen Regierung. Laut dem Verband waren bei Amazon in Großbritannien bereits 2018 ähnliche Produkte im Angebot. Wie die luxemburgische Staatsanwaltschaft mitteilt, ist zu befürchten, dass die entfernten Puppen auf anderen Internetsites wieder auftauchen werden. Pornografische Produkte, die Minderjährige involvieren, zu erwerben, zu besitzen oder anzuschauen, ist strafbar. Die Staatsanwaltschaft erinnert daran, dass in solchen Fällen mit einer Geldbuße von bis zu 50.000 Euro und einer Haftstrafe von bis zu drei Jahren gerechnet werden kann.

In diesem Text wurde bewusst auf die Bezeichnungen „Pädopornografie“ und „Kinderpornografie“ verzichtet, da es sich hierbei um eine irreführende Wortwahl handelt: Um Pornografie handelt es sich nämlich nur dann, wenn diese im Einverständnis aller Beteiligten produziert und verbreitet wurde. Bei „Kinderpornografie“ ist dies per Definition nicht der Fall.

Dat kéint Iech och interesséieren

NEWS

„Ask for Angela“ offiziell gestartet

Die Initiative „Ask for Angela“ ist offiziell gestartet. In den teilnehmenden Cafés und Bars können Menschen eine*n Mitarbeiter*in nach „Angela“ fragen und so diskret um Hilfe bitten. Das zum Beispiel, wenn sie belästigt worden sind oder sich in einer Situation befinden, in der sie sich unsicher fühlen.

NEWS

Taliban-Treffen ohne Luxemburg

Luxemburg war an einem Treffen mit den Taliban nicht beteiligt. Das gab Innenminister Léon Gloden (CSV) am vergangenen Dienstag in der Chamber auf eine Frage seines Parteifreundes Alex Donnersbach zu Protokoll.