Forum 400: Glück ist …

Seit beinahe 44 Jahren verfolgt die Zeitschrift Forum nun bereits den Anspruch, eine Plattform der Meinungsvielfalt und der politischen Bewusstseinsbildung zu sein. Sowohl in den Heftausgaben als auch in den regelmäßig von Forum organisierten Diskussionsabenden haben explizit nicht Expert*innen und Journalist*innen Vorrang. Stattdessen erhalten in erster Linie Mitglieder der Zivilbevölkerung das Wort. Dass in dieser Woche die 400. Ausgabe des Magazins erscheint, kann nach Jahren der finanziellen Unsicherheit als Triumph bezeichnet werden. Zur Feier des Tages hat die Redaktion die aktuelle Sonderausgabe dem Thema „Glück“ gewidmet. Wie bei Forum nicht anders zu erwarten, sind die Perspektiven darauf vielfältig. Neben naturwissenschaftlichen, religiösen, historischen und philosophischen Beiträgen dazu, wie Glück generell zu definieren, zu bewerten und zu erreichen ist, werden auch spezifische Aspekte unter die Lupe genommen. mehr lesen / lire plus

Jugend so politisch wie schon lange nicht

Seit 1953 gibt der Mineralölkonzern Shell in Deutschland alle paar Jahre eine Jugendstudie in Auftrag, die schlicht als „Shell Jugendstudie“ bekannt ist. Obwohl sie von einem Konzern in Auftrag gegeben wird, wird sie von unabhängigen Wissenschaftler*innen erstellt und hat sich zu einem Standardwerk der Sozialforschung entwickelt. Diese Woche ist die Ausgabe 2019 erschienen, in der vor allem festgestellt wird, dass deutsche Jugendliche wieder politischer werden und ihnen politisches Engagement immer wichtiger wird. Wenig überraschend stellten die Forscher*innen ein erhöhtes Interesse für Klima- und Umweltfragen fest. Umweltzerstörung, Terroranschläge und die Klimakrise sind die drei größten Ängste der Jugendlichen, eine knappe Mehrheit blickt dennoch optimistisch in die Zukunft. mehr lesen / lire plus

Weight Watchers: Früh übt sich, wer abnehmen will? 

Mit einer neuen App richtet sich Weight Watchers gezielt an Kinder und Jugendliche und stößt damit auf scharfe Kritik.

© maxpixel.net

Eine neue App von Weight Watchers namens „Kurbo“ soll Kindern ab acht Jahren helfen, sich gesund zu ernähren. Das, indem sie Nahrungsmittel drei verschiedenen Kategorien zuordnet: „Grün“ steht für Lebensmittel, die der App zufolge jederzeit gegessen werden können, wie Obst und Gemüse. „Gelb“ für Eiweiße und Nudeln, die in Maßen genossen werden sollen. Unter „Rot“ fallen zuckerhaltige Lebensmittel, die nur in geringen Quantitäten zu konsumieren sind. Dieses Basis-Tool ist kostenlos verfügbar. Wer zahlt, erhält zusätzlich persönliches Coaching sowie personalisierte Ess- und Bewegungspläne. mehr lesen / lire plus

Youth for Climate sammelt Spenden für Aktionswoche im September

Der nächste Schüler*innenstreik ist am 20. September geplant. Danach sollen eine ganze Woche lang Aktionen stattfinden. Um das zu realisieren, sammeln die Aktivist*innen nun Geld.

Zwei Daten stehen schon fest: Der 20. September ist der nächste internationale Aktionstag der Youth for Climate-Bewegung. Eine Woche später, am 27. September, sind alle Menschen – also ausdrücklich auch berufstätige Erwachsene – dazu aufgefordert, sich an einem Klimastreik zu beteiligen. In den Tagen dazwischen sollen verschiedenste Aktionen stattfinden, um auf die Dringlichkeit des Kampfes gegen die Klimakrise aufmerksam zu machen.

In ihrem Spendenaufruf schreiben die luxemburgischen Aktivist*innen, dass ihre bisherigen Aktionen effektiv gewesen seien. mehr lesen / lire plus

Junge Menschen in Luxemburg: Verwirrende Ansammlung von Befunden

In einer kürzlich veröffentlichten Publikation widmet sich der Statec der Jugend. Die Kollage aus vorangegangenen Studien ist in dieser Form jedoch nur wenig aussagekräftig.

(flickr.com)

Wie viele Menschen heiraten jung? Wie steht es um die Gesundheit junger Menschen? Wie viele arbeiten in Teilzeit? In einem kürzlich publizierten Dokument hat der Statec entsprechende Zahlen für das Jahr 2018 zusammengetragen. Konkret geht es um die 169 851 in Luxemburg wohnenden Personen unter 25 Jahren. Im Jahr 2018 waren rund 27 Prozent der Gesamtbevölkerung in dieser Altersgruppe, drei Prozent weniger als noch 2001. 55,8 Prozent davon verfügen über die luxemburgische Staatsbürgerschaft.

4,7 Prozent waren 2018 arbeitslos, davon mehr Männer als Frauen. mehr lesen / lire plus

Panne beim staatlichen Informatikdienst: Knapp 24.000 falsche Briefe versendet

Durch einen „Fehler“ beim staatlichen Informatikdienst CTIE wurden Jugendliche dazu eingeladen, einen Fragebogen über das Wohlergehen ihrer Kinder auszufüllen.

Junger verwirrter Mann

Verwirrenden Brief bekommen, um an einer Umfrage zum Wohlbefinden nicht-existierender Kinder teilzunehmen? Eine Panne beim Staat ist Schuld. Foto: Pixabay.

Wie geht es den Kindern in Luxemburg? Und wie steht es um das Wohlbefinden der Jugendlichen? Zwei Fragen, die durchaus eine genauere Betrachtung verdienen. In Luxemburg wird aktuell das Wohlbefinden der Kinder im Alter von 8, 10 und 12 Jahren durch das sozioökonomische Forschungsinstitut Liser untersucht. Dazu wird ihren Eltern ein Brief mit einem Link zu einem Fragebogen zugeschickt. Eine solche Umfrage soll alle fünf Jahre stattfinden. mehr lesen / lire plus

Jugend und Autos: Problematische Umfrageergebnisse

Quest fragte 500 junge Menschen nach ihrer Beziehung zu Autos. Die Umfrageergebnisse werden unnötig aufgebauscht – ihre Darbietung grenzt an Jugendfeindlichkeit.

Foto: Markus Spiske/pexels

Laut dem Marktforschungsunternehmen Quest proklamieren Politiker*innen und Soziolog*innen einen Paradigmenwechsel, was den Stellenwert des Autos im Leben junger Menschen betrifft: Er habe sich verändert und nehme ab. Quest ging dieser Hypothese auf eigene Faust nach und befragte junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren aus Luxemburg und der Grenzregion zum Thema Fahrzeugnutzung.

Eine Frage bezieht sich auf den Führerschein: 68 Prozent der Befragten haben einen, jeweils 15 Prozent sind dabei einen zu machen oder haben dies vor, und eine „minorité de niche“ von zwei Prozent lehnt es ab einen Führerschein zu erwerben. mehr lesen / lire plus

Abfall am Stausee: Kontraproduktive Reflexe

An manchen rezenten Reaktionen auf liegen gelassene Abfälle am Stausee werden fragwürdige Haltungen bezüglich Umweltschutz deutlich.

Viele Menschen stören sich vor allem an Umweltverschmutzung, die sie mit bloßem Auge sehen. (Foto: elverc117/pixabay.com)

Sommerzeit ist Stauseezeit. Das sehen jedenfalls nicht wenige in Luxemburg lebende Menschen so. Wo sich aber viele Menschen stundenlang in freier Natur aufhalten, ist Abfall zu erwarten.

Und genau dieser veranlasste die Gemeinde Esch-Sauer am 1. Juli zu einem Facebook-Post. „E schéinen an erhuelsamen Dag um Stausee!“ steht dort nur sarkastisch. Die Fotos sollen für sich sprechen: aufeinandergestapelte leere Verpackungen, Tüten, Becher, Flaschen, Dosen und benutzte Einweg-Grillbleche mitten auf einer Wiese und neben einem Abfallcontainer. mehr lesen / lire plus

Armut: Wo bleibt die Systemkritik?

Mit zahlreichen Maßnahmen wird hierzulande versucht, das Armutsrisiko zu verringern. Die Praxis jedoch zeigt: Das reicht bei Weitem nicht.

Die meisten staatlichen Maßnahmen vermögen es nicht, den sozial Schwächsten zu helfen. (© Taufiq Klinkenborg/pixnio.com)

Am Montag hat die Chambre de Commerce die Ergebnisse ihrer Publikation „Pauvreté: De la juste mesure aux mesures appropriées“ vorgestellt. Auf 186 Seiten sind zahlreiche Statistiken bezüglich Armut in Luxemburg aufgelistet. Es werden aber auch Vorschläge an die Regierung formuliert, wie etwa zielgerichtete Sozialleistungen, besserer Schutz von Selbstständigigen und ein inklusiveres Schulsystem. Es handelte sich bei der Veranstaltung jedoch nicht um einen bloßen Vortrag: Gäste wie Familien- und Integrationsministerin Corinne Cahen, die Direktorin der Stëmm vun der Strooss Alexandra Oxacelay, die Ökonomistin der Handelskammer Christel Chatelain, und die Liser-Forscherin Anne-Catherine Guio waren ebenfalls da, um sich zur Problematik zu äußern. mehr lesen / lire plus

Podcast: Am Bistro mat der woxx #052 – Aarmut zu Lëtzebuerg

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem Artikel.

Dës Woch ass eist Thema net, wéi ee vläicht erwaarde kéint, d‘Hëtzt, mä d‘Aarmut zu Lëtzebuerg a mat wéi enge Mëttelen een dogéint kämpfe kann. Ausgoend vun enger Table Ronde, déi vun der Chambre de Commerce organiséiert ginn ass, huet sech d‘Tessie Jakobs dem Thema ugeholl. Gemeinsam mam Joël Adami schwätzt si doriwwer, wisou ëmmer erëm – an och bei der Chambre de Commerce – iwwert Definitioun vun Aarmut diskutéiert gëtt a wat fir ee politesche Calcul dohannert stécht. Verschidde Bevëlkerungsgruppe sinn zu Lëtzebuerg besonnesch vun der Aarmut betraff, an analyséieren d‘woxx-Journalist*innen och de Phänome vun de „Working Poor“. mehr lesen / lire plus

„Meine Hoffnung verblasst seit letztem Monat zusehends“

Zohra Barthelemy ist seit Anfang Februar 2019 Mitglied der „Youth for Climate“-Organisation. Ein Gespräch über die Zukunft, den Klimawandel und über die Weltsicht einer 16-jährigen Klimaaktivistin.

Zora Barthelemy (dritte von links) mit Youth for Climate in Aaachen. Foto: YfC

woxx: Was ist das Ziel von „Youth for Climate“?

Zohra Barthelemy: Langfristig ist das Ziel natürlich die Klimakrise zu verhindern. Ich möchte junge Menschen politisieren und ihnen zeigen, dass politisch aktiv zu sein nicht nur heißt, dass man in geschlossenen Räumen in Meetings sitzt. Ich will erreichen, dass Jugendliche und ihre Sorgen grundsätzlich ernster genommen werden, sowohl von der Politik als auch von der Gesellschaft. mehr lesen / lire plus

Chancengleichheit: Kampfansage an Genderstereotype

Eine Studie der Universität Luxemburg bestätigt, dass geschlechtsbezogene Stereotype gesellschaftlich noch immer dominierend sind. Besonders bei Jungen und Männern besteht Handlungsbedarf.

Genderstereotype werden uns von der frühsten Kindheit an vermittelt.
(© Ben Kerckx/Pixabay)

Am Dienstag präsentierten Mega-Ministerin Taina Bofferding und Universität Luxemburg in Esch Belval die Befunde der Studie „Lëtzstereotype18“, in der das Auftreten geschlechtsbezogener Stereotype bei 14- bis 30-Jährigen analysiert wird. Für die von der Universität Luxemburg und dem Ministerium für die Gleichstellung von Frauen und Männern in Auftrag gegebene Studie wurden insgesamt 396 Personen befragt. Die Studie kommt zu ähnlichen Ergebnissen wie solche aus anderen europäischen Ländern: Junge Frauen lehnen stereotypes Denken stärker ab als es junge Männer tun1. mehr lesen / lire plus

Uni.lu-Forscher*innen unterstützen Klimaproteste

Wissenschaftler*innen der Universität Luxemburg haben am Mittwoch, dem 22. Mai 2019, eine Stellungnahme zur Unterstützung der jugendlichen Klimaproteste veröffentlicht. Über 180 Forscher*innen haben die Erklärung unterzeichnet und sich damit auch den „Scientists for Future“, die im deutschsprachigen Raum die „Fridays for Future“-Bewegungen unterstützen, angeschlossen. Sie geben den streikenden Jugendlichen recht: „In unserem Zeitalter, dem Anthropozän, haben die Menschen die Funktionsweise des gesamten Erdsystems signifikant verändert. Der Schutz und Erhalt der Biosphäre und der Atmosphäre ist daher eine drängende Priorität. Dieser Schutz erfordert einen kritischen Blick auf die sozio-politischen und ökonomischen Machtverhältnisse und (Un-)Gleichheiten, sowie auf den unausgeglichenen Zugang zu Ressourcen und Wissen, die diese konstituieren.“ Zudem betonen die Wissenschaftler*innen, dass an der Uni.lu sowohl in den Ingenieur- und Naturwissenschaften als auch in den Sozial- und Humanwissenschaften zu den Auswirkungen und zur Bekämpfung des Klimawandels geforscht wird. mehr lesen / lire plus

EU for You(th) – Jugend diskutiert über Europa

Zum Abschluss seiner Veranstaltungsreihe „Forum-Europawahlen“ lädt die Zeitschrift forum für Montag, den 20 Mai um 19 Uhr junge an Politik interessierte Menschen in die Rotonden ein.

Vertreter*innen der Jugendorganisationen der sieben derzeit im Luxemburger Parlament vertretenen Parteien diskutieren dann über Klimapolitik, die Interessen Luxemburgs an Europa, Europa nach dem Brexit … Auf dem Podium sitzen junge Kandidat*innen, die allesamt unter 30 Jahre alt sind: Martine Kemp und Stefano d’Agostino (Chrëschtlech Sozial Jugend), Loris Meyer (Jonk Demokraten), Tanja Duprez an Jessie Thill (déi jonk gréng), Christian Welter (Jonk Piraten), Carole Thoma und Mara Martins (déi Lénk jeunes), Tessy Brisbois (ADRenalin) sowie Lisa Kersch und Elisha Winckel (Jonk Sozialisten). mehr lesen / lire plus

Klimaprotest ist kein Thermenurlaub

„Youth for Climate“ will zwei Tage vor den Europawahlen die Rote Brücke blockieren. Schon im Vorfeld hagelt es jugendfeindliche Kritik – die macht unseren Autor wütend.

Am nächsten Freitag, dem 24. Mai, ist wieder internationaler Aktionstag der „Youth for Climate“-Bewegung. In Luxemburg wollen die jungen Aktivist*innen diesmal keine große Demonstration organisieren, sondern mit „Aktionen des zivilen Ungehorsams […] sich als Bürger*innen gewaltfrei gegen die Regierung und ihre Politik stellen“ und „entschlossen den Status-Quo in Frage stellen“. Konkret soll die „Roud Bréck“, die den Stadtteil Kirchberg mit dem Zentrum verbindet, blockiert werden.

Gründe für diese Aktion gibt es zur Genüge. Das „Ecologic Institute“ und „Climact“ haben für die European Climate Foundation die nationalen Klima- und Energiepläne analysiert. mehr lesen / lire plus

Youth for Climate: Demonstrieren geht über Studieren

Weltweit wächst die Bewegung von Schüler*innen, die für den Klimaschutz auf die Straße gehen. Die woxx hat sich angeschaut, wie die Situation in Luxemburg aussieht.

Mit Stickern wird auch in Luxemburg-Stadt für den Streik mobilisiert. (Foto: woxx/ja)

Eigentlich begann alles mit einer Schießerei. Nämlich dem Schulmassaker an der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland, Florida. Die 17 Toten und 14 Verletzten brachten das Fass zum Überlaufen: Die „March for Our Lives“-Bewegung gründete sich, angetrieben zum Großteil von Überlebenden des Massakers. Diskussionen über schärfere Waffengesetze stehen seitdem auf der politischen Tagesordnung in den USA und dürften die Midterm-Wahlen durchaus beeinflusst haben. mehr lesen / lire plus

Pauvreté chez les jeunes : le Luxembourg champion !

La devise du premier ministre, « Quand le pays va bien, les gens vont bien », ne semble pas s’appliquer à tout le monde. Alors que la différence entre le haut et le bas de l’échelle sociale ne cesse de se creuser, comme le prouvait déjà le rapport du Statec sur la cohésion sociale paru juste après les élections d’octobre, c’est Eurostat qui vient en rajouter une couche. En effet, l’office statistique de l’Union européenne vient de publier une étude (qui porte sur l’année 2017) sur le risque de pauvreté chez les jeunes de 18 à 24 ans – qui ont un travail, excluant donc les étudiant-e-s et les personnes au chômage. mehr lesen / lire plus

Lebensqualität: Was Kinder brauchen

Dank eines neu entwickelten Verfahrens ist es erstmals möglich, die Lebensqualität von Kindern in der EU zu quantifizieren. Für 2014 liegen nun erste Daten vor.

Seit über einem Jahrzehnt schon strebt die Europäische Union die spezifische Ermittlung der Lebensqualität von Kindern an. Nun wurde vom Forschungsinstitut Liser (Luxembourg Institute of Socio-Economic Research) gemeinsam mit dem Townsend Centre for International Poverty Research der Universität Bristol dafür ein Indikatorenindex ausgearbeitet. Die Rahmenbedingungen, über welche ein Kind laut Forschungsteam verfügen muss, um sich uneingeschränkt entwickeln zu können, umfassen vielfältige Bereiche: Verfügt das Kind über ein geheiztes Zuhause? Über altersgerechte Bücher und Kleider? Isst es mindestens einmal am Tag Obst oder Gemüse? mehr lesen / lire plus

Rechtsextremismus: „Patriotisches Streetwork für die Jugend Europas“

In Österreich versucht die rechts-
extreme „identitäre Bewegung“, sich als Alternative zur klassischen Jugendarbeit zu positionieren. 
Die woxx sprach mit der Sozial-
forscherin Eva Grigori über dieses Phänomen.

Rechtsextreme Identitäre in Deutschland bei einer gemeinsamen Aktion mit der AfD (Foto: CC-BY-SA Metropolico.org)

woxx: Sie arbeiten gerade in einem Forschungsprojekt zum Thema „Jugendarbeit von rechts“ – wie sind Sie auf dieses Thema gestoßen? 


Eva Grigori: Das Thema ist eher ein bisschen auf mich gestoßen. Man ist in Österreich in den letzten Jahren eigentlich nicht darum herumgekommen, sich mit den Identitären zu beschäftigen. Dabei kommt man eigentlich relativ schnell darauf, dass die so ein paar zentrale Begriffe und Themen haben, die sie in einem regelrechten Wiederholungsdrang immer wieder benutzen, um die sich dann aber auch ihre Aktionen und ihre Politik drehen. mehr lesen / lire plus

Jugend und Kommunalwahlen: Eingebunden werden

„Meng Gemeng: Zesummen, lieweg mä net schnell“ – unter dieses Motto setzt Move, die Jugendorganisation des Mouvement écologique, ihr Positionspapier zu den Kommunalwahlen 2017.

Gemütlich und ungezwungen über anstehende Probleme mit den politisch Verantwortlichen diskutieren – auf den ersten Blick erscheinen die Ansprüche der Move-Mitglieder doch ziemlich bescheiden. Keine knallharten Forderungen etwa nach materiellen Verbesserungen, sondern eher der Wunsch, doch ein wenig stärker in die Gestaltung des kommunalen Alltags eingebunden zu werden.

Die Diskussionen fanden im März 2017 anlässlich zahlreicher Diskussionsrunden und Workshops statt, an denen rund 60 Jugendliche teilgenommen hatten. Sie haben gezeigt, dass vielen Jugendlichen die Rolle der Gemeinden überhaupt nicht bewusst ist. mehr lesen / lire plus